Der Weihnachtsbaum auf dem Burger Marktplatz
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Hell erleuchtet in der dunklen Nacht: Der Weihnachtsbaum steht und strahlt auf dem Burger Marktplatz.

Weihnachten 2020

Ein frohes Weihnachtsfest 

  • Nicole Rochell
    vonNicole Rochell
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Weihnachtsgrüße des Burg-Verlages.

„Markt und Straßen stehn verlassen, still erleuchtet jedes Haus (…).“ – In diesem Jahr bekommt der Anfang des häufig zitierten Gedichts „Weihnachten“ von Joseph von Eichendorff einen ganz anderen Sinn. 

Wir vermissten in den vergangenen Wochen die Weihnachtsmärkte mit fröhlichen Menschen, die, vorweihnachtlich beseelt, für gewöhnlich gesellige Glühweinrunden und adventliche Schlemmereien genießen. Aber vor allem, und das bereits das ganze Jahr über, die Sozialkontakte, die Gesellschaft von Menschen in unserem nahen Umfeld, die unser Leben, unsere Welt, so viel bunter machen. 

Was würden wir heute bloß dafür geben, dicht an dicht in überfüllten Kaufhäusern, drangsaliert von Ohrenquälern wie „Last Christmas“ oder der x-ten Auflage von „Jingle Bells“ in der musikalischen Endlosschleife, im größten Stress gehetzt mit vielen anderen Panikkäufern auf Last-Minute-Geschenke-Shopping gehen zu können? Noch vor einigen Monaten um diese Zeit hätte diese Vorstellung mindestens so abschreckend auf uns gewirkt wie all die Hiobsbotschaften, die die Corona-Krise seit einem Jahr fast täglich produziert: rasant steigende Infektionszahlen und Todesfälle, Kurzarbeit und Insolvenzen, die die Stimmung gewaltig drücken. Und kurz vor Weihnachten wird uns jetzt auch noch die Nachricht einer Corona-Mutation aus Großbritannien, die derzeit europaweit für große Beunruhigung sorgt, unter die Tanne gelegt.

Was denn noch alles, fragt man sich? Doch auch, wenn wir das Jahr am liebsten zum Teufel schicken würden, freuen wir uns selbst auf dieses Weihnachtsfest – wenn auch unter gänzlich anderen Vorzeichen. Denn altbekannte, vertraute Symbole bleiben, verändern sich nicht. Das Licht der Kerzen, in das wir schauen, der geschmückte Baum, liebevoll dekoriert. Das Leuchten der Augen der Kinder, die freudig ihre Geschenke auspacken, leckeres Essen und die Weihnachtslieder, die jeder mitsingen kann.

Keksboxen mit Mürbeteigplätzchen, sich an die eigene Kindheit und die Weihnachtsfeste erinnern, als noch eifrig Wunschzettel ans Christkind geschrieben wurden. Für den einen sind es gute Gespräche in, wenn auch diesmal dezimierten, Familien- oder Freundeskreisen, für andere Zeiten der Besinnung, fernab der Hektik des Alltags oder die Teilnahme an einem der Gottesdienste, für die man sich diesmal anmelden musste.

Was es auch sein mag. Wir wünschen Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, dass sich für Sie am heutigen Heiligen Abend und den Weihnachtstagen erfüllen möge, was Weihnachten bedeutet und dass Sie ihn spüren, diesen Zauber, der trotz der schwierigen Zeit eines verspricht: Zuversicht und Hoffnung auf ein gutes, hoffentlich besseres 2021. 

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