Expertentipp

Viel trinken schützt vor zweitem Nierenstein

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Die Gefahr eines zweiten oder dritten Nierensteins sinkt, wenn Betroffene sehr viel trinken. Foto: Roland Weihrauch

Nierensteine sind eine schmerzhafte und unangenehme Krankheit. Für Betroffene steigt auch nach einer erfolgreichen Behandlung die Gefahr eines zweiten Steins. Experten geben Tipps, wie das Risiko einer erneuten Erkrankung verringert werden kann.

Köln (dpa/tmn) - Wer einmal einen Nierenstein hatte, muss auch mit einem zweiten rechnen. Eventuell lässt sich eine erneute Erkrankung aber verhindern, rät das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWIG) auf seinem Portal Gesundheitsinformation.de.

So sinkt die Gefahr eines zweiten oder dritten Nierensteins zum Beispiel, wenn Betroffene sehr viel trinken - und zwar deutlich mehr als die oft empfohlenen 1,5 Liter pro Tag.

Wie viel Liter man genau trinken sollte, klärt man am besten im Gespräch mit dem Arzt ab. Wichtig ist dabei auch, was man genau trinkt: Softdrinks wie Limonade oder Cola enthalten zum Beispiel häufig Phosphorsäure. Sie steht den Angaben nach im Verdacht, die Bildung von Nierensteinen zu begünstigen.

Auch eine Ernährungsumstellung schützt eventuell vor weiteren Nieren- oder Harnleitersteinen. Verzichten sollten Betroffene vor allem auf oxalathaltige Lebensmittel wie Rhabarber, Spinat, Schokolade oder Walnüsse. Auf Kalzium zu verzichten, hat dagegen eher die gegenteilige Wirkung - auch wenn Nierensteine oft aus kalziumhaltigen Salzen entstehen. Milch, Käse oder Joghurt dürfen Betroffene also weiter essen.

IQWIG zu Nierensteinen und Harnleitersteinen

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