Bundestagswahl Fehmarn Wahlplakate
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Eine Stellwand für Wahlplakate zur Bundestagswahl. Insgesamt stehen in Schleswig-Holstein 22 Parteien mit einer Landesliste zur Wahl.

10866 Bürger auf Fehmarn stimmberechtigt

Wer tritt das Erbe von Angela Merkel an?

  • Patrick Rahlf
    VonPatrick Rahlf
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  • Andreas Höppner
    Andreas Höppner
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Am Sonntag (26. September) ist Bundestagswahl. Auf Fehmarn sind 10866 Bürgerinnen und Bürger aufgerufen, ihre Stimme für die Besetzung des 20. Bundestages abzugeben.

  • Im Wahlkreis Ostholstein/Stormarn-Nord sind mehr als 183000 Menschen abstimmungsberechtigt.
  • Viel mehr Menschen werden dieses Mal per Briefwahl abstimmen als noch im Jahr 2017.
  • Alle Wahllokale auf Fehmarn sind barrierefrei.

Fehmarn – Nach 16 Jahren Angela Merkel als Bundeskanzlerin ist die Wahl zum 20. Deutschen Bundestag am Sonntag (26. September) richtungsweisend. Was oder wer kommt nach der Merkel-Ära? Welche Partei wird die Mehrheit der Stimmen holen, ist eine weitere Frage. Und eine noch viel spannendere lautet, welche Parteien später koalieren und die künftige Regierung stellen werden. Ostholstein bildet mit Stormarn-Nord den Wahlkreis 9, in dem mehr als 183000 Menschen stimmberechtigt sind, darunter 167500 Ostholsteiner.

Auf Fehmarn sind am Sonntag 10866 Bürger aufgerufen, ihre Stimme abzugeben, 352 mehr als vor vier Jahren. Trotzdem dürften die Wahlvorstände in den zwölf Wahllokalen, die von 8 bis 18 Uhr geöffnet sind, weniger Zulauf haben, denn die Zahl der Briefwähler ist gegenüber der letzten Bundestagswahl rapide gestiegen. Bis gestern, 11 Uhr, hatten nach Angaben von Fehmarns Wahlleiter Jan Stender 3466 Wahlberechtigte Briefwahlunterlagen beantragt, und 3213 von ihnen die Unterlagen zurückgeschickt. Knapp ein Drittel aller wahlberechtigten Fehmaraner hat bereits abgestimmt. Vor vier Jahren hatte es lediglich 1829 Briefwähler auf Fehmarn gegeben.

Sämtliche Wahllokale sind barrierefrei. Wie bereits bei der Bürgermeisterwahl im Frühjahr befindet sich das Wahllokal im Wahlbezirk 2 in der Montessorischule. Laut Wahlleiter Jan Stender gibt es bei der Bundestagswahl auch einen Briefwahlvorstand, der im Verwaltungsgebäude die Auszählung der per Briefwahl abgegebenen Stimmen vornimmt. Allerdings wurde der Briefwahlvorstand auf zwölf Personen aufgestockt, da es viel mehr Stimmen auszuzählen gibt als in den regulären Wahllokalen, wo sechs Personen den Wahlvorstand bilden. 

Mit der Erststimme werden wie gehabt die Direktkandidatinnen und -kandidaten gewählt, mit der Zweitstimme die Parteien. 

Wer holt das Direktmandat?

Für die hiesigen Bundestagsabgeordneten Ingo Gädechens (CDU) und Bettina Hagedorn (SPD) enden in diesen Tagen ereignisreiche und vor allem arbeitsintensive Wahlkampfwochen. Aber natürlich wollen noch weitere Kandidaten aus Ostholstein in den Bundestag einziehen, die alle mit der Erststimme gewählt werden können: Jörg Hansen (FDP), Jakob Brunken (Grüne), Uwe Witt (AfD), Susanne Spethmann (Linke), David Gutzeit (Freie Wähler), Michael Metzig („dieBasis“) sowie Einzelkandidat Mergim René Schlüter.

Bei den letzten drei Bundestagswahlen gingen die meisten Stimmen im Wahlkreis 9 jeweils an Ingo Gädechens. 41,5 Prozent der Erststimmen entfielen 2017 auf den Christdemokraten von der Insel Fehmarn, auf 30,6 Prozent brachte es Bettina Hagedorn. Gädechens steht in diesem Jahr auf Platz drei der CDU-Landesliste, Hagedorn auf vier. 

Eine öffentliche Präsentation der Ergebnisse oder gar eine Wahlparty im Kreishaus wird es nicht geben. Ab 18.30 Uhr wird mit den ersten Ergebnissen gerechnet.

Die Stadt Fehmarn wird die Ergebnisse aus den einzelnen Wahllokalen nicht auf ihrer Homepage präsentieren, dafür, so Stender, werde es einen Link zur Kreisseite geben. Denn erstmals gebe es kreisweit ein einheitliches System, sodass sämtliche Ergebnisse zentral veröffentlicht werden können. Auf fehmarn24.de ist selbstverständlich ein Liveticker geschaltet. 

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