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Zum Abschied einen Wurststrauß und kanadischen Whisky für den passionierten Kanada-Urlauber: Wolfgang Groß hört nach 14 Jahren als Vormann in Puttgarden auf. Sein Nachfolger ist Arne Fröse, Frederik Otten (v.l.) sein Stellvertreter.

Wolfgang Groß tritt ins zweite Glied – Duo Arne Fröse und Frederik Otten rückt nach

Wachwechsel bei den Seenotrettern in Puttgarden

FEHMARN -loj- Seit 30 Jahren ist Wolfgang Groß bei der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) aktiv, 14 Jahre davon war er Vormann der Freiwilligen-Station in Puttgarden. Anfang des Jahres übergab er den Stab an die jüngere Generation. Nun leiten Arne Fröse und Frederik Otten die Station.

„Nach 30 Jahren wurde es Zeit“, findet Wolfgang Groß, zu dessen hauptsächlicher Aufgabe die Koordinierung von Einsätzen gehörte. Aber er werde sich nun nicht aufs Altenteil zurückziehen – im Gegenteil: „Ich bleibe der DGzRS weiterhin erhalten.“ Dann aber eben in der zweiten Reihe. Viel habe er erlebt als Besatzungsmitglied. Er war dabei, als das Seenotrettungsboot „Emil Zimmermann“ im April 2000 in Dienst gestellt wurde, hat den Seenotkreuzer „John T. Essberger“ mit ins Technik-Museum in Speyer überführt. Das seien beides tolle Ereignisse gewesen. Ist ihm etwas ganz besonders in Erinnerung geblieben? „Eine Werftüberführungsfahrt über die Nordsee, wo wir nicht wussten, ob wir ankommen“, lacht Wolfgang Groß. Bei rauher See habe zeitweise das Kentern des Schiffes gedroht, das sei ganz schön eng gewesen. Heute kann er darüber lächeln, weil die Überfahrt glückte.

Jetzt freue er sich „auf ein bisschen mehr Urlaub in Kanada“, erzählt er. Auch wenn er weiterhin Teil der Besatzung bleibt, „ist es doch schade, die Truppe zurückzulassen“, meint er. Die momentan elf Personen starke Mannschaft zeichne sich besonders durch ihre gute Kameradschaft aus.

Zum Abschied als Vormann überreichten ihm seine Nachfolger Arne Fröse und Frederik Otten einen gut gefüllten Präsentkorb. Passend zum Urlaub in Kanada lag darin eine Flasche kanadischer Whisky.

„Wir dachten, Blumen sind nicht so dein Ding, deshalb haben wir einen Wurststrauß besorgt“, so Arne Fröse. Ändern werde sich erstmal gar nichts, „wir machen erst einmal alles so, wie Wolfgang das übergeben hat“, stimmen beide überein. Arne Fröse sieht die Aufgaben der Freiwilligen-Station Puttgarden als „verlängerten Arm von Bremen“, wo die Leitstelle der DGzRS ihren Sitz hat.

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