Stephanie Jones, Lulo Reinhardt, Alexey Krupsky und Yuliya Lonskaya bei „Nacht der Gitarren“

Das Weltbeste der Gitarrenmusik

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Alexey Krupsky (Ukraine).

Fehmarn –nic– Unter dem Label „International Guitar Night“ sind sie vereint, die aufregendsten Protagonisten der internationalen Akustikgitarren-Szene. Die deutsche Ausgabe trägt den Titel „Nacht der Gitarren“ und versammelt auch bei dieser Festivaltour, die einmal mehr Station auf Fehmarn machen wird, die weltbesten Akustikgitarristen, die ihre neuesten Originalkompositionen sowie Coverversionen spielen werden.

Stephanie Jones (Australien).

  • Die weltbesten Akustikgitarren zu Gast
  • Vier Topmusiker am 31. Oktober in der Petersdorfer St.-Johannis-Kirche
  • 80 Zuschauer zugelassen
Zu jeder Tour – diese bittet am 31. Oktober (Sonnabend) um 20 Uhr in der Petersdorfer St.-Johannis-Kirche vier Topmusiker zum Saitenspiel der Extraklasse –, wird eine neue Riege von Gitarren-Koryphäen dargeboten, um den speziellen Abend mit Solo-, Duett- und Quartett-Auftritten zu gestalten und die Virtuosität und Vielfalt innerhalb der Akustikgitarrenwelt herauszustellen. Die „Nacht der Gitarren“ wird zum Gipfeltreffen der besten Akustikgitarren-Virtuosen, die Deutschland und die Ukraine, Weißrussland und Australien zu bieten hat. Es führt den deutschen Gypsy-Jazz-Gitarristen Lulo Reinhardt, die Australierin Stephanie Jones, Alexey Krupsky (Ukraine) und die weißrussische Künstlerin Yuliya Lonskaya an der klassischen Gitarre zusammen. „Spannend ist das Festival, weil sich hier nicht nur verschiedene Kulturen treffen, sondern auch jüngere Künstler auf erfahrenere Musiker stoßen. Gerade diese Mischung macht das Geniale bei diesen Konzerten aus. Fans der akustischen Gitarre kommen hier immer auf ihre Kosten, sie lernen jedes Mal neue Talente oder interessante etablierte Künstler kennen“, schwärmt Werner Feldmann, Vorsitzender der Fehmarn-Festival-Group (FFG) in der Ankündigung zum Gitarren-Event vom hohen Standard der Veranstaltung, der einmal mehr zu erwarten sein wird. Und das liegt unzweifelhaft an ihnen:

Stephanie Jones ist die erfolgreichste australische Gitarristin der jungen Generation. Mit ihren energiegeladenen und liebevollen Auftritten fasziniert sie ihr Publikum rund um die Weltkugel. Das Studium bei Koryphäen der Musikwelt brachte ihr eine umfassende künstlerische Bildung und perfektionierte ihre musikalische und emotionale Auffassungsgabe. Ihre Leidenschaft zur Musik begann früh. Multiinstrumental aufgewachsen, fing sie zunächst mit dem Klavier an und lernte bald auch Violine, Viola, Saxofon und Querflöte zu spielen und schätzen. Letztendlich war es aber die Gitarre mit ihrer Klangvielfalt und großen Bandbreite, die ihr besonders ans Herz wuchs und ihre künstlerische Reifung am intensivsten begleitete.

Stephanie Jones ist eine vielfach prämierte

Musikerin

. Unter anderem erlangte sie erste Preise bei der Uppsala International Guitar Competition, dem Hannabach-Musikwettbewerb, und im Jahr 2014 war sie „Young Virtuoso of the Year“ des nationalen australischen Musikverbandes „Fine Music Network.“

Sie graduierte 2018 mit einem Master of Music an der hoch angesehenen Hochschule für Musik Franz Liszt, Weimar. Dort bereitet sie sich seitdem auf ihr Konzertexamen vor. Zuvor schloss sie ein Studium an der Australian National University in Canberra mit Bestnoten ab. In diesen vier Jahren genoss sie in der überaus produktiven Talentschmiede von Timothy Kain und Minh Le Hoang Unterricht und wurde von einer Vielzahl verschiedener Australischer Institutionen und Stipendien gefördert. Sie ist Preisträgerin zahlreicher nationaler und internationaler Musikwettbewerbe und anderer Auszeichnungen.

