Die Bürgermeister-Fox-Straße auf Fehmarn wird zur Umleitungsstrecke
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Enge Angelegenheit: Die Bürgermeister-Fox-Straße soll wegen der Sanierung des Fuß- und Radweges auf der Strandallee in Neue Tiefe als Umleitung genutzt werden.

Strandallee wegen Bauarbeiten nur einspurig

Zuwegung zu Fehmarns Tourismus-Hotspot nur einspurig: Neue Tiefe wird zum Nadelöhr

  • Manuel Büchner
    VonManuel Büchner
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Mitten in der Hochsaison wird die Strandallee auf Fehmarn wegen Bauarbeiten wohl nur einspurig befahrbar sein. UPDATE: Zunächst doch keine Umleitung über Bürgermeister-Fox-Straße, sondern Ampellösung.

  • Strandallee wegen Bauarbeiten nur einspurig.
  • Arbeiten sollen voraussichtlich Ende Juni starten und bis Ende September dauern.
  • Umleitung über Bürgermeister-Fox-Straße verärgert Anwohner, Ampellösung kommt zunächst zum Einsatz

Fehmarn – Eine in den nächsten Tagen beginnende Baumaßnahme entlang der Strandallee in Neue Tiefe sorgt für Unbehagen bei den Anwohnern der Bürgermeister-Fox-Straße. Die westlich in zweiter Reihe liegende Nebenstraße soll als Umleitung genutzt werden, da auf einer Länge von 600 Metern beidseitig der Geh- und Radweg in Neue Tiefe saniert wird. Dafür muss auf der Strandallee in Richtung Burgtiefe über die Bürgermeister-Fox-Straße umgeleitet werden, die Fahrbahn in Richtung Burg bleibt offen.

UPDATE: Ampellösung kommt

„Wir werden erst mal ohne Umleitung arbeiten und es mit einer Ampellösung versuchen“, sagte Bürgermeister Jörg Weber heute Morgen (18. Juni). „Wenn der Rückstau allerdings zu groß wird, werden wir wohl oder übel mit der Umleitung arbeiten müssen.“

Weber gab auch zu bedenken, dass die Baumaßnahme (Sanierung Fuß- und Radweg, Lichtlangen und Haltestellen) rund sechs Monate dauern werde, und es somit schwer sei, außerhalb des Sommers zu arbeiten. „Im Winter können wir nicht bauen, es bleiben also nur rund neun Monate.“ Im Prinzip gehe man genauso vor wie bei der Baustelle in der Mathildenstraße, als die Umleitung über die St-Jürgen-Straße erfolgt sei.

Auf der Umleitungsstrecke wird ein absolutes Halteverbot eingerichtet

Die Arbeiten sollen voraussichtlich Ende Juni starten und bis Ende September dauern, teilte die von der Stadt beauftragte Firma von Schönfels den Anwohnern der Bürgermeister-Fox-Straße in dieser Woche schriftlich mit. Zusätzlich wird auf der Umleitungsstrecke ein absolutes Halteverbot eingerichtet.

Wie kann man so was in der Hauptferienzeit durchführen auf der einzigen Zuwegung zum Tourismus-Hotspot Burgtiefe?

Anwohnerin Ilka Vehring

Völliges Unverständnis bei Anwohnerin Ilka Vehring. „Wie kann man so was in der Hauptferienzeit durchführen auf der einzigen Zuwegung zum Tourismus-Hotspot Burgtiefe? Zumal bis Mitte Mai doch der Lockdown war“, stellt sich für sie die Frage, warum mit der Maßnahme nicht eher begonnen wurde.

Ein „Schnellschuss, der hochgefählich ist“

Touristen, Lieferverkehr, Reise- und Linienbusse, landwirtschaftliche Fahrzeuge, Bimmelbahn und Fahrradfahrer müssten somit durch eine Anliegerstraße fahren, in der sich normalerweise kaum zwei Autos, ohne ausweichen zu müssen, begegnen können, zählt Vehring, deren Lebensgefährte bei der Feuerwehr Burg ist, auf und spricht von einem „Schnellschuss, der hochgefährlich ist“.

Denn auch die Burger Wehr oder der Rettungsdienst müssten sich bei einer Alarmierung in Burgtiefe durch die kleine Straße quälen. „Wohin die Pkw und Lkw dann ausweichen sollen, um die Rettungskräfte vorbeizulassen, ist uns schleierhaft. Außer sie fahren dann in den Garten unserer Nachbarn“, ist Vehring ziemlich sauer auf die Stadt. 

Feuerwehr sieht Durchfahrt durch Einbahnstraßenreglung gewährleistet

Burgs Ortswehrführer Dirk Westphal ließ wissen, dass durch die Einbahnstraßenregelung auf der Umleitungsstrecke die Einsatzfahrzeuge der Wehr durchkommen würden. „Wir haben dann die gesamte Breite der Straße.“ Wenn es sehr voll sei, müssten die Verkehrsteilnehmer im Zweifel auf den Bürgersteig ausweichen, so Westphal, der Verständnis zeigte für Baufirmen mit vollen Auftragsbüchern und festen Terminen. Dennoch: „Aus Sicherheitssicht ist es trotzdem nicht ohne und kostet Zeit“, so Westphal auch mit Blick auf die 45-Grad-Kurven auf der Umleitungsstrecke.

Stadt will klären, ob Alternativen denkbar sind

„Uns ist bewusst, dass es sich um einen problematischen Bauabschnitt handelt“, sagte Bauamtsleiter Benjamin May in einer ersten Reaktion. Zunächst müsse man intern mit dem Bauhof und der ausführenden Firma klären, ob eventuell eine Verschiebung des Baufensters oder eine anders gelagerte Baustellenregelung noch möglich sei. Keine 24 Stunden später kommt die Nachricht, dass jetzt zunächst mit einer Ampellösung gearbeitet wird.

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