Seit 12. Mai ist die Station in Burgtiefe besetzt – die anderen folgen / Rettungsschwimmer für Juni gesucht

Wasserrettungsdienst wieder im Einsatz

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Sorgen für die Sicherheit der Badegäste: Nadine Görtz (v.l.), Ellen Habenicht, Heinz Lange, Lothar und Renate Weichert.

FEHMARN -wa- Jedes Jahr wieder kommen nicht nur viele Touristen zum Entspannen und Baden nach Fehmarn. Auch die Einheimischen freuen sich über schönes Wetter und angenehme Wassertemperaturen. So langsam nähert sich der Sommer und der eine oder andere wagt sich am Strand von Burgtiefe schon ins etwa 14 Grad kühle Wasser. Da ist es nicht verwunderlich, wenn der Blick auch mal in Richtung DLRG-Wachstation wandert.

So manch einer mag sich schon gefragt haben, ab wann die Rettungsschwimmer vor Ort sind. Laut Holger Hecken, DLRG-Einsatzleiter für Schleswig-Holstein, ist dies seit dem 12. Mai der Fall: „Die ersten Rettungsschwimmer bewachen seit Sonnabend den 2,5 Kilometer langen Strand von Burgtiefe.“ Die weiteren Strände Strukkamp, Bojendorf, Fehmarnbelt, Grüner Brink, Meeschendorf und Wulfener Hals werden nach und nach alle besetzt. Bis Mitte September. Jedoch gibt es je nach Bedarf auch kürzere Bewachungszeiten.

Weiter erzählt Hecken, dass die ehrenamtlichen Rettungsschwimmer nicht nur aus dem Norden kommen, sondern sich jedes Jahr aufs Neue viele aus dem gesamten Bundesgebiet melden und sogar aus den benachbarten Ländern. Besonders beliebt ist Fehmarn bei den Nordrhein-Westfalen und den Niedersachsen. Wer hätte gedacht, dass sie lieber an die Ost- als an ihre Nordsee kommen. „Die bleiben dann zum Teil auch bis zu vier Wochen, weil es ihnen auf Fehmarn gut gefällt“, freut sich Einsatzleiter Hecken. Aber normalerweise dauern die Einsätze zwischen einer und drei Wochen. Der gängige Wechselturnus sei 14 Tage. Es gebe sogar einige, die mehrmals im Jahr Dienst leisten, beispielsweise in der Vor- und in der Nachsaison.

„Die Wachleiter kennen sich alle untereinander. Die meisten machen schon 15 bis 20 Jahre Dienst“, erläutert Wachleiter Heinz Lange, der selbst im 51. Jahr Wache schiebt. Lothar Weichert ist seit 35 Jahren dabei. Ziemlich neu im Team als Rettungsschwimmerin ist Ellen Habenicht. Die Fehmaranerin freut sich, erste Erfahrungen an der Seite der „alten Hasen“ machen zu dürfen. So hat sie beispielsweise im vergangenen Jahr die Triathlon-Athleten bei der Disziplin Schwimmen in der Ostsee begleitet.

Glücklicherweise habe es am Strand von Burgtiefe bisher noch keine dramatischen Badeunfälle gegeben. Jedoch sei man für den Ernstfall sehr gut ausgestattet, unter anderem mit dem Rettungsboot, betont Lange.

„In diesem Jahr haben wir den Luxus, dass wir für die Hauptsaison so viele Bewerber haben, die hier auf der Insel Dienst tun möchten, dass wir noch mehr Kräfte einsetzen könnten als nötig und sogar einigen absagen mussten,“ ergänzt DLRG-Einsatzleiter Hecken. Dafür werden aber für Juni noch Rettungsschwimmer gesucht. Manchmal sei es schwierig, außerhalb der Schul- und Semesterferien genügend Leute zu finden. Wer also mindestens das silberne deutsche Rettungsschwimmabzeichen besitzt und Lust hat, einen Strand auf Fehmarn zu bewachen, kann sich im Internet unterwww.dlrg.de/zwrdk bewerben.

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