Stephanie Jones hat in ihrem jungen Alter bereits mehrere internationale Konzerttourneen gespielt und brilliert auch als erfolgreiche Kammermusikerin, unter anderem mit dem „Weimar-Guitar-Quartet“. Ihr künstlerisches Schaffen ist in bisher zwei

Alben

dokumentiert: Colours of Spain (2015) und Bach, the Fly and the Microphone (2009).

Alexey Krupsky wurde 1978 in Kiew geboren. Mit vier Jahren begann er, Violine zu spielen und verbrachte viele Jahre in der „Studio Schule“ des Staatlichen Moskauer P.-I.-Tschaikowski-Konservatoriums, die bekannteste musikalische Ausbildungsstätte Russlands.

Mit sieben Jahren erhielt Alexey Krupsky seine ersten Gitarrenstunden beim bekannten ukrainischen Jazzgitarristen und Pädagogen Wladimir Molotkow, mit dem er später als Duettpartner auftrat. 1999 wurde er Mitglied der Gruppe „Jazz-Impression“, mit der er 2000 seine erste CD aufgenommen hatte. 2002 absolvierte er sein Studium an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ im Fach Jazzgitarre in Berlin. Schon während der Studienzeit hatte er viele Auftritte in Berliner Jazzclubs, spielte bei zahlreichen Jazzfestivals und machte Filmmusik-Aufnahmen für ZDF und arte. Er teilte die Bühne unter anderen mit Giorgio Crobu, Thibault Falk, Alex Wagner, Roman Hrynkiv, R. Prasanna, Lulo Reinhardt, Jean-Paul Bourelly, Quique Sinesi, Andrea Marcelli und Katharine Mehrling.

Moderner Jazz und Flamenco

Alexey Krupskys Spiel ist stark beeinflusst von modernem Jazz und Jazz-Fusion, aber auch von lateinamerikanischer Musik, Flamenco, Gipsy-Jazz, indischer Musik. Mit diversen Musikprojekten konzertierte er in Frankreich, Polen, in der Ukraine, in Russland, Indien, Aserbaidschan, Spanien, Dänemark, Tschechien. Seit 2011 ist er Jurymitglied, Mitorganisator und Gastmusiker beim Internationalen Gitarrenfestival und Wettbewerb „AprelkieVetvi“ in Kiew.

Mit Lulo Reinhardt spielte er bereits etliche Male zusammen, und wird es auch in Petersdorf am 31. Oktober wieder tun. Denn auch Lulo Reinhardt ist bei der „Nacht der Gitarren“ dabei. Mit seinem Namen verbindet man World music und Latin-Swing. Er ist ein

Gitarrenvirtuose

mit unverkennbaren Wurzeln.

1961 erblickte er das Licht der Welt in Koblenz, wächst in der Tradition der Sinti auf, in der die Musik von Django Reinhardt eine sehr große Rolle spielt.

Durch die Plattensammlung seines Vaters Bawo Reinhardt, der sein erster Gitarrenlehrer und Mentor bis zu seinem Tode 2013 war, wurde Lulo schon als Fünfjähriger inspiriert. Über 20 Jahre spielte er in der familieneigenen Band, dem „Mike-Reinhardt-Sextett“.

Mit zwölf Jahren hatte er den ersten Auftritt als Rhythmusgitarrist, später auch als Bassist bis 1993. Dann gründete er mit seinem Vater und seinem Cousin Bavo Dége die Band „I Gitanos“. Stolz auf ihre Wurzeln, nahm die Band drei CDs in ihrer eigenen Sprache Romanes auf und brachte somit neben ihrer musikalischen Qualität auch einem breiteren Publikum die Kultur der Sinti und Roma näher.

