Fehmarnbeltdays in Kopenhagen: Europaministerin stellt neuen STRING-Kurzfilmwettbewerb vor

OHT wirbt für die Ostseeregion

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Europaministerin Anke Spoorendonk und Ministerpräsident Torsten Albig lassen es sich auf dem Rathausmarkt in Kopenhagen schmecken

FEHMARN / KOPENHAGEN -hö- Der Ostsee-Holstein-Tourismus (OHT) hat die Chance genutzt, auf den heute in Kopenhagen zu Ende gehenden Fehmarnbeltdays für die Ostseeregion zu werben. So wurde das vom OHT initiierte INTERREG-Projekt „Tourism Innovation Management Fehmarnbelt“ (TIM Fehmarnbelt) vorgestellt. Als Gäste waren auch Ministerpräsident Torsten Albig (SPD) sowie Europaministerin Antje Spoorendonk (SSW) vor Ort.

Albig zeigte sich beeindruckt von den vielfältigen Aktionen. Die Projektpartner von TIM Fehmarnbelt hatten sich nach OHT-Angaben einiges einfallen lassen. Das druckfrische TIM-Fehmarnbelt-Magazin mit buchbaren Angeboten von der deutschen und dänischen Ostseeküste wurde an einem Infostand verteilt, der von Schülern der Berufsbildenden Schule Malente betreut wurde. Im Programm waren außerdem ein Human-Table-Soccer- Turnier mit deutschen, dänischen und schwedischen Mannschaften sowie lokale Spezialitäten: Fischbrötchen direkt vom Kutter und Köstlichkeiten von der Küstenmanufaktur von Fehmarn. Katja Lauritzen: Bekanntheitsgrad steigern „Mit dieser Aktion möchten wir den Bekanntheitsgrad der Ostsee Schleswig-Holstein und der ostdänischen Inseln steigern und deutlich machen, dass es sich um spannende Kurzreiseziele von Kopenhagen aus handelt“, erklärt OHT-Geschäftsführerin Katja Lauritzen. Gerade im Vorfeld und während der Bauphase der Festen Fehmarnbeltquerung, von 2015 bis 2021, sei es von zentraler Bedeutung, eine zielgerichtete, imagebildende Kommunikation mit der Öffentlichkeit zu führen. Zur Eröffnung der internationalen politischen STRING-Konferenz in Kopenhagen hat Ministerpräsident Torsten Albig gestern die große Chancen einer Festen Fehmarnbeltquerung hervorgehoben. „Das STRING-Netzwerk hat es sich zur Aufgabe gemacht, frühzeitig Pläne zu machen für eine Region, die mit dem Tunnel zwangsläufig enger zusammenwächst. Wir wollen die Chancen, die aus dem Tunnelbau entstehen, voll nutzen“, sagte Albig. Zur STRING-Kooperation gehören Schleswig-Holstein, Hamburg, die dänischen Regionen Sjælland und Hauptstadtregion, die Stadt Kopenhagen sowie die schwedische Region Skåne. Spoorendonk stellte gestern vor einem zahlenmäßig großen Publikum im Kopenhagener Rathaus den neuen STRING-Kurzfilmwettbewerb „Geschichten einer Region“ vor: „Beim grenzüberschreitenden Zusammenwachsen der Region im Zuge des Baus der Festen Fehmarnbeltquerung darf die kulturelle Kooperation nicht zu kurz kommen. Dazu leistet der von Schleswig-Holstein initiierte STRING-Kurzfilmwettbewerb einen wichtigen Beitrag.“ Im Februar 2015 soll der Startschuss für den Ideen-Wettbewerb zu den höchstens zehn Minuten langen Produktionen über die Fehmarnbeltregion fallen. Laut Spoorendonk sollten sich junge Filmemacher und Studenten aus der Fehmarnbeltregion angesprochen fühlen. Dazu erklärte Spoorendonk: „Ich freue mich, dass die Fachhochschule Kiel die Federführung übernommen hat und namhafte Film-Institutionen für eine Beteiligung gewinnen konnte. Dazu gehören aus Deutschland die Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein, aus Dänemark die National Film School, das Danish Film Institute, die Danish Journalism and Media School sowie die Syddansk Universitet mit ihrer Abteilung für Medien und Kultur sowie ,Film in Skåne“ aus Südschweden. Ich erhoffe und erwarte eine rege Beteiligung am Wettbewerb“, so die Ministerin. Ziel ist es, unter den unterschiedlichen Einrichtungen in Deutschland, Dänemark und Schweden, die sich mit dem Medium Film beschäftigen, Kontakte herzustellen, diese zu vernetzen, zu einer Zusammenarbeit zu motivieren und Wege zu finden, junge kreative Talente aus der Filmszene zu fördern. Ab Februar können Ideen und Konzepte für einen bis zu zehn Minuten langen Kurzfilm eingereicht werden. Die Einreichungsfrist endet am 1. Mai 2015. Die Vorschläge werden von einer Jury bewertet. Die drei besten Konzepte werden mit einem Preisgeld in Höhe von jeweils 2 000 Euro ausgezeichnet. Bis September 2015 sollen die prämierten Ideen dann als Kurzfilme umgesetzt und präsentiert werden. Gestern Abend versenkte Europaministerin Spoorendonk in einem Wasserbecken symbolisch ein Modell eines Tunnelelements. Ein Zeichen für sie, dass es beim Bau des Fehmarnbelttunnels (geplante Bauzeit von 2015 bis 2021) kein Zurück mehr gibt.

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