Wasserrettung auf Fehmarn: Wachführertagung / Verbesserungspotenziale diskutiert

Weichen für Zukunft gestellt

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An der Besprechung auf Einladung des Tourismus-Service nahmen die auf Fehmarn eingesetzten Wachführer der DLRG-Stationen, der DLRG-Einsatzleiter Küste, Klaus Holger Hecken (r.) sowie Mitarbeiter des Tourismus-Service Fehmarn teil.

Fehmarn –nic/ga– Wo gibt es Optimierungsbedarf? Was hat sich bewährt? Die Badesaison 2019 liegt hinter Fehmarn und den ehrenamtlichen Einsatzkräften des Zentralen Wasserrettungsdienstes Küste (ZWRD-K), schon haben die Lebensretter der DLRG 2020 im Blick

Im Rahmen einer Wachführertagung, zu der der Tourismus-Service Fehmarn (TSF) am Wochenende, übrigens bereits zum nun dritten Mal, auf Fehmarn eingesetzte Wachführer der TSF-Stationen sowie Klaus Holger Hecken, Einsatzleiter Küste Schleswig-Holstein, Zentraler Wasserrettungsdienst (ZWRD-K), eingeladen hatte, ging es nach einer Bilanz der gerade beendeten Saison nicht zuletzt darum, den Material-, wie auch Personalbedarf für 2020 abzustimmen.

Insbesondere Verbesserungspotenziale hinsichtlich der Ausrüstung sowie die Form der Unterbringung der ehrenamtlichen Kräfte, von denen bereits viele seit mehreren Jahrzehnten mit Fehmarn treu verbunden sind und ihre Urlaubstage dafür verwenden, für Sicherheit der Badenden im und am Wasser zu sorgen, nahmen im Gespräch Raum ein. Eingeladen waren die Wachführer der TSF-Stationen, der DLRG-Wasserrettungsstationen am Südstrand, in Bojendorf, am Grünen Brink und in Meeschendorf.

Optimierungen und Aufwertungen seien nicht nur erforderlich, um den Lebensrettern das stets richtige Arbeitsgerät an die Hand zu geben, um Menschenleben zu retten. Es könne auch einen Beitrag dazu leisten, die Wachgänger, die stellenweise bereits seit 30 Jahren auf Fehmarn ihren ehrenamtlichen Dienst versehen würden, an die Stationen auf Fehmarn zu binden. In diesem Zusammenhang nimmt das Stichwort Qualität natürlich eine nicht zu unterschätzende Rolle ein.

So soll der Politik schmackhaft gemacht und vorgeschlagen werden, Geld für die Anschaffung von drei neuen Wachcontainern am Südstrand zur Verfügung zu stellen. Die bisherigen sind in die Jahre gekommen, so Klaus Holger Hecken. Die Container sollen über ein begehbares Dach verfügen, für den besseren Ausblick über den jeweiligen Strandabschnitt.

Schon einmal fiel diese Errungenschaft dem Rotstift zum Opfer, so Tourismuschef Oliver Behncke, der mit seinem Vertreter Volker Aermes am Gespräch teilgenommen hatte. Jetzt hoffen die DLRG-Einsatzkräfte darauf, die alten Container zur Saison 2020 durch neue ersetzen zu können. Kostenpunkt: rund 70000 Euro.

Es seien nicht immer große Sachen. Mal sei es ein Fernglas, mal gehe es um die Anschaffung von Gurtrettern, eine Weiterentwicklung der Rettungsboje, die die Arbeit des Schwimmers und die Situation des zu Rettenden erheblich erleichtere, wie Klaus Holger Hecken die Vorzüge des Gurtretters hervorhob.

Für den Standort Grüner Brink sei im Rahmen der Wachführertagung über einen erhöhten Ausguck gesprochen worden, um einen besseren Überblick über das Strandgeschehen zu haben, was von der Station aus derzeit nicht möglich sei, so Tourismuschef Oliver Behncke.

Der findet die Idee gut, Fahrräder für die Wachgänger anzuschaffen, damit sie mobiler seien und schneller von A nach B kämen. Behncke will die Vorschläge recht bald an die Politik herantragen, damit vielleicht schon im Winter mit der ein oder anderen Umsetzung begonnen werden könne, schwebt dem Tourismuschef vor.

Der nutzte die Tagung auch dafür, um sich bei allen Einsatzkräften, den Wachführern und den zahlreichen Rettungsschwimmern für ihre ehrenamtliche Arbeit zu danken.

Der Wasserrettungsdienst wird ab Mai bis September durchgeführt, in Einzelfällen bis in den Oktober hinein. Unterkunft und Verpflegung werden gestellt.

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