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Insgesamt 1100 Tonnen Tragschicht werden für die Erneuerung der Straße Am Hohen Ufer benötigt. Dazu kommen noch 460 Tonnen Material für die Decke.

Abarbeitung einer langen Liste in Heiligenhafen / Aktuell wird Am Hohen Ufer erneuert

Wegenetz wird in Schuss gehalten

Heiligenhafen -ra- Die Unterhaltung von Straßen kostet Kommunen jedes Jahr viele Millionen Euro. „Manchmal ist es mit der Flickschusterei aber nicht mehr getan, dann führt kein Weg an einer grundhaften Erneuerung vorbei“, sagte Heiligenhafens Bürgermeister Kuno Brandt (parteilos) gestern Vormittag bei einem Pressetermin und spielte damit auf die Arbeiten an der Straße Am Hohen Ufer an. Für rund 230000 Euro wird die 1,4 Kilometer lange Zuwegung vom Lütjenburger Weg zu den Nurdach-Häusern aktuell erneuert.

Die Arbeiten haben Anfang dieser Woche begonnen und sollen bereits am Dienstagnachmittag abgeschlossen sein. Die Straßenbreite bleibt bei 3,10 Meter, durch die Befestigung der Bankette soll ein besseres Ausweichen bei Begegnungsverkehr gewährleistet sein. „Im Nachgang werden auch noch einige Ausweichbuchten entstehen“, berichtete Bauamtsleiter Roland Pfündl. Für die grundhafte Erneuerung der Straße werden insgesamt 1100 Tonnen Tragschicht benötigt, dazu kommen noch 460 Tonnen für die Straßendecke. „Das ist wirklich eine logistische Herausforderung, zumal die Anlieferfahrzeuge nur rückwärts die Straße herunterfahren können“, erklärte Kuno Brandt. Doch die Mitarbeiter der Firma Asphalt Mischwerk aus Eutin um Bauleiterin Ronja Woltersdorf fühlen sich der Herausforderung gewachsen. „Lediglich das Wetter könnte uns noch einen Strich durch die Rechnung machen, ansonsten sollte die Straße am Mittwoch oder Donnerstag kommender Woche wieder befahrbar sein“, erklärte Woltersdorf. Dann gibt es wieder einen sicheren Weg Richtung Steilküste und zu den Nurdach-Häusern. „Wir sind verpflichtet, für Rettungsfahrzeuge eine gut befahrbare Straße vorzuhalten“, erklärte Roland Pfündl.

Insgesamt waren in diesem Jahr 1,09 Millionen Euro für die Unterhaltung von Straßen und Wegen in den städtischen Haushalt eingestellt worden. Unter anderem haben die Straße Am Lindenhof, der Eichholzweg Richtung Ferienpark, die Theodor-Storm-Straße, die Liliencronstraße oder Ortmühle davon profitiert. Coronabedingte Verzögerungen habe es laut Roland Pfündl keine gegeben. Die nächsten Projekte sind derweil schon fest eingeplant. „Aktuell läuft die Ausschreibung für den ersten Bauabschnitt der grundhaften Sanierung Am Wachtelberg von der Weidestraße bis Kurzer Kamp“, blickte Pfündl voraus. Ebenfalls seien ab Frühjahr 2021 umfangreiche Arbeiten in Strandhusen vorgesehen. „Wir haben noch sehr viel zu tun in den kommenden Jahren“, blickte Heiligenhafens Bauamtsleiter voraus. Neben der Straßensanierung ist bekanntlich auch die Erneuerung des Regenwasserkanalnetzes ein millionenschweres Dauerthema in der Warderstadt.

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