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Sich vor frühem Herztod schützen: Acht Regeln helfen – auch wenn man erst im Alter damit anfängt

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Von: Juliane Gutmann

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Die meisten Menschen sterben in Deutschland an Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Herzinfarkt oder Schlaganfall sind häufige Todesursache. Forscher empfehlen acht effektive Vorsorgemaßnahmen.

Das Herz pumpt unentwegt Blut und damit Sauerstoff durch unseren Körper. Pro Minute schlägt es rund 60 bis 80 Mal, rund 100.000 Mal pro Tag. Ungefähr 10.000 Liter Blut werden auf diesem Weg täglich durch unsere Gefäße befördert. Ist das Herz als großer Muskel im Körper krank, hat das fatale Auswirkungen. So sind Herzerkrankungen die häufigste Todesursache in Deutschland. Im Jahr 2021 sind laut Statistischem Bundesamt über 340.000 Menschen infolge einer Erkrankung des Herz-Kreislaufsystems gestorben.

Die gute Nachricht: Herzinfarkt, Schlaganfall und anderen Herz-Kreislauf-Erkrankungen kann effektiv vorgebeugt werden. Ein gesunder Lebensstil schützt vor einem vorzeitigen Tod. Doch wie sieht der genau aus? Dieser Frage ist ein US-amerikanisches Forscherteam nachgegangen. Ihr Fazit: Menschen, die im Alter von etwa 50 Jahren die acht Empfehlungen der American Heart Association zu einer gesunden Lebensweise weitgehend erfüllten, lebten deutlich länger als diejenigen, die die Empfehlungen nicht berücksichtigten.

Herz schützen durch gesunden Lebensstil: Forscher testen acht Regeln zur Herzgesundheit

Die American Heart Association mit Sitz im US-amerikanischen Dallas informiert zum Beispiel über neue Therapien in der Herzgesundheit. Der Fokus liegt aber auch auf der Prävention von Herzinfarkt und Schlaganfall. Die Organisation hat acht Lebensregeln aufgestellt, die langfristig vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen schützen sollen.

Frauen machen Gymnastik
Bewegung ist ein wichtiger Pfeiler im Bereich Herzgesundheit. © Zoonar/Imago

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Ein Forscherteam um Xuan Wang von der School of Public Health and Tropical Medicine an der Tulane University in New Orleans hat untersucht, wie sinnvoll die Empfehlungen tatsächlich sind. Dafür nutzten sie die biomedizinische Datenbank „UK Biobank“. Wie das Ärzteblatt informiert, hatten 138.199 Teilnehmer der UK Biobank, die bei den Befragungen zwischen 2006 und 2010 frei von Herz-Kreislauf-Erkrankungen waren, in Fragebögen ausführlich Auskunft zu ihrer Lebensweise gegeben. Bis zum Jahr 2022 waren 4.656 Teilnehmer verstorben. 11.427 hatten Krankheiten des Herzens und des Kreislaufsystems entwickelt.

Mithilfe eines Hochrechnungsmodells ermittelten die Forschenden, dass die Lebenserwartung um bis zu 9,4 Jahre verlängert werden kann, wenn die Regeln der American Heart Association eingehalten wurden. So stieg die Lebenserwartung von vorerkrankten Frauen im Alter von 50 Jahren von weiteren 36 auf 42 Jahre um 6 Jahre. Die Lebenszeit der Frauen, die nicht chronisch krank waren mit 50, stieg sogar von 24,2 auf 33,6 Jahre, so das Ärzteblatt. Das entspricht ganzen 9,4 Jahren zusätzlicher Lebenszeit.

Die Regeln der American Heart Association:

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren Redakteurinnen und Redakteuren leider nicht beantwortet werden.

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