Stefan Schütz und Kris Konrad vor einer Rampe
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Die Betreiber des Wakepark Fehmarn, Stefan Schütz (l.) und Kris Konrad, hoffen auf eine Eröffnung der Anlage zu Pfingsten.

Betreiber wollen zu Pfingsten eröffnen

Wakepark Fehmarn steht in den Startlöchern

  • Lars Braesch
    vonLars Braesch
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Eigentlich war die Eröffnung des Wakeparks Fehmarn zu Ostern geplant. Die Betreiber Stefan Schütz und Kris Konrad hoffen nun auf einen Start zu Pfingsten.

  • Kurse sind online buchbar.
  • Parkähnliche Anlage mit einer Panorama-Hochterrasse entstanden.
  • Betreiber wollen an das morderne Wakeboarden heranführen.

Fehmarn – Der Wakepark Fehmarn in Wulfen steht in den Startlöchern. Eigentlich war die Eröffnung zu Ostern geplant, nun hoffen die Betreiber Stefan Schütz und Kris Konrad auf Pfingsten. Bis dahin stehen auf dem 2,5 Hektar großen Areal noch einige Modellierungsarbeiten an. Es soll eine parkähnliche Anlage entstehen mit einer Panorama-Hochterrasse. „Dann kann man entweder den Leuten dabei zuschauen, wie sie beim Wakeboarden ins Wasser fallen oder halt den 360-Grad-Blick auf den Burger Binnensee und die Ostsee genießen“, scherzte Schütz. „Eigentlich muss es nur noch grün werden“, ergänzte Konrad.

Der Zugang zum Wakepark wird kostenlos sein. Kurse werden in einem Zeitfenster von zwei Stunden und mit maximal acht Personen online buchbar sein. „Dieses Buchungssystem haben wir von Anfang an geplant. Coronabedingt übernehmen es jetzt auch andere Anlagenbetreiber, was purer Zufall ist. Die Leute sollen zum Wakeboarden herkommen und nicht zum Warten“, freuen sich die Betreiber. Jeder sei in Wulfen willkommmen. Auch diejenigen, die nichts mit Wakeboarden am Hut hätten. Ebenfalls soll im Wakepark Fehmarn eine Gastronomie mit Kuchen, Snacks und Fairtrade-Kaffee angeboten werden. 50 Parkplätze stehen für den Besucher zur Verfügung. Am Mittwoch wurde der Wakepark offiziell ans Stromnetz angeschlossen. 

Fehmarn ist eine Wassersporthochburg.

Stefan Schütz und Kris Konrad

Die 32-jährigen Wassersportler sind leidenschaftliche Wakeboarder, die sehr viel Herzblut in ihr Projekt stecken. Vor rund sieben Jahren begannen die Planungen, auf der ehemaligen Erweiterungsfläche für den Golfplatz einen Wakepark zu errichten. Es folgte ein langes Genehmigungsverfahren, das rund vier Jahre gedauert hat. „Fehmarn ist eine Wassersporthochburg“, so die Wakeboarder weiter. In Wulfen hätten sie nun ihren persönlichen Traumstandort gefunden. 

Lehmboden der ideale Bauuntergrund

Der dortige Lehmboden sei der ideale Bauuntergrund. Dank eines speziellen Entwässerungssystems könne Wasser aus dem Burger Binnensee mittels einer Pumpe zu- oder abgeführt werden. Nach dem ersten Spatenstich am 10. Juli 2020 sind drei Seen entstanden. Die erste Wasserfläche sei für Anfänger, die zweite habe schon zwei Rampen für Fortgeschrittene. „Der dritte See erfüllt alle Wünsche eines Wakeboarders“, erklärten die Betreiber weiter. Die Anlage könne alle Kursvarianten sowie das freie Fahren parallel anbieten. „Die Wakeboarder wollen möglichst glattes Wasser, weshalb wir die Anlage nicht direkt an die Ostsee gebaut haben“, fließen auch die beruflichen Erfahrungen mit ein in ihren Lebenstraum. In Scharbeutz habe eine Anlage direkt an der Ostsee nur zwei Jahre lang überlebt.

Beide haben auf ähnlichen Anlagen in Weissenhäuser Strand und in Süsel gearbeitet. Schritt für Schritt wollen Schütz und Konrad mit ihrem sogenannten System 2.0 Park an das moderne Wakeboarden heranführen. Außer bei Gewitter könne die Anlage selbst bei 30 Knoten (Windstärke sieben) noch genutzt werden. „Dazu verwenden wir spezielle Böschungswinkel“, verrieten die Bauherren weiter. Der Wakepark Fehmarn sei sehr anfängerfreundlich. „90 Prozent der Leute, die zu uns kommen, haben von Wakeboarden noch nie etwas gehört“, meint Schütz. Bei den meisten Anlagen würde der Wakeboarder im Kreis fahren. „Bei unserer Anlage kann die 180-Grad-Kurve fußunabhängig genommen werden“, berichtet Schütz weiter. Nach einem Sturz könne direkt weitergefahren werden, während der Wassersportler bei anderen Anlagen zurück zum Start müsse. 

Wöchentlich gibt es auf Youtube ein Video mit dem Baufortschritt. „Wir haben rund 2500 Zuschauer“, freuen sich Konrad und Schütz.

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