Mit dem Tod des Vaters 2013 löste sich „I Gitanos“ auf. 2002 gründete er seine eigene Band „Lulo-Reinhardt-Project“, ab 2008 entstand aus diesem Projekt das „Lulo-Reinhardt-Latin-Swing-Project“

2012 wurde ein Film gedreht über die Familie Reinhardt, „Newo Ziro“ („Neue Zeit“), der bereits mehrmals auf Phoenix ausgestrahlt wurde. In dem folgenden Film „Desert Inspiration“ geht es um die Verbindung von Kultur, Berber und ihre Musik in Marokko.

Reinhardt spielte mit Daniel Stelter und Yuliya Lonskaya, die ebenfalls bei der „Nacht der Gitarren“ die Saiten ihres Instruments schlagen, zupfen, streichen wird, CDs ein.

Indien: Back to the roots

Im Dezember 2017 wurde dann ein großer Traum wahr. Lulo Reinhardt besuchte Kalkutta (Indien), Ursprung seiner Wurzeln, der Sinti und Roma. Dort nahm er eine

CD „Gypsy meets India“

mit seinem Freund Debhashish Bhattacharya und seinem langjährigen Wegbegleiter Uli Krämer auf.

Das Konzertleben der weißrussischen Künstlerin Yuliya Lonskaya ist besonders reich an Auftritten mit den angesehensten Sinfonie- und Kammerorchestern Russlands. Ihre Gastspiel-Reichweite erstreckt sich bereits über mehrere Kontinente: Hier findet man USA und Puerto Rico, Deutschland und Österreich, Russland und die Ukraine, Zypern und Bulgarien, Polen und Moldawien, Spanien und Italien.

Die begnadete Musikerin war die erste weißrussische Gitarristin auf der Bühne des Tschaikowsky-Konzertsaals in Moskau. Nach dem erfolgreichen Abschluss ihres Studiums an der Weißrussischen Musikakademie in Minsk setzt Yuliya ihr Studium in Karlsruhe und Siena fort. Zu ihrer künstlerischen Entwicklung haben diverse Meisterklassen beigetragen. 2011 studierte sie Gesang bei der brasilianischen Sängerin Viviane de Farias.

Yuliya Lonskaya ist Preisträgerin internationaler Wettbewerbe in Polen, Großbritannien, Serbien und Italien, nahm an Festivals wie dem Internationalen Festival „Virtuosen der Gitarre“, dem Internationalen Kammermusikfestival „Comeback“ in Moskau, dem Gitarrenfestival in Wrozlaw (Polen), dem Internationalen Festival der Siebensaitigen Gitarre in Iowa-City (USA) und den Burghofspielen Rheingau Sommer teil.

„Gypsy meets Classic“

Zu den Projekten außerhalb ihrer Solokarriere gehört ihre Teilnahme im

Gitarrenquartett

Fortissimo, im Duo mit dem russischen Stargitarristen Dimitri Illarionov und im Duo Rosso mit Olga Reiser (Flöte). 2007 hat sie im siebensaitigen „Russian-Guitar-Quartet“ mitgewirkt. Seit 2017 tritt sie mit dem berühmten Gitarristen Lulo Reinhardt mit dem Programm „Gypsy meets Classic“ auf.

Bei ihren eigenen Classic-, Folk-, Jazz- und Bossa Nova-Arrangements, die sie in frischem, einzigartigen Stil einspielt, kommt die russische Seele der großen Gitarristin unverwechselbar zum Vorschein.

Für die „Nacht der Gitarren“ in der Petersdorfer St.-Johannis-Kirche sind maximal 80 Zuschauer/-hörer erlaubt. Das Ticket kostet 25 Euro. Anmeldungen für das Fest für Gitarrenbegeisterte können ab sofort per Mail an wernerfeldmann@t-online.de vorgenommen werden.

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