Hubertus Patzelt, Manfred Wohnrade und Ingo Gädechens
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Eine Seepferdchen-Urkunde mit Augenzwinkern überreichte Hubertus Patzelt (l.) an Manfred Wohnrade. Auch der CDU-Bundestagsabgeordnete Ingo Gädechens verabschiedete den HVB-Geschäftsführer und Touristikleiter nach Grömitz.

Grillfest und warme Worte für den scheidenden HVB-Geschäftsführer

Abschied für den DLRG-Versteher: Manfred Wohnrade verlässt Heiligenhafen

  • Manuel Büchner
    VonManuel Büchner
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An der DLRG-Unterkunft in Heiligenhafen gab es ein Abschiedsgrillen für den scheidenden Geschäftsführer der Heiligenhafener Verkehrsbetriebe, Manfred Wohnrade. Die Zusammenarbeit mit der DLRG sei stets gut gelaufen.

  • In Zusammenarbeit mit Manfred Wohnrade konnte die DLRG ihre Ausrüstung aufbessern.
  • Wohnrade wurde als „Parner auf Augenhöhe“ bezeichnet.
  • Ein bisschen traurig ist Wohnrade schon, aber er freut sich auch auf seine neue Herausforderung in Grömitz.

Heiligenhafen – Manfred Wohnrade und Hubertus Patzelt – der HVB-Geschäftsführer und sein HVB/DLRG-Abschnittsleiter am Strand von Heiligenhafen. Das steht für neun Jahre enge, vertrauensvolle und erfolgreiche Zusammenarbeit, die jetzt zu Ende geht. Wohnrade verlässt bekanntlich zum Ende des kommenden Monats die Warderstadt in Richtung Grömitz und wird dort ab 1. September Betriebsleiter vom Tourismus-Service. Grund genug, ihn an der DLRG-Unterkunft mit einer Grillparty und zahlreichen Wegbegleitern zu verabschieden.

„Mach bloß keinen Staatsakt daraus“, habe er sinngemäß von Wohnrade zu hören bekommen, so Patzelt und sagte grinsend: „Daraufhin habe ich das Höhenfeuerwerk wieder abbestellt.“ Schwer sei es ihm gefallen, die richtigen Worte für die Abschiedsrede zu finden, habe man doch in den Jahren gemeinsam viel erreicht, nannte Patzelt zuvorderst die umfangreiche Sanierung der Unterkünfte und der Hauptwache sowie die Zertifizierung als „Lifeguarded Beach“ 2014.

Wasserrettungsstation der DLRG ist heute gut aufgestellt

Nicht nur um die DLRG-Liegenschaften, auch um die Ausrüstung sei es sehr schlecht bestellt gewesen, zählte der Abschnittsleiter neben dem heutigen Besitz von drei Rettungsbooten die Erneuerung und Aufstockung der medizinischen Abteilung mit drei Defibrillatoren, drei Sauerstoffeinheiten, Rettungsboards und Rettungsrucksäcken für jeden Turm auf. „Das konnte alles nur in enger und vertrauensvoller Zusammenarbeit gelingen“, sodass man heute eine sehr gut aufgestellte Wasserrettungsstation habe. Dies seien nun mal Kriterien, die neben zahlreichen Freizeitangeboten, für die Rettungsschwimmer entscheidend seien.

Klare Worte. Und Patzelt wäre nicht Patzelt, wenn er die nicht auch für sich selbst finden würde. „Ich werde noch bis zum Oktober 2024 als Abschnittsleiter weitermachen. Für die Nachfolge habe ich schon gesorgt.“

Patzelt freute sich besonders über den Besuch von Ostholsteins CDU-Bundestagsabgeordnetem Ingo Gädechens, der das jahrelang erfolgreiche Wirken Wohnrades in der Warderstadt hervorhob. Speziell die DLRG habe mit dem HVB-Geschäftsführer jemanden vor Ort gehabt, der um ihre Bedürfnisse gewusst habe.

2012 ist ein Glücksgriff gelungen

Holger Hecken, bei der DLRG Einsatzleiter Küste Schleswig-Holstein, knüpfte nahtlos an, sprach davon, dass Wohnrade die Zeichen der Zeit erkannte hatte und ihm 2012 mit Patzelt – jemand, der sich über Gebühr engagiert – „ein Glücksgriff gelungen ist“. Der Touristiker habe die DLRG nicht nur verstanden, sondern sei in Heiligenhafen Partner auf Augenhöhe gewesen. „Für die DLRG ist er der beste Mann in Grömitz“, blickte Hecken bereits nach vorne und überreichte dem scheidenden HVB-Geschäftsführer unter anderem ein DLRG-T-Shirt, auf dem am Ende des Abends alle Gäste unterschrieben hatten.

Zur Eingewöhnung stellte der DLRG-Einsatzleiter Holger Hecken (l.) schon mal die DLRG-Abschnittsleiterin in Grömitz und Lenste, Silke Marks, und Wachführer Christian Lonke (r.) an die Seite Manfred Wohnrades, der bereits farblich passend gekleidet war.

„Ich bin ein wenig überwältigt“, zeigte sich Wohnrade sichtlich gerührt. Nach einer so langen Zeit werde man beim Zurückblicken sentimental. „Ich habe tolle Menschen kennengelernt und Lebensgeschichten gehört. Das ist für mich unbezahlbar“, bezog sich der 55-Jährige auf das regelmäßige Frühstück mit neu angereisten Rettungsmannschaften. Mit Lob geizte auch Wohnrade nicht: Dass modernes Denken nichts mit dem Alter zu tun habe, dafür seien Erika und Hubertus Patzelt der lebende Beweis.

Ein bisschen Wehmut empfinde er schon, aber die Freude überwiege, so Wohnrade, schließlich bekomme man in seinem Alter nicht mehr so viele Chancen auf eine berufliche Herausforderung. „Ich habe sie ergriffen und freue mich darauf.“

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