Unterhaltungsbaggerung am Graswarder läuft / Kosten übernimmt der Bund

30000 Kubikmeter Sand weichen

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Auf der Ostsee, nicht fern vom Kopf des Graswarders, werden derzeit rund 28000 Kubikmeter Sand aus der Ostsee auf die „Grete Fighter“ gebaggert, um eine durchgängige Wassertiefe von fünf Metern zu erreichen. Gut 2000 Kubikmeter Sand werden später der eigentlichen Fahrrinne entnommen.

Heiligenhafen –Mareike Falz– Schon in den letzten beiden Jahren ist das Ausbaggern der Fahrrinne im Bereich des Graswarders immer wieder Thema in Heiligenhafen gewesen. Rund ein Jahr Vorlaufzeit für Proben, Naturschutzmaßnahmen und Anträge für Haushaltsmittel benötigte das Projekt, damit es jetzt endlich starten konnte. Insgesamt 30000 Kubikmeter Sand werden derzeit aus der Ostsee abgetragen, um auch den größeren Schiffen die Durchfahrt wieder besser zu ermöglichen. Seit Mitte Januar ist im Bereich des Graswarders die „Grete Fighter“ zu sehen, die mit ihrem selbstfahrenden Bagger 400 Kubikmeter Laderaum umfasst.

„Die rund 30000 Kubikmeter teilen sich in zwei Bereiche auf“, berichtete Henning Dierken, Amtsleiter des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes Lübeck, auf HP-Nachfrage. Etwa 28000 Kubikmeter Sand werden dem Bereich des Graswarderkopfes entnommen. Aus der eigentlichen Fahrrinne werden die restlichen 2000 Kubikmeter Sand ausgehoben. Ziel sei es, eine „planfestgestellte Solltiefe“ von fünf Metern zu erreichen, so Dierken. Der unbelastete Sand werde anschließend zu einer Schüttstelle im nordwestlichen Fehmarnsund gebracht. Die Kosten in Höhe von etwa 270000 Euro werden vom Bund übernommen. Bekanntlich hätte Heiligenhafen den Sand auch behalten können, die Stadtvertretung hatte sich im vergangenen Jahr dagegen ausgesprochen (wir berichteten).

Grund für die regelmäßig nötigen Ausbaggerungsarbeiten seien die ganz normalen Strömungen, die aus westlicher Richtung kommen, erklärte Klaus Dürkop vom NABU-Ortsverein Heiligenhafen. „Die Fahrrinne ist durch Menschenhand offengelegt worden. Der Sand wird von den Steilküsten und dem offenen Meer aus dem Westen in Richtung Osten angeschwemmt. Dadurch wird dann auch die Fahrrinne zugespült“, so der NABU-Ortsvereinsvorsitzende. Wie häufig die Ausbaggerungsarbeiten durchgeführt werden müssten, sei pauschal nicht zu sagen, erklärte Henning Dierken. Denn das sei unter anderem auch von Wind und Wetter abhängig. So plus/minus zehn Jahre halte es aber schon, so der Amtsleiter. Die diesjährigen Arbeiten am Graswarder und der Fahrrinne sollen voraussichtlich bis zum 28. Februar abgeschlossen sein.

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