Spa-Bereich offen / Austausch zwischen Stadt und HVB sorgt für Sicherheit in Corona-Zeiten

Aktiv-Hus geht nächsten Schritt

Die Mitarbeiter der „Schatzinsel“ achten darauf, dass sämtliche Hygieneregeln eingehalten werden.
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Die Mitarbeiter der „Schatzinsel“ achten darauf, dass sämtliche Hygieneregeln eingehalten werden.

Heiligenhafen –ft– Im Heiligenhafener Aktiv-Hus ist wieder Leben eingekehrt, nachdem am 2. Juni die Kinderspielwelt „Schatzinsel“ öffnen durfte. Jetzt wurde auch der Spa-Bereich mit Sauna-Landschaft und Schwimmbad wieder geöffnet. Und auch in der Ladenzeile ist wieder Leben eingekehrt. Wie Tourismusleiter Manfred Wohnrade unserer Zeitung berichtete, hat hier ein neuer Outlet-Shop eröffnet, der das Angebot „hervorragend ergänzt“.

  • Heiligenhafens Bürgermeister und HVB-Geschäftsführer im Austausch
  • Neuer Waschsalon im Aktiv-Hus
  • Hoffnung auf mehr Veranstaltungen ab Herbst

Die Öffnung des Aktiv- Hus ist für den HVB-Geschäftsführer mit einem erhöhten Personalaufwand verbunden, viele Kontaktflächen müssen regelmäßig desinfiziert werden. Und innerhalb der Kinderspielwelt gibt es ein paar Einschränkungen: So ist die Verweildauer auf zwei Stunden begrenzt, gleiches gilt für die Einlasszahlen von 50 Personen. Wie Manfred Wohnrade weiter sagte, setze man die Vorgaben der Landesregierung in vollem Umfang um. Mehrfach in der Woche beraten er und Bürgermeister Kuno Brandt gemeinsam über die Sicherheitslage. Man setze alles daran, dass ein Infektionsgeschehen vermieden werde. „Dabei muss ich feststellen, dass der größte Teil der Gäste genauso denkt und die drei goldenen Regeln, Händewaschen, die Maske tragen und den Abstand halten, beachtet“, sagte Wohnrade.

Schwieriger ist es in der Sauna, also im Spa-Bereich. Hier durften zunächst die Solarien wieder geöffnet werden, und es konnten auch Massagen angeboten werden. „Zum 1. Juli haben wir uns entschlossen, die Saunawelt wieder zu öffnen. Aber auch hier gibt es noch Einschränkungen. So dürfen sich in der Sauna nur zwei Personen gleichzeitig aufhalten. Mehr nur, wenn sie aus dem gleichen Haushalt kommen.“ Die drei Saunen werden wieder gut angenommen, nicht zuletzt von den vielen Stammgästen, das Dampfbad ist hingegen noch komplett geschlossen. „Aber alles ist doch sehr personalintensiv“, berichtete Wohnrade. Auch das Schwimmbad ist wieder geöffnet, doch schwimmen unter Einhaltung der Abstandsregeln ist schwierig. „Das Becken ist nicht besonders groß und so gut durch den Bademeister zu kontrollieren.“

Auch in der Ladenzeile im Erdgeschoss herrscht wieder reges Treiben. Wie Manfred Wohnrade betonte, war die Schließung des Aktiv-Hus wegen der Corona-Pandemie mit einer langen Durststrecke für die Gewerbetreibenden und ihre Mitarbeiter verbunden.

Ebenfalls ganz neu: ein Waschsalon. Wohnrade: „Leider gibt es im ganzen Ferienpark keinen Waschsalon, wo die Gäste waschen können.“ Beim Tourismus-Service habe man lange Zeit versucht, einen privaten Betreiber zu finden, was nicht gelungen sei. „Jetzt haben wir selbst kurzerhand einen Waschsalon eröffnet, den die Gäste gegen ein kleines Entgelt nutzen können“, so Wohnrade.

Keine Scharbeutzer Verhältnisse in Heiligenhafen

In vielen Gemeinden an der Lübecker Bucht ist das Thema Tagestourismus derzeit in aller Munde. In Scharbeutz wurden bereits an Wochenenden die Zufahrtsstraßen abgeriegelt, da die kleine Gemeinde an die Kapazitätsgrenze gestoßen war. Wie ist es in Heiligenhafen? Wohnrade: „Der Bürgermeister und ich tauschen uns aktuell mehrfach pro Woche über die Corona-Situation aus. Wir besprechen dann, welche Maßnahmen sinnvoll sind. Im Moment ist es so, dass wir Tagesgäste nicht abweisen.“ Allerdings gäbe es Zeiträume, wie Pfingsten oder jetzt in den Sommerferien, wo der Ort voll sei. „Aber durch zusätzliches Sicherheitspersonal, das von der Stadt eingestellt wurde, haben wir die Lage gut im Griff. Unser Vorteil ist außerdem, dass wir in Heiligenhafen einen sechs Kilometer langen Strand haben und hier genügend Platz für Strandbesucher ist.“

Heiligenhafen: Im Juli ausgebucht

Zur touristischen Lage im Juli angesprochen, sagte Manfred Wohnrade, dass Heiligenhafen quasi ausgebucht sei. „Wir haben 8500 Gästebetten und es wird jetzt oft schwierig, eine Unterkunft zu bekommen. Die Nachfrage ist zurzeit riesengroß. Jetzt kommt es darauf an, diese Beliebtheit, die Küste und die frische Luft, aber auch die gute touristischer Infrastruktur in den Herbst und Winter zu transportieren.“ Der Trend nach Ferien im eigenen Land sei groß und werde auch im neuen Jahr Bestand haben, ist Heiligenhafens Tourismusleiter optimistisch.

Ein großes Thema seien natürlich auch Veranstaltungen. Hier werde man versuchen, wieder etwas auf die Beine zu stellen. „Ich habe gemerkt, dass überwiegend Einheimische sich wundern, dass gewisse Dinge nicht stattfinden. Wir müssen aber bei Veranstaltungen, die wir planen, eine Genehmigung haben. Bei Veranstaltungen im öffentlichen Raum müssen wir die Veranstaltungsfläche einzäunen. Auch eine Registrierung wäre dann erforderlich, und solche Dinge sind natürlich schwer umzusetzen.“ Das sei auch der Grund gewesen, warum die beliebten Konzerte am Binnensee nicht stattfanden. Sobald es aber weitere Lockerungen gebe, werde man das nachholen, sagte Manfred Wohnrade.

Für den Herbst und Winter sollen wieder mehr Veranstaltungen angeboten werden, weil man davon ausgehe, dass auch die Nachsaison gut laufen werde. Auch Freiluft-Konzerte am Strand mit begrenzten Zuschauerzahlen könne man sich beim Tourismus-Service vorstellen. Einer großen Beliebtheit erfreuen sich im Moment die Stadtführungen und Fahrradtouren. Außerdem sei Veranstaltungsleiter Eike Doyen sehr kreativ und werde sich viel Neues einfallen lassen, so Wohnrade.

Am kommenden Freitag (10. Juli) kommt das Feuerschiff zum insgesamt 30. Mal nach Heiligenhafen (wir berichteten), doch in diesem Zusammenhang eine Veranstaltung auf die Beine zu stellen, gehe einfach nicht. „Aber die Leute können an Bord gehen und in Ruhe ihr Bierchen trinken – aber alles unter Einhaltung der Hygieneregeln.“

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