In dieser Woche werden die Rohre verlegt, am 16. Oktober soll der Spülvorgang starten / Abschluss Ende Oktober

Das Warten auf die Strandaufspülung

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Am Montag waren am Südstrand noch keine Bautätigkeiten zu erkennen. Die Baustelle für die Strandaufspülung soll aber noch in dieser Woche eingerichtet werden. Die eigentliche Aufspülung erfolgt in der nächsten Woche. Da dürfen Einheimische wie Gäste gespannt sein, welche Breite der Sandstrand dann einnehmen wird.

FEHMARN –hö- Noch herrscht Ruhe am Südstrand. Die vorbereitenden Arbeiten für die ab 16. Oktober beginnende Strandaufspülung haben noch nicht begonnen. Tourismusdirektor Oliver Behncke beruhigt und tritt etwaigen Skeptikern entgegen: Nach Auskunft der ausführenden Firma und des beteiligten Ingenieurbüros kann die Maßnahme wie vorgesehen bis Ende Oktober abgeschlossen werden.

Wer also noch schnell ein Foto vom Südstrand machen und den Status quo ablichten möchte, sollte sich beeilen, denn in den nächsten Tagen sollen die Rohre für die geplante Strandaufspülung verlegt werden. Wie andere Kommunen an der schleswig-holsteinischen Ostseeküste auch profitiert Fehmarn von einer 50-prozentigen Landesförderung. Das Land hat einen Sonderfonds aufgelegt, um die von Sturmflutschäden betroffenen Gemeinden finanziell zu entlasten. Anfang Januar hatte Orkan „Axel“ sein Unwesen an der Ostseeküste getrieben.

Aufspülung kostet insgesamt 516000 Euro

Insgesamt sind nach Angaben von Oliver Behncke von der Landesregierung Sturmflutschäden auf Fehmarn in Höhe von 644000 Euro anerkannt worden. Allein die Strandaufspülung schlägt mit 516000 Euro zu Buche. Den Auftrag für diese Maßnahme erhielt die dänische Firma Rohde Nielsen A/S, die das günstigste Angebot abgegeben hat (wir berichteten).

Es ist schon lange her, dass der Südstrand von Burgtiefe mit frischem Sand versorgt worden ist. Die letzte Strandaufspülung fand im Jahr 1980 statt. Umso mehr freut sich der Tourismus-Service Fehmarn, dass jetzt – nach 37 Jahren – wieder eine langfristige Qualitätssicherung des Strandes erfolgen kann. Um gegen mögliche Winterstürme und daraus resultierende Sandverluste gewappnet zu sein, ist geplant, nicht den gesamten aufgespülten Sand mit Raupen sofort einzuebnen. Es sollen an relativ sicheren Stellen sogenannte Sanddepots eingerichtet werden, um dann im Frühjahr aus dem Vollen schöpfen zu können.

Insgesamt sollen rund 26000 Kubikmeter Sand über eine 1,5 Kilometer lange Rohrleitung an den Südstrand transportiert und aufgebracht werden.

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