Ehrenbürgervorsteher Uwe Hardt redet den Stadtvertretern ins Gewissen

„Wer wird der Nächste sein?“

Christiane Dittmer (v.l.), Reiner Haselhorst (v.r.), Hans-Peter Thomsen (M.l.) und Gunnar Mehnert (M.r.) – sie alle haben nach der Kommunalwahl die Partei und/oder Fraktion gewechselt. Das kritisierte Sozialdemokrat Uwe Hardt (h.M.).

FEHMARN -hö- In der Einwohnerfragestunde der Stadtvertretersitzung sah sich Ehrenbürgervorsteher Uwe Hardt genötigt, den 23 Stadtvertretern kurz vor dem Weihnachtsfest noch einmal ins Gewissen zu reden.

Die Vielzahl der Partei- und Fraktionsaustritte sowie die Neugründung einer Fraktion haben den Sozialdemokraten ziemlich nachdenklich gemacht. Der Wählerwille werde nicht nur verfälscht, sondern auch missachtet, kritisierte Hardt. Binnen eines halben Jahres hatte sich zunächst Christiane Dittmer aus der FDP verabschiedet und als Parteilose der CDU-Fraktion angeschlossen. Dann kehrte Reiner Haselhorst der CDU den Rücken und wechselte zu den Freien Wählern, ehe vor drei Wochen Gunnar Mehnert und Hans-Peter Thomsen die SPD-Fraktion verließen und vor einer Woche die WUW-Fraktion aus der Taufe hoben (wir berichteten). „In dieser Anzahl ist das ein einmaliger Vorgang“, empörte sich Hardt. Sollten die Stadtvertreter Gewissensprobleme haben, dann sollten sie ihr Mandat zurückgeben, meinte der Ehrenbürgervorsteher, der zu dem Schluss kam, dass die Stadtvertretung sich viel zu sehr mit sich selbst beschäftige. Und eine weitere Fraktion würde im Jahr auch noch rund 2 000 Euro an Kosten verursachen, ergänzte Hardt, der provokant die Frage in den Raum stellte: „Wer wird der Nächste sein?“

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