Aktivregion: Stadt schickt zwei Projekte ins Rennen / Bis zu zehn Infoterminals

Steg soll beide Häfen verbinden

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150-Meter-Steg: Von der Spitze der Jachthafen-Einfahrt bis zum südlichen Ende der Mole im Kommunalhafen.

Heiligenhafen -mb- Die Kleinfischerbrücke im Kommunalhafen in Heiligenhafen ist ein Hingucker. Ein weiteres, kleines Highlight soll das Jacht- und Kommunalhafengebiet zukünftig zusätzlich aufwerten und zwar ein 150 Meter langer und rund vier Meter breiter Stegüberbau der Mole, die Jachthafen und Kommunalhafen verbindet, jeweils mit einer 36 Quadratmeter großen Plattform an beiden Enden des Steges. Alles barrierefrei. Vorgestellt wurde das Projekt am Dienstag im Arbeitskreis Versorgen, Wirtschaft und Tourismus der Lokalen Aktionsgruppe (LAG) Aktivregion Wagrien-Fehmarn. Ein erster Schritt für Förderung durch das Land. Wenn der Vorstand der Aktivregion im November grünes Licht gibt, sieht es gut aus.

Als Infrastruktur, die Touristen und Einheimische gleichermaßen zum Verweilen einlade, beschreibt es Matthias Amelung, Regionalmanager der Aktivregion. „Es erhöht die Aufenthaltsqualität und steigert die Verweildauer“, fasst es HVB-Geschäftsführer Joachim Gabriel zusammen. Beleuchtung und Sitzbänke gehören natürlich dazu. Läuft alles problemlos, werde man im Herbst 2021 mit dem Bau beginnen, vorher soll sich auch der Behindertenbeauftragte der Stadt, Michael Rosch, in das Vorhaben einbringen, so Gabriel.

Auf die Barrierefreiheit wollen die HVB auch bei einem weiteren Projekt ein besonderes Augenmerk legen, das im Arbeitskreis vorgestellt wurde: die Errichtung von digitalen Infoterminals in der Warderstadt. An bis zu zehn zentralen Orten, unter anderem Marktplatz, Busbahnhof, Seebrücke, Bücherei und Aktiv-Hus, sollen großflächige Bildschirme Informationen für Touristen und Einheimische vorhalten. Die Vorteile würden auf der Hand liegen, so Amelung. Kurzfristig, sehr aktuell und zügig könnten die Terminals auch mit wichtigen Hinweisen bespielt werden, beispielsweise mit Unwetterwarnungen, ergänzt Aktivregion-Arbeitskreissprecher Detlef Lichtenstein. Gabriel nennt