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Rückkehr zur Normalität bei den Kleingärtnern in Heiligenhafen

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Von: Patrick Rahlf

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Der 1. Vorsitzende Peter Fiedler (stehend) gab einen Einblick in das Vereinsleben des 1946 gegründeten Vereins. Die Nachfrage nach Parzellen sei derzeit sehr hoch.
Der 1. Vorsitzende Peter Fiedler (stehend) gab einen Einblick in das Vereinsleben des 1946 gegründeten Vereins. Die Nachfrage nach Parzellen sei derzeit sehr hoch. © Rahlf

Peter Fiedler steht auch in den kommenden drei Jahren an der Spitze des Kleingärtnervereins Heiligenhafen. Über ein einstimmiges Wahlergebnis konnte sich der Heiligenhafener bei der jüngsten Jahreshauptversammlung im Binnensee-Pavillon freuen.

Heiligenhafen – „In diesem Jahr konnten wir endlich wieder zur Normalität zurückkehren und haben in allen vier Kolonien Versammlungen durchführen können“, berichtete Fiedler. Zwar habe Corona das Vereinsleben weitestgehend lahmgelegt, doch die Nachfrage nach Kleingärten sei angestiegen (wir berichteten). „In den vergangenen zweieinhalb Jahren konnten wir bei 94 Kündigungen 126 neue Pachtverträge schließen“, verkündete der 1. Vorsitzende. 

Eigener Gemüseanbau wieder sehr gefragt

Lob gab es derweil von Bürgervorsteherin Petra Kowoll, die die liebevoll gestalteten Parzellen bewunderte, und von Bürgermeister Kuno Brandt. „Die vier Kolonien gehören zum Stadtbild und sind die grüne Lunge Heiligenhafens. Dass alle belegt sind, ist ein tolles Signal. Die Nachfrage nach Bio-Lebensmitteln lässt den Bedarf an eigenem Gemüse und Obstanbau wieder ansteigen.“ Er dankte zudem dem Kleingärterverein, der sich überaus kooperativ bei den Planungen für das Neubaugebiet am Lindenhof gezeigt hätte. „Ein paar Gärten wurden abgegeben, weil die Grundstücke für Erschließungsmaßnahmen gebraucht werden“, erklärte der Verwaltungschef. Wie Peter Fiedler betonte, hätte man allen betroffenen Kleingärtnern bei Bedarf eine  neue Parzelle zuweisen können.

Gleichzeitig lobte der 1. Vorsitzende den Zusammenhalt der Mitglieder. „Nur durch Gemeinschaftsarbeit ist es möglich, diverse Projekte kostengünstig und ohne Firmen zu realisieren.“ Aktuell müsse jedes Mitglied vier Stunden Gemeinschaftsarbeit im Jahr verrichten, doch längst nicht alle Kleingärtner würden dieser Pflicht nachkommen. „Alleine 65 Pächter haben sich der vertraglich festgelegten Arbeit im letzten Jahr entzogen und mussten Strafgeld zahlen“, so Fiedler. Zeitnah sollen die Stunden auf sechs erhöht werden, was noch immer gering sei, erklärte Fiedler, der ergänzte: „Andere Vereine sind schon bei zehn Stunden angekommen.“ Zudem gab es aus der Runde der 35 anwesenden Mitglieder den Vorschlag, das Strafgeld empfindlich zu erhöhen, sollten Pächter der Gemeinschaftsarbeit nicht nachkommen.

Neben Peter Fiedler, der im Amt bestätigt wurde, macht auch Ursula Lowak als Rechnungsführerin weiter. Turnusgemäß nach drei Jahren stand zudem die Wahl des 2. Beisitzers an. Das Amt inne hatte bisher Ute Behdau, die für keine Wiederwahl zur Verfügung stand, weil sie zwischenzeitig zur Obfrau der Kolonie „Open Över“ gewählt wurde. Als Nachfolger wurde Stefan Holznagel von der Versammlung gewählt.   

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