Das Burger Rathaus mit dem abgesperrten Südostturm
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Die Spitze auf dem Südostturm des Rathauses in Burg ist mit Zugbändern gesichert worden. Heute soll sie demontiert und ein möglicher Absturz infolge des nächsten Sturms verhindert werden.

„Ylenia“ verschont Fehmarn:  Warten auf Orkan „Zeynep“

  • Andreas Höppner
    VonAndreas Höppner
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  • Lars Braesch
    Lars Braesch
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Das Sturmtief „Ylenia“ hat Fehmarn verschont. Nun wird der Orkan „Zeynep“ erwartet.

  • 75 sturmbedingte Einsätze in Ostholstein bis Donnerstagmittag.
  • Rufbereitschaft auf Fehmarn.
  • Sturm löste Schornsteinabdeckung in Petersdorf.

Fehmarn – Das Sturmtief „Ylenia“ ist in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag über Norddeutschland gezogen. Die Einsatzleitstelle der Polizei meldete bis Donnerstagsmittag für Ostholstein 75 sturmbedingte Einsätze, vorwiegend im Kreissüden. Fehmarn ist weitgehend verschont geblieben. Die Feuerwehren der Insel verlebten eine ruhige Sturmnacht, lediglich die Burger Kameraden mussten Mittwochabend ausrücken, um auf dem Dach des Rathauses eine in leichte Schräglage geratene Turmspitze mit Zugbändern zu sichern. Heute in den Vormittagsstunden soll sie von einer Fachfirma demontiert werden, bevor in der kommenden Nacht der nächste Orkan mit dem gewöhnungsbedürftigen Namen „Zeynep“ über die Insel brausen wird.

Mittwochabend rückte die Feuerwehr aus, um eine Turmspitze am Rathausgebäude zu sichern.

Benjamin May, Fachbereichsleiter Bauen und Häfen, teilte dem FT mit, dass die Stadt aus Gründen der Verkehrssicherungspflicht die Turmspitze abbauen lasse. Zu einem späteren Zeitpunkt soll sie dann wieder auf dem Südostturm aufgesetzt werden. Das Denkmalamt sei informiert worden, so May.

Orkanböen bis 130 km/h drohen

In der kommenden Nacht soll es nach Prognose der Meteorologen wesentlich stärker stürmen, sodass damit gerechnet werden muss, dass die Fehmarnsundbrücke zumindest zeitweise voll gesperrt wird. In der zweiten Nachthälfte sind Orkanböen mit einer Geschwindigkeit von 130 km/h nicht ausgeschlossen.

Bei der Stadt Fehmarn habe man sich laut Jan Stender, Fachbereichsleiter Ordnung und Soziales, deshalb am Donnerstag mit Bauhof, Bürgermeister, Tourismus-Service Fehmarn und der Feuerwehr zusammengesetzt und sich darauf verständigt, in Rufbereitschaft zu bleiben, um im Notfall kurzfristig handeln zu können. Laut Gemeindewehrführer Torsten Steffen sind alle Vorbereitungen getroffen worden, dass im Ernstfall mögliche Einsätze im Verwaltungsgebäude in der Bahnhofstraße zentral koordiniert werden können.  

Der gelösten Schornsteinabdeckung rückte die Feuerwehr mit einer Flex zu Leibe.

Am Donnerstag gegen 15 Uhr musste die Feuerwehr dann doch noch einmal zu einem sturmbedingten Einsatz ausrücken. In der Instenkoppel in Petersdorf hatte sich auf dem Dach eines Mehrfamilienhauses eine Schornsteinabdeckung gelöst. Nach einer kurzen Ortsbesichtigung forderte Wehrführer Kim Schneider Verstärkung von der Freiwilligen Feuerwehr Burg an. Die Kameraden rückten sofort mit der Drehleiter aus. Die Abdeckung wurde per Flex entfernt. Der Hauseigentümer bedankte sich bei den acht eingesetzten Kräften für die schnelle und professionelle Hilfe. Um 16.10 Uhr konnten die Wehren wieder einrücken. 

Sollte die Bilanz des Einsatzgeschehens morgen im Laufe des Tages ähnlich überschaubar aussehen, dürften sich alle Einsatzkräfte freuen. Die Vorhersagemodelle lassen jedoch anderes vermuten.  

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