Seehund „Wolli“ hat seine Box verlassen
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„Wolli“ machte den Anfang. Nachdem er seine Box verlassen hatte, ging es für ihn nach einer kurzen Orientierungsphase schnurstracks in die Ostseefluten.

Zwei Heuler zurück in der Ostsee

„Wolli“ und „Noni“ ausgewildert

  • Peter Foth
    VonPeter Foth
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Die Seehunde „Wolli“ und „Noni“ sind am Dienstag wieder ausgewildert worden. „Wolli“ wurde auf Fehmarn für Urlaubsfoto missbraucht.

  • Seehundjäger Wolf-Dieter Weßlin nahm „Wolli“ in seine Obhut.
  • Von acht auf stolze 25,1 Kilogramm aufgepäppelt.
  • Seehunde schwammen Richtung Osten.

Fehmarn/Putlos – Der Dienstag war ein ganz besonderer Tag für zwei kleine Seehunde, die nach gut zwei Monaten in der Seehundstation Friedrichskoog am Strand von Putlos wieder in die Freiheit entlassen wurden.

Mutter nimmt den Heuler nicht mehr an bei Berührung durch Menschen

Die Geschichte von „Wolli“, benannt nach dem Seehundjäger Wolf-Dieter Weßlin von Fehmarn, hatte Schlagzeilen gemacht. Wie das Fehmarnsche Tageblatt damals berichtete, war der kleine Heuler von Passanten am Strand von Katharienhof für Urlaubsfotos missbraucht, sogar angefasst und für Selfies von Hand zu Hand weitergereicht worden. Zum Glück war Seehundjäger Wolf-Dieter Weßlin, zuständig für die Insel Fehmarn, am 24. Juni vor Ort und konnte den Heuler in seine Obhut nehmen. Wäre der Heuler damals nicht sofort an die Westküste zur Seehundstation gebracht worden, hätte das seinen sicheren Tod bedeutet, denn wird das Tier einmal von Menschenhand berührt, nimmt die Mutter den Heuler nicht mehr an.

An der markanten Putloser Steilküste wurde den jungen Seehunden die Freiheit zurückgegeben

Wie das FT aus der Seehundstation erfuhr, wurde „Wolli“ von acht auf stolze 25,1 Kilogramm aufgepäppelt, stark genug, um in die Freiheit entlassen zu werden. In Anwesenheit von Ulrike Meinfelder von der Seehundstation und Seehundjäger Eckhard Kasten (zuständig für die Strände von der Landesgrenze zu Mecklenburg-Vorpommern bis zur Kieler Hörn, ausgenommen Fehmarn) wurde noch ein zweiter Seehund ausgesetzt. Der weibliche Heuler „Noni“, wie ihn die Retter genannt haben, war bei Travemünde gefunden und ebenfalls nach Friedrichskoog gebracht worden. Mit „Wolli“ und „Noni“ wurde nun ein Pärchen in der Ostsee ausgesetzt. 

„Wolli“ erkundete erst einmal die neue Umgebung

Als sich das Gitter der Transportbox öffnete, war es „Wolli“, der mit einem Blick nach links und rechts erst einmal die neue Umgebung erkundete. Vielleicht wollte er auch wissen, wo Fehmarn liegt. Dann robbte der Seehund über den Strand und tauchte ein in die kühle Ostsee. Nach einer kurzen Runde tauchte „Wolli“ wieder auf und wartete, bis auch „Noni“ im Wasser war. Dann drehten beide Seehunde noch einige Runden, bevor sie nach Osten in Richtung Heiligenhafen und Fehmarn schwammen.

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