HVB wartet noch auf Förderbescheid

2008 soll die Flaniermeile fertig sein

Die Planungen sehen vor, im Yachthafen in Höhe des Gebäudes „Oleu-Segel“ einen Vorplatz zu errichten, auf dem ein Imbisspavillon stehen könnte.Skizze: Planungsbüro

Die Planungen sehen vor, im Yachthafen in Höhe des Gebäudes „Oleu-Segel“ einen Vorplatz zu errichten, auf dem ein Imbisspavillon stehen könnte. Skizze: Planungsbüro

Von Andreas Höppner

HEILIGENHAFEN • Am morgigen Donnerstag (14. September) tagt die Interministerielle Arbeitsgruppe (IMAG)  der Landesregierung in Kiel und entscheidet darüber, ob und in welcher Höhe der Umbau der Yachthafenpromenade in Heiligenhafen gefördert wird. Insgesamt haben die Heiligenhafener Verkehrsbetriebe (HVB) rund 3,3 Millionen Euro veranschlagt, um einen Bereich vom „Gill-Hus“ bis zur Nordseite des Kommunalhafens zu attraktivieren und eine neue Flaniermeile entstehen zu lassen.

HVB-Geschäftsführer Manfred Wohnrade zeigte sich gegenüber der HP zuversichtlich, dass das Projekt nicht nur gefördert wird, sondern auch die Höchstförderung in Höhe von 60 Prozent erhält. Schließlich habe der Regionalbeirat die Maßnahme mit der Priorität 1a versehen. Der zuständige Planer Karl Wefers stellte den Planungsentwurf am Montag den Mitgliedern des Hafen- und Touristikausschusses vor.

Privat-Investitionen müssen folgen

Wesentliches Ziel der Neugestaltung sei es, so Wefers, mit dem Ausbau und der Attraktivierung des Gebietes neue Arbeitsplätze zu schaffen, wenigstens aber die bestehenden zu erhalten. Wie bereits bei der Umgestaltung der Steinwarderpromenade sowie des Ferienparks hoffe man darauf, dass den öffentlichen Investitionen privates Engagement folgen werde.

Die Arbeiten sollen nach Wohnrades Angaben in zwei Bauabschnitten erfolgen. Zunächst wird im Zeitraum von Januar bis April 2007 die Umgestaltung im Bereich des Kommunalhafens und des Kapitän-Willi-Freter-Platzes vorgenommen, ehe im September 2007 das Yachthafengebiet in Angriff genommen wird. Zur Saison 2008 soll alles fertig gestellt sein. So jedenfalls die zeitliche Planung.

Grundsätzlich sieht das Konzept vor, der Promenade im Kommunal- wie auch im Yachthafen mehr Raum zu geben. Die Veranstaltungsfläche auf dem Kapitän-Willi-Freter-Platz wird nach Norden hin erweitert bis zum Yachthafen, der Blick von der Kreuzung Kiekut/Am Strande zum Kommunalhafen hin soll von „Hindernissen“ wie dem Schilderwald befreit werden, „damit man sofort sieht, wo der Hafen ist“, erläuterte Wefers. Die Betonplatten auf der Kommunalhafenpromenade werden aufgenommen und durch rote Klinkersteine ersetzt. Der Baumbestand bleibt erhalten. Das bereits erneuerte Teilstück der Yachthafenpromenade in Höhe der Charterstege und des Yachtclubs erfährt eine Aufwertung, indem eine Treppe sowie ein so genannter Höhenbalkon die Promenade aufweiten.

Ein weiteres wesentliches Element der Umgestaltung ist  die Erneuerung des Durchlasses unter der Steinwarderbrücke. Diese sei nach Wefers’ Angaben „abgängig“. Vorgesehen ist nun der Einbau eines Durchlassrohres. Breite und Höhe der Öffnung zwischen Binnensee und Yachthafen bliebe damit erhalten. Gleichzeitig kann auf dem Übergang zum Steinwarder mehr Platz geschaffen werden für die eigentliche Promenade. In unmittelbarer Nähe zur Steinwarderbrücke soll zudem die jetzige Slipanlage durch eine neue ersetzt werden.

Im Nordbereich der Yachthafenpromenade, sehen die Planungen vor, die vorhandenen Parkplätze mehr in den rückwärtigen Bereich zu verlegen, dafür einen Spielplatz sowie zwei teilweise überdachte Grillplätze zum Yachthafen hin vorzuziehen. Mit dieser Maßnahme sieht Wefers die Infrastruktur im Randbereich aufgewertet. Die Deckwerkerneuerung der Böschung erfolgt in der Weise, wie sie bereits im Südbereich durchgeführt wurde. Schließlich ist ferner geplant, auf Höhe des Gebäudes „Oleu-Segel“ einen Vorplatz zu errichten (siehe Skizze). Hier könne auch ein kleines Gebäude stehen, das als Imbisspavillon genutzt werden könnte, so Wefers, denn der gesamte Nordbereich sei gastronomisch nicht versorgt.

Die erneuerte Promenade findet mit einem Holzpodest ihren Abschluss. Zusammen mit der beendeten Neugestaltung der Promenaden im Ferienpark, Seepark und auf dem Steinwarder sowie der Errichtung des „Aktiv-Haus“ hätte die Stadt Heiligenhafen ihre touristische Infrastruktur vom Ferienzentrum bis zum Hafen innerhalb von rund acht Jahren grundlegend erneuert.

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