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Der Baukörper der neuen Zweifeldhalle mit einer Fensterfront zur Südseite und einem integrierten Sportlerheim mit Terrasse (r.).

Siegerentwurf für Neubau einer Zweifeldhalle in Landkirchen stammt aus Dresden

Weber: „Eine coole Geschichte“

Fehmarn –hö– Sie steht im Sportentwicklungskonzept der Stadt Fehmarn ganz oben auf der Prioritätenliste der relevanten Maßnahmen und wird im städtischen Ortsentwicklungskonzept als Schlüsselprojekt geführt – die Zweifeldsporthalle in Landkirchen. Mit der Bekanntgabe des Siegers im Realisierungswettbewerb hat das Projekt die nächste Planungshürde genommen. Sieger ist das Büro Rieger Architektur aus Dresden.

  • Siebenköpfige Jury hat entschieden
  • Handballpunktspiele auch in Landkirchen möglich
  • Zuschauerraum für 30 bis 40 Personen

Beste Lösung für Schul- und Vereinssport

„Wir haben sowohl für den Schul- und Vereinssport als auch für Landkirchen die beste Lösung gefunden“, ist Bürgermeister Jörg Weber überzeugt. Neben vier freien Architekten aus Hamburg, Kiel und Lübeck gehörte Weber zusammen mit den Fachbereichsleitern Benjamin May (Bauen und Häfen) und Hans-Jürgen Schimpf (Kinder, Jugend, Sport, Kultur und Schule) der siebenköpfigen Jury an, die die eingegangenen Projektvorschläge bewertete. Der Wettbewerb war im Mai gestartet worden und konnte am 2. November zum Abschluss gebracht werden. Die Entscheidung der Jury sei einstimmig gewesen, habe es nach Webers Worten ein eindeutiges Votum für den Entwurf der Dresdner Architekten gegeben. Auf hervorragende Weise sei es dem Gewinner gelungen, „die Anforderungen des Raum- und Funktionsprogramms sowie den Anspruch an ein innovatives Gebäude in einer nachhaltigen und ästhetisch anspruchsvollen Architektur umzusetzen“, heißt es vonseiten der Jury. Der Baukörper der Sporthalle ist kompakt und wird von einem niedrigen Kranz unterschiedlicher Nebenräume eingefasst.

Südlich der neuen Zweifeldhalle sind die beiden Sportplätze gelegen, rechts der Kindergarten.

Der Clou: Die Sporthalle öffnet sich nach Süden zu den Sportplätzen und der in Ost-West-Richtung verlaufenden Wegeverbindung. Der Haupteingang im Westen ist zur Schule ausgerichtet und bietet insbesondere den Grundschülern einen attraktiven Eingang. Der Zugang zum Sportlerheim ist im Osten des Gebäudes platziert. Er profitiert von der Südlage und hält mit seiner großzügigen Terrasse einen Blick auf und über die Sportplätze bereit. „Das ist eine coole Geschichte, wir sind froh, dass wir das hinbekommen haben“, freut sich Fehmarns Verwaltungschef. Die Halle wird auch so groß sein, dass Handballpunktspiele möglich sind. Zudem soll es einen Zuschauerraum für 30 bis 40 Personen geben. „Es ist den Verfassern gelungen, einen klaren, geradlinigen und gut proportionierten Baukörper zu entwerfen, der neben gestalterischen Qualitäten auch in seiner Funktionalität überzeugen kann“, zeigt sich die Vorsitzende des Preisgerichts, Nicole Stölken, überzeugt von dem ausgewählten Konzept. „Das Architekturbüro Rieger Architektur aus Dresden versteht es, eine ansprechende Architektur mit seiner feinen Holzfassade mit einem ressourcen- und kostenbewussten Ansatz zu verknüpfen“, heißt es weiter. Dem geplanten Neubau müssen die kleine Bestandshalle sowie das Vereinsheim des RSV Landkirchen weichen. Vereinsheim und Terrasse des Sportheims werden aber wieder in den Neubau integriert. Der zweite Preis beim Realisierungswettbewerb ging an das Büro iproplan Planungsgesellschaft mbH aus Chemnitz, der dritte Preis an das Berliner Büro Sander Hofrichter Planungsbüro. Insgesamt war eine Summe von 20000 Euro ausgelobt worden. Der Gewinner erhält 10000 Euro, an den Zweit- und Drittplatzierten gehen 6000 beziehungsweise 4000 Euro. Alle drei Wettbewerbsbeiträge sollen im Rahmen einer Ausstellung der Öffentlichkeit präsentiert werden. Einen Termin gibt es nach Mitteilung der Stadtverwaltung noch nicht, die Corona-Pandemie lässt eine Veranstaltung dieser Art noch nicht zu. Die Stadt Fehmarn hofft auf eine Projektförderung aus dem Investitionspakt Sportstättenförderung 2020. Einen entsprechenden Dringlichkeitsantrag hatte die Stadtvertretung in ihrer jüngsten Sitzung Ende September verabschiedet.

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