Austausch des defekten Tragseils an der Fehmarnsundbrücke an Bedingungen geknüpft

Bis Windstärke 4 und 20 Grad

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Jürgen Zuch vom Amt Oldenburg-Land und Fehmarns Bürgermeister Jörg Weber.

OLDENBURG -hö- Das Dialogforum Feste Fehmarnbeltquerung tagte am Donnerstag im Gewerbezentrum Oldenburg bereits zum 24. Mal. Die Zahl der Neuigkeiten zum Milliardenprojekt Feste Fehmarnbeltquerung (FFBQ) war aber überschaubar. Gleichwohl hatte DB-Projektleiter Bernd Homfeldt einige wenige neue Fakten im Gepäck.

So teilte er mit, dass der Tausch des defekten Tragseils an der Fehmarnsundbrücke für Ende April vorgesehen sei. Die Arbeiten an exponierter Stelle sind aber stark abhängig von der Witterung. Laut Homfeldt dürfe der Wind nur in einer Stärke von 4 Beaufort blasen und parallel müsse eine Außentemperatur von 20 Grad herrschen. Das könnte die Zahl der Tage, an der ein Seiltausch möglich ist, doch ein wenig eingrenzen.

Projektleiter Bernd Homfeldt.

Ferner machte der DB-Projektleiter eine Beispielrechnung auf für einem Schienenersatzverkehr zwischen Puttgarden und Lübeck, der während der rund vierjährigen Vollsperrung der Bahnstrecke zwischen Puttgarden und Haffkrug angedacht ist, damit die Strecke im Nordkreis zweigleisig ausgebaut werden kann. Rund 45 Minuten mehr müssten dann für eine Tour eingeplant werden, schätzt Homfeldt. Noch sei aber kein konkretes Konzept entwickelt worden, dafür sei es noch zu früh. Ende 2018, Anfang 2019 könnte das thematisiert werden. Konzepte für den Schienenfernverkehr zwischen Hamburg und Puttgarden würde es auch noch nicht geben. Hier bedürfe es noch der Abstimmung mit der dänischen Seite. Fest stehe aber, dass der Fernverkehr während der Bauphase in Deutschland und Dänemark nicht über die Vogelfluglinie geführt werde, so Homfeldt. Hier hakte Landrat Reinhard Sager ein, dass es für die Tourismusregion Ostholstein von entscheidender Bedeutung sei, konkrete Zeiträume zu kennen, in denen keine ICE verkehrten. Homfeldt sagte zu, Gespräche mit Banedanmark führen zu wollen.

Jürgen Zuch vom Amt Oldenburg-Land verwies auf die aus der Region permanent an die Vorhabenträger herangetragene Forderung, Planung und Ausführung des Ausbaus von Straße und Schiene mit-einander abzustimmen.

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