Campingplatz Insel-Camp Fehmarn bekommt erneut EU-Ecolabel

„Wir sind Vorreiter“

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Ausgezeichnet: Katherin Kleingarn erhält das EU-Ecolabel, das ihr Henning Scholtz (r.) überreicht. Mit dabei: Wolfgang Pfrommer vom Campingplatzberater Ecocamping.

Fehmarn –mb– Fehmarn ist die Insel der Campingplätze, und Auszeichnungen unterschiedlicher Couleur sind keine Seltenheiten. Nun wurde das Insel-Camp Fehmarn ein weiteres Mal mit dem EU-Ecolabel ausgezeichnet. Das Label ist ein europaweit anerkanntes Umweltzeichen, das für Verbraucher eine Referenz in Sachen umweltfreundlicher Produkte und Dienstleistungen ist.

Inhaberin Katherin Kleingarn hatte die Bestätigung für die ökofreundliche Arbeit Anfang Dezember beim Norddeutschen Campingtag entgegengenommen. Überreicht wurde ihr die Auszeichnung von Henning Scholtz, der im Auftrag des Umweltbundesamts und der EU-Kommission bei der RAL, dem Deutschen Institut für Gütesicherung und Kennzeichnung, für das EU-Ecolabel verantwortlich ist. „Das Label wurde an neue Anforderungen angepasst und ist so noch nachhaltiger“, betont Scholtz und hofft auf Nachahmer – denn bisher sind es außer dem Insel-Camp nur zwei weitere Plätze im Schwarzwald, die diese Auszeichnung ihr Eigen nennen dürfen.

Für Katherin Kleingarn ist die Auszeichnung nicht nur ein nettes Extra: „Das EU-Umweltzeichen ist für unsere umweltbewussten Gäste ein entscheidendes Kennzeichen für die Auswahl ihres Urlaubsorts. Wir merken deutlich, dass Umweltschutz für immer mehr Camper wichtig ist.“ Auch wenn der Umweltschutz gerade in letzter Zeit – berechtigterweise – allgegenwärtig sei, so Kleingarn, hätten doch ihre Eltern bereits 2007 in Eigenregie an einem möglichst umweltfreundlichen Campingplatz gearbeitet. „Das ist schon lange unser Konzept. Wir sind Vorreiter“, so die Inhaberin nicht ohne Stolz. Die erneute Auszeichnung oder auch der EMAS-Award, die höchste europäische Auszeichnung für systematisches Umweltmanagement, geben ihr recht.

22 verbindliche Kriterien mussten und 46 freiwillige Kriterien konnten durch das Insel-Camp für das EU-Ecolabel erfüllt werden. Im September wurde von verantwortlicher Stelle geprüft. Natürlich habe man sich vorbereitet und konkret darauf hingearbeitet, berichtet die Unternehmerin.

Fragt man Kleingarn nach den Maßnahmen, wird schnell klar, dass Umweltschutz, wenn er nicht nur gut gemeint ist, aus einem „Blumenstrauß an Themen“, wie sie sagt, besteht. So nutzt der Campingplatz zu 100 Prozent Ökostrom, betreibt eine kleine Solaranlage, verleiht Elektroroller für die Gäste, versiegelt möglichst wenig Fläche, mulcht seine Grünflächen, achtet auf Bepflanzung aus der Region, stellt ein Lastenrad für Mitarbeiter zur Verfügung, nutzt insektenfreundliche Beleuchtung und hat auch Schwalbennester angelegt

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