Großbrand in Lensahn keine Brandstiftung

Wieder am Netz

LENSAHN -mb- Gegen 5.40 Uhr brach am Dienstagmorgen ein Feuer auf dem Recyclinghof in Lensahn aus, das sich binnen kurzer Zeit zu einem Großbrand entwickelte und im Laufe der Löscharbeiten bis zu 160 Feuerwehrleute zum Einsatz kommen ließ (wir berichteten). Erst am Mittwochmorgen, gegen 2 Uhr, war das Feuer vollständig gelöscht. Die Feuerwehr richtete in der Nacht eine Brandwache vor Ort ein.

Eine 110-kV-Leitung, die über den Recyclinghof verläuft, musste kurz vor 9 Uhr am Dienstagmorgen abgeschaltet werden. Ab 18.51 Uhr hatte SH Netz wieder alle Haushalte versorgt, nachdem kurz zuvor die Freigabe der Stromleitung durch die Feuerwehr erfolgte.

Der Betreiber war nach eigener Aussage mit bis zu 30 Personen im Einsatz, um „die Kunden so schnell wie möglich wieder ans Netz zu nehmen“. Das Unternehmen hatte vorsorglich zwölf Notstromaggregate aus den umliegenden Standorten in Pönitz, Bad Segeberg und Ahrensburg zusammengezogen – mehr als 20 weitere aus ganz Schleswig-Holstein waren vorbereitet, um an möglichen kritischen Orten wie Schmutzwasser- und Wasserpumpen zu unterstützen, heißt es vonseiten SH Netz-Pressestelle.

Durch die Abschaltung des Stroms kam es zu einer mehrstündigen Beeinträchtigung der Funktionalität einer Basisstation des Digitalfunks und ihrer Verbindung zur zugehörigen Vermittlungsstelle, erklärt Ulli Fritz Gerlach von der Pressestelle der Polizei in Lübeck. Dies habe man durch benachbarte Basisstationen weitestgehend kompensieren können. „Der Funkbetrieb war so nur geringfügig beeinträchtigt. Nach derzeitigem Stand entstanden keine störenden Auswirkungen auf Einsatzverläufe“, so Gerlach.

Am Mittwochnachmittag teilte die Polizei außerdem mit, dass die Ermittlungen keinerlei Anhaltspunkte für eine Straftat ergeben hätten. „Es muss vielmehr davon ausgegangen werden, dass sich bei der Vermengung der unterschiedlichen Metalle und Gegenstände in dem Metallhaufen auch elektrische Gegenstände wie Akkus befunden haben, von denen elektrische Energie abgegeben wurde“, erklärt Polizei-Pressesprecher Dierk Dürbrook die wahrscheinliche Ursache für den Großbrand in Lensahn.

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