ZVO investiert 2020 insgesamt 68 Millionen Euro / Fast 20 Millionen Euro für Entwässerung

Ziel bleibt: Glasfaser bis 2021

Die ZVO-Führungsspitze Rüdiger Lange-Jost (v.l.), Manuela Hamann, Verbandsvorsteherin Gesine Strohmeyer und Michael Rakete.
+
Die ZVO-Führungsspitze Rüdiger Lange-Jost (v.l.), Manuela Hamann, Verbandsvorsteherin Gesine Strohmeyer und Michael Rakete.

Lensahn – Andreas Höppner – Der Zweckverband Ostholstein (ZVO) wird im kommenden Jahr insgesamt rund 68 Millionen Euro investieren. Das geht aus dem Wirtschaftsplan 2020 hervor, den die Verbandsversammlung auf ihrer Sitzung in Lensahn verabschiedet hat. Der Löwenanteil mit 27 Millionen Euro entfällt auf die Breitbandsparte. Hier hält der ZVO an seinem Ziel fest, den Glasfaserausbau in den 29 Gemeinden des Kreises Ostholstein, die der Breitbandsparte beigetreten sind, bis Ende 2021 abzuschließen.

In elf Gemeinden, vornehmlich im Kreissüden, ist bereits mit dem Ausbau begonnen worden. In diesen Kommunen geht es laut Verbandsvorsteherin Gesine Strohmeyer darum, den „Ausbau auf ein Niveau zu heben“. Es gab einige Hemmnisse, die einen kontinuierlichen Ausbau behinderten, beispielsweise bei Ausschreibungsmodalitäten oder mit schleppenden Genehmigungen bei Dienstbarkeiten. Wenn Leitungen Bahnschienen kreuzten, müsse man bei der Deutschen Bahn in einer Größenordnung von einem halben bis einem Jahr auf die Genehmigung warten, machte Strohmeyer deutlich. Aus den bisherigen Erfahrungen habe man seine Schlüsse gezogen. Um für eine bessere Ausbauqualität zu sorgen, soll es für jedes Los einen Generalunternehmer geben.

Bislang hat der ZVO bereits über 30 Millionen Euro in den Breitbandausbau gesteckt. Die zugesagte Bundesförderung von 15 Millionen Euro könnte sich laut Strohmeyer noch verdoppeln.

Knapp 19 Millionen Euro investiert der ZVO in die Entwässerung. Größere Maßnahmen sind vor allem im Südkreis vorgesehen, zu nennen sind die Gemeinden Timmendorfer Strand, Ratekau und Malente.

Die ZVO Energie GmbH pumpt knapp 16 Millionen Euro in Anlagen und Netze. Davon profitieren die Wasserwerke in Süsel und in Oldenburg. Letzteres soll zur Eigenversorgung auch mit einer Fotovoltaikanlage ausgestattet werden. „Eigenversorgung ist günstiger und nachhaltiger“, so Gesine Strohmeyer. Hinsichtlich einer Gewährleistung der Wasserversorgung zu Spitzenzeiten im Hochsommer geht Rüdiger Lange-Jost, Geschäftsführer der ZVO Energie GmbH, davon aus, weiter in den Brunnenausbau und das Monitoring investieren zu müssen.

In den Verantwortungsbereich der ZVO Entsorgung GmbH fließen Investitionsmittel in Höhe von 3,4 Millionen Euro. Ihr Geschäftsführer Michael Rakete teilte mit, dass im Müllheizkraftwerk (MHKW) Neustadt zwei Krahnbahnen, die 30 Jahre alt seien, erneuert werden müssten. Die Maßnahme wird allerdings über zwei Jahre gestreckt, da diese Arbeiten nur in der vierwöchigen Revisionszeit des MHKW (2020 im Mai) durchgeführt werden können.

Stichwort Nachhaltigkeit und Digitalisierung: Hier soll das Label „Grüner ZVO“ weiter mit Inhalt gefüllt werden. Eine Aufgabe, der sich auch die Mitarbeiter des ZVO verschrieben hätten, schwärmt Manuela Hamann, seit drei Monaten Chefin der Unternehmenskommunikation. Seit zwei Wochen sei der ZVO auch auf Facebook vertreten, weitere Social-Media-Angebote würden in Kürze folgen, kündigte Hamann an. In Sachen Digitalisierung hat sich deutlich erkennbar auch auf der Verbandsversammlung etwas getan. Zum ersten Mal waren sämtliche Unterlagen digital zusammengestellt worden. „Wir sparen kistenweise Papier ein, allein für die Verbandsversammlung sind es 32000 Seiten Papier“, berichtete die ZVO-Verbandsvorsteherin.

In Thomas Keller, Bürgermeister der Gemeinde Ratekau, bekommt Gesine Strohmeyer einen neuen ersten Stellvertreter. Die Verbandsversammlung wählte Ratekaus Verwaltungschef als Nachfolger des ausscheidenden Scharbeutzer Bürgermeisters Volker Owerien.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Regeln fürs Kommentieren: Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.