Das Aktiv-Hus in Heiligenhafen
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Der Spa-Bereich im Aktiv-Hus in Heiligenhafen ist sowohl bei Urlaubern als auch bei Einheimischen beliebt. Jahreskarten sollen ab sofort für dieses Jahr und auch in 2022 wieder zur Verfügung stehen.

Sanierungsplanungen sind zunächst vom Tisch / Nutzung bis in 2022

Es gibt wieder Jahreskarten für das Aktiv-Hus

  • Hans-Jörg Meckes
    VonHans-Jörg Meckes
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Einige Heiligenhafener haben sich zuletzt darüber gewundert, dass sie als Einheimische keine Jahreskarten mehr für das Aktiv-Hus bekommen. HVB-Geschäftsführer Joachim Gabriel erklärt jetzt die Hintergründe.

  • Mittlerweile gebe es bereits wieder Jahreskarten für Einheimische zu kaufen.
  • Hintergrund für den Verkaufsstopp waren Planungen zur Sanierung des Spa-Bereichs.
  • Die Jahreskarten für das Aktiv-Hus seien zunächst beschränkt auf das Jahr 2022.

Heiligenhafen – Hin und wieder beschweren sich Heiligenhafener Einwohner darüber, dass sie als Einheimische keine Jahreskarten mehr für das Aktiv-Hus bekommen würden. So erreichte die Heiligenhafener Post kürzlich die Zuschrift von Walter Bretthauer, der dies nicht verstehen kann. Betreiber des Aktiv-Hus‘ sind die Heiligenhafener Verkehrsbetriebe (HVB). Auf Nachfrage äußerte sich nun auch der HVB-Geschäftsführer Joachim Gabriel gegenüber unserer Zeitung zu der Situation.

„Kann diese Entscheidung, für den Bürger aus Heiligenhafen und der umliegenden Gegend (Fehmarn, Oldenburg und so weiter) keine Jahreskarte mehr zu verkaufen, gewollt sein?“, fragt sich Walter Bretthauer. Eigentümer von Ferienwohnungen würden für ihre Gäste weiterhin eine Jahreskarte erhalten. Ihm sei jedoch mitgeteilt worden, dass diese Entscheidung aus wirtschaftlichen Gründen getroffen wurde, erklärt er und äußert weiter seinen Unmut. „Diese Entscheidung trägt bestimmt nicht dazu bei, das Verhältnis zwischen Gast und Einheimischem zu verbessern. Die letzte und wichtige Frage: Wer trägt letztendlich den Jahresfehlbetrag vom Aktiv-Hus? Die Bürger von Heiligenhafen.“

Aktiv-Hus ist sanierungbedürftig

HVB-Geschäftsführer Joachim Gabriel erklärt, der Spa-Bereich im Aktiv-Hus bedürfe nach über 15 Jahren intensiver Nutzung technisch, baulich und auch gestalterisch der Überarbeitung. Nach einer ersten Konzeptstudie mit einem Kostenanschlag würden sich die Kosten dafür auf voraussichtlich rund drei Millionen Euro belaufen, so Gabriel. „Vor diesem Hintergrund hatten wir den Verkauf von Jahreskarten für den Spa-Bereich zunächst beendet, da nicht sicher war, dass mit der notwendigen Sanierung nicht bereits in 2022 begonnen werden könnte beziehungsweise sogar müsste.“

Die Stadtvertretung habe nunmehr am 30. September auf einen fraktionsübergreifenden Antrag hin beschlossen, dass Heiligenhafen einen neuen Anlauf für ein Schwimmbad, und zwar am Binnensee im Bereich Ferienpark, versuchen möchte, führt der HVB-Geschäftsführer aus. „Dieses Schwimmbad sollte in Kombination mit dem Spa-Bereich des Aktiv-Hus‘ betrieben werden.“ Damit sei der Beginn einer Sanierung des Spa-Bereichs in 2022 „vom Tisch“, so Gabriel weiter. „Aus diesen Gründen stehen sofort wieder die beliebten und günstigen Jahreskarten für Einwohnerinnen und Einwohner – allerdings zunächst beschränkt auf das Jahr 2022 – zur Verfügung.“

Vorgehen ab 2023 steht noch nicht fest

Ob und wie es anschließend ab 2023 weitergehe, stehe gegenwärtig noch nicht fest und hänge ausschließlich von dem Erfolg der Bemühungen um den neuen Schwimmstandort ab, sagt Gabriel. „Fest steht aber bereits jetzt: Sollten auch für 2023 Jahreskarten ausgegeben werden können, dann sicher nicht mehr zu dem aktuell für die Nutzerinnen und Nutzer absolut attraktiven Preis. Darüber hinaus erwähnt Gabriel, dass Jahreskarten, deren Ablauf aufgrund der Corona-Schließung im Frühjahr dieses Jahres von Ende 2021 in das Jahr 2022 verschoben wurde, bis Ende 2022 verlängert werden können. „Allerdings muss die Verlängerung dann auch bis zum 31. Dezember 2022 erfolgen. Jeder Verlängerungsmonat kostet dann ein Zwölftel des Jahrespreises“, sagt der HVB-Geschäftsführer.

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