Beschleunigtes Verfahren für 4,3 Hektar an der Gorch-Fock-Straße

WOBAU zeigt Interesse an Fehmarn

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Mittlerweile ein Synonym für sozialverträglichen Wohnungsbau: die Ackerfläche an der Gorch-Fock-Straße.

Fehmarn – mb – Mit Blick auf den Wohnungsbau auf Fehmarn, stellte Stadtvertreter Marco Eberle (Grüne) im Hauptausschuss die Frage, ob die Stadt Fehmarn nicht ihre Anteile am Oldenburger Wohnungsbauunternehmen (OWU) erhöhen könne? „Wenn wir es schon nicht schaffen, eine eigene Wohnungsbaugesellschaft ins Leben zu rufen, wäre das doch ein möglicher Weg.“ Anteile habe man auch an der Wohnungsbaugesellschaft Ostholstein (WOBAU OH), so Bürgermeister Jörg Weber (SPD) und ergänzte: „Wir werden das prüfen.“

Die Beteiligung der Stadt an der OWU liegt bei 0,06 Prozent (entspricht 3300 Euro) und an der WOBAU OH bei 1,86 Prozent (17000 Euro). Gegenüber dem FT sagte der Verwaltungschef nun, dass eine Erhöhung der Anteile nicht zwangsläufig dazu führe, dass Fehmarn mit mehr Projekten bedacht werde. „Unser Einfluss würde sich nicht ändern. Ich sitze allerdings im Aufsichtsrat. Dort ist es wichtig, unsere Interessen zu vertreten.“

Zuletzt war die WOBAU 2014 mit dem geplanten Mehrgenerationenhaus im Blieschendorfer Weg gescheitert, das zu den von der Stadt vorgegebenen Konditionen nicht mehr hätte wirtschaftlich realisiert werden können, wie damals WOBAU-Geschäftsführer Fabian Weist mitteilte. Fünf Jahre später hofft Weber, dass die WOBAU auch nach dem gescheiterten Projekt Interesse hat, auf Fehmarn aktiv zu werden. „Die bauen gut, schnell und günstig“, lobt Weber und nennt als Beispiel das Projekt der WOBAU in Eutin.

Erste Gespräche über Fehmarn hat es schon Anfang des Jahres gegeben – das bestätigten Weber und Weist auf Nachfrage. In den Blickpunkt rückt in diesem Zusammenhang wieder die 4,3 Hektar große Ackerfläche an der Gorch-Fock-Straße, wo neben Reihen-, Einfamilienhäusern und Doppelhaushälften auch Mehrfamilienhäuser zu sozial verträglichen Quadratmeterpreisen entstehen sollen. „Wir haben Interesse signalisiert, wenn Häuser in Geschossbauart angedacht sind“, so Weist, der aber auch darauf verweist, dass es bisher noch keine Zeitschiene geben könne. „Zunächst müssen Bauamt und Politik die Planungen vorantreiben. Bis dahin sind wir noch nicht involviert. Dann bringen wir uns aber gerne ein“, erklärt Weist.

Bauamtsleiter Benjamin May bestätigte auf Nachfrage, dass die Landesplanungsbehörde keine Bedenken angemeldet habe, dass an der Gorch-Fock-Straße Ackerland zu Bauland werde. Zudem sei für den Bau- und Umweltausschuss am 26. November (Dienstag) eine Umstellung im Verfahren geplant, damit dieses beschleunigt werden könne. „Damit kommt Druck in die Sache“, so May. Parallel zum Bebauungsplan soll auch das Verfahren für den Flächennutzungsplan vorangebracht werden.

Auch wenn der Bedarf für Wohnraum auf Fehmarn groß ist – generell betonte May, dass man nicht einfach eine Planung „hinklatschen“ werde, sondern den hohen Ansprüchen der heutigen Wohnraumentwicklung genügen wolle.

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