Nach sechs langen Jahren Planung der Durchbruch: Symbolischer erster Spatenstich

Der Wakepark Fehmarn kommt

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Wasserski und Wakeboarden: Stefan Schütz in Aktion. Ab Ostern 2021 soll Fehmarn um eine Wassersportattraktion reicher sein.

Fehmarn – hö – Ein wenig war er schon in Vergessenheit geraten in der Öffentlichkeit, doch am Freitag wurde mit dem symbolischen ersten Spatenstich der offizielle Startschuss gegeben für den Bau des Wakepark Fehmarn. „Es geht jetzt wirklich los“, konnten es die Bauherren Kris Konrad (32) und Stefan Schütz (31) selbst kaum fassen, dass nach sechs langen Jahren der Planung endlich Baureife besteht und in der kommenden Woche die ersten Baufahrzeuge rollen.

Konrad und Schütz, beide selbst begeisterte Wakeboarder und Trainer, haben langen Atem bewiesen, Rückschläge weggesteckt und immer an ihr Projekt geglaubt. Wo zwischen Wulfen und Camping- und Ferienpark Wulfener Hals jetzt noch grüne Wiese ist, soll auf einem 2,5 Hektar großen Areal der Wakepark mit drei Wasserskianlagen auf drei Teichen entstehen.

„Die Anlage wird deutschlandweit einzigartig sein“, spart Stefan Schütz nicht mit Superlativen. Schütz war weltweit unterwegs, um sich Inspirationen zu holen, selbst auf den Philippinen. Auf zwei jeweils 30 Meter breiten 90-Meter-Bahnen sowie einer 200-Meter-Bahn sollen nicht nur Freizeit- und Breitensportler auf ihre Kosten kommen, auch für Profis soll Fehmarn eine Top-Adresse werden. „Unser Ziel ist es, auf Weltniveau mitzuhalten“, verdeutlicht Schütz die Ambitionen.

Die weitere Besonderheit bei der Anlage: Bei sonst üblichen Wasserskianlagen wird im Kreis gefahren mit Fullsize-Cable, im Wakepark Fehmarn geht es hingegen mittels einer 180-Grad-Kurve wieder zurück, sodass immer nur „eine Person exklusiv auf dem Wasser“ ist und nach einem Sturz die Fahrt wieder aufnehmen kann. „Bei einem Fullsize-Cable muss die Person immer wieder zum Start zurück, das kann frustrierend sein“, weiß Kris Konrad.

nen individuellen Fähigkeiten fahren, sodass jeder mit einem Erfolgserlebnis vom Hof geht“, verdeutlicht Stefan Schütz. Individuelle Möglichkeiten bedeutet aber auch, dass aufgrund der Barrierefreiheit der gesamten Anlage auch Menschen mit Handicap den Wakepark problemlos nutzen können. „Das liegt uns sehr am Herzen“, betont Kris Konrad, der in Lübeck Kommunikationsdesign studiert hat und den Wakepark Fehmarn zur Grundlage seiner Diplomarbeit gemacht hat.

Der Wakepark Fehmarn besteht aber nicht nur aus drei Teichen mit den auffälligen Masten, es wird auch eine rund 200 Quadratmeter große Halle errichtet, in die ein Bistro integriert ist, um auch mit einem „schmalen gastronomischen Angebot“ präsent zu sein. Über eine Fotovoltaikanlage soll die Anlage mit Energie versorgt werden. Vorgesehen ist zudem die Errichtung von 70 Stellplätzen sowie zahlreichen Sitzgelegenheiten.

Die Investitionssumme taxieren Konrad und Schütz auf 1,8 Millionen Euro, wobei eine über die Aktivregion Wagrien-Fehmarn realisierte Projektförderung von 100000 Euro eingeschlossen ist. Die Durchfinanzierung des Projektes war in der Endphase der Planung die größte Hürde. Rüdiger Kaak von der Deutschen Bank sprach vom „längsten Vorhaben, das ich begleitet habe“.

Nun geht‘s aber endlich los. Sehr zur Freude auch von Bürgermeister Jörg Weber (SPD), der für die Stadt Fehmarn den Spaten ergriff. Sogar der ehemalige Bauamtsleiter Burkhard Naß, „der das Projekt zum ersten Mal auf dem Tisch hatte“ und mittlerweile bei der Stadt Oldenburg tätig ist, schaute gestern im verregneten Wulfen vorbei. Die Eröffnung streben die ehrgeizigen Investoren für Ostern 2021 an. Saison ist dann bis mindestens Oktober, bei gutem Wetter wird selbstverständlich verlängert.

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