Kreis Ostholstein räumt Fehler ein / Vagt: Auf Fehmarn keine gehäuften Fälle bekannt

Vogelgrippe: Jetzt sind auch Einzelfunde zu melden

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Auf dem Burger Binnensee rasten zurzeit Hunderte von Wasservögeln.

FEHMARN -hö- Bislang ist die im November des letzten Jahres ausgebrochene Geflügelpest an Ostholstein weitgehend vorbeigegangen. Nachbarkreise wie Plön oder Segeberg sind oder waren stärker betroffen, sodass Sperrbezirke und Beobachtungsgebiete ausgewiesen werden mussten. Das Umweltministerium in Kiel will nicht ausschließen, dass es auch damit zusammenhängen könnte, dass der Kreis Ostholstein keine toten Wildvögel zur Beprobung ans Landeslabor geschickt hat.

„Zu Beginn des Seuchenzuges sollten nur bei vermehrter lokaler und zeitlicher Häufung von Totfunden Proben genommen werden“, teilt Carina Leonhardt, Pressesprecherin des Kreises Ostholstein, auf Nachfrage mit. Verendete Tiere in einer solchen Anzahl seien aber nicht aufgefunden worden. „Sogenannte Einzelfunde, wie sie jahreszeitlich bedingt auftreten, oder auch Fälle, die auf ein Verunfallen eines Tieres schließen lassen, sind hiervon abzugrenzen“, so Leonhardt.

Doch bei der Umsetzung von Vorgaben aus dem zuständigen Umweltministerium ist dann offenbar nicht alles glatt gelaufen. „In der Umsetzung des ministeriellen Erlasses sind Fehler unterlaufen“, bestätigt die Sprecherin des Kreises. Diese Fehler sollen abgestellt werden. Deshalb habe der Kreis zwischenzeitlich die Ordnungsämter informiert, entsprechend vorzugehen und alle gefundenen verendeten Wildvögel zur Beprobung anzumelden. „Es sollen jetzt auch Einzeltierfunde bestimmter Arten (Wassergeflügel, Schwäne, Möwen, Greifvögel, Rabenvögel sowie wilde Hühnervögel) beprobt werden.“ Laut Leonhardt sollen die Proben das gesamte Kreisgebiet abdecken und einen repräsentativen Charakter besitzen.

Nikola Vagt vom Wasservogelreservat Wallnau hat in den Wintermonaten im Schutzgebiet keine Auffälligkeiten bei den Wildvögeln feststellen können. Aber auch sonst seien ihr keine Fälle von gehäuften Totfunden auf Fehmarn bekannt, teilt sie dem FT auf Nachfrage mit.

Doch nun müssen laut Kreis auch alle Einzelfunde an die Ordnungsbehörde gemeldet werden.

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