Eine Gruppe am Strand
+
Malte Riechey und seine Frau Svea (M.) waren Gastgeber für Marianne Unger (v.r.), Heinz Jürgen Fendt, Niclas Dürbrook, Bettina Hagedorn, Serpil Midyatli, Thomas Losse-Müller, Sandra Redmann und Jörg Weber.

Politiker zeigten sich beeindruckt

Versprechen eingelöst: Sozialdemokraten touren über den Campingplatz Wulfener Hals

  • Manuel Büchner
    VonManuel Büchner
    schließen

Die SPD-Bundestagsabgeordnete Bettina Hagedorn und Parteikollegen besuchten den Camping- und Ferienpark Wulfener Hals und waren begeistert von dem, was sie dort vorfanden.

  • Bettina Hagedorn auf Sommertour.
  • Camping- und Ferienpark Wulfener Hals: über 2500 Gäste und 800 Standplätze.
  • Malte Riechey: In den vergangenen fünf Jahren rund 10 Millionen Euro investiert.

Fehmarn – Wenn Sommer ist, gehen Politiker auf Tour. Bettina Hagedorn war am Donnerstag unterwegs: Neustadt, Bad Schwartau, Oldenburg und Fehmarn. Die ostholsteinische SPD-Bundestagsabgeordnete löste mit ihrem Besuch im Camping- und Ferienpark Wulfener Hals ein Versprechen ein, das sie bei der Verleihung des EU-Ecolabels für besonders klimafreundliche Betriebe im Herbst 2020 an Malte Riechey ausgesprochen hatte.

Bettina Hagedorn kam nicht alleine zum Wulfener Hals

Und Hagedorn kam nicht alleine: Riechey, zusammen mit seinem Vater Volker Geschäftsführer des Camping- und Ferienparks, begrüßte zudem die Landes- und Fraktionsvorsitzende Serpil Midyatli, die Landtagsabgeordnete Sandra Redmann (umweltpolitische Sprecherin), Kreischef Niclas Dürbrook, Bürgermeister Jörg Weber, die Ortsvereinsvorsitzende Marianne Unger, Fraktionschef Heinz Jürgen Fendt sowie Thomas Losse-Müller von der sogenannten Denkfabrik der SPD Schleswig-Holstein.

Voller Demut über jeden Tag in Normalität.

Malte Riechey, Geschäftsführer

Bestes Wetter, beste Stimmung, nur anfangs ebneten sich die Mundwinkel der Gäste ein, als Riechey auf den Beginn der Corona-Pandemie zu sprechen kam. „Es war die schlimmste Zeit meines Lebens“, erinnerte er sich ans Frühjahr 2020. Auf die Existenzängste folgte die Öffnung, „bevor wir wieder schließen mussten“, so der Fehmaraner, wodurch die Angst zurückgekommen sei. Schließlich wieder Erleichterung nach Himmelfahrt. Mittlerweile sei man „voller Demut über jeden Tag in Normalität“.

Teilten sich ein Elektromobil: Fraktionschef Heinz Jürgen Fendt (l.) und Bürgermeister Jörg Weber

Anschließend ging‘s los mit einem Lageplan ausgestattet. Zu zweit in kleinen Elektromobilen, vom benachbarten Golfplatz ausgeliehen, setzte sich der Tross in Bewegung. Erster Halt: das kleine beheizte Freibad, das am Eingang eine digitale Erfassung hat, den Zugang auf maximal 50 Personen beschränkt und auch der Kontaktnachverfolgung dient. Es war nicht das letzte Mal, dass die Sozialdemokraten über den Familienbetrieb in dritter Generation staunten und Riechey mit Fragen löcherten, der sich mit Zahlen und Hintergrundinformationen revanchierte: Über 2500 Gäste, 800 Standplätze, 120 bis 130 Mitarbeiter – die Hälfte ganzjährig –, und sogar einen Betriebsrat gibt es.

Am Restaurant „Seeblick“: Malte Riechey im Gespräch mit Serpil Midyatli (l.) und Bettina Hagedorn.

Wie ein roter Faden ziehen sich an diesem Abend zwei zentrale Aspekte: ein sehr hoher ökologischer Anspruch des Unternehmens und der unbedingte Wille, der Insel nicht zur Last zu fallen.

Komplett autark von der städtischen Infrastruktur

Letzteres drückt sich mannigfaltig aus: eigener Supermarkt, eigenes Veranstaltungsprogramm, zwei Restaurants, Spielplätze, DLRG-bewachter Strand, oder die Unterbringung von 60 Mitarbeitern in Personalwohnwagen, im eigenen Hotel in Avendorf und im gegenüber neu gebauten Mitarbeiterhaus. „So belasten wir nicht den Wohnraum für Fehmaraner“, sagt Riechey und berichtet seinen Gästen auch, dass man komplett autark, also nicht an die städtische Infrastruktur angeschlossen sei. Heißt: eigene Energieerzeugung, eigenes Wasserwerk und eigenes Klärwerk, aus dem das gereinigte Wasser zusätzlich desinfiziert wird, um es dann auf dem Golfplatz und den Grünanlagen zur Bewässerung zu nutzen. „Wir analysieren seit über 20 Jahren unsere Stoffströme mit dem steten Ziel, unsere Verbräuche zu reduzieren.“

Wir glauben an die Region.

Malte Riechey

Dahinter stecken Investitionen: „In den letzten fünf Jahren haben wir rund zehn Millionen Euro in die Hand genommen. Wir glauben an die Region“, so Riechey. „Familie Riechey leistet seit langer Zeit Außergewöhnliches“, verbinde wunderbar die Ansprüche der Touristen mit Prinzipien von Umweltschutz und Nachhaltigkeit, war Hagedorn voll des Lobes.

Am großen Spielplatz: Malte und Svea Riechey im Gespräch mit Serpil Midyatli (2v.r.), Bettina Hagedorn und Jörg Weber.

Klein hat es mal angefangen, als die Großeltern 1967 das DRK-Jugendlager kauften mit etwas Camping auf der Landzunge und direkt am Wasser. Fortdauernde Erweiterungen, Verbesserungen und Umbauten folgten, sodass 2021 die SPD-Landeschefin ohne Umschweife von „High End“ sprechen kann und sich am Ende der Tour, bei den 44 Ferienhäusern, die vom Deutschen Tourismusverband eine Vier- und Fünf-Sterne-Klassifizierung haben, fast ein wenig überrascht über eine Antwort zeigt. „Wird hier noch ausgebaut?“ Riechey: „Nein, das ist nicht geplant.“  

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare

Regeln fürs Kommentieren: Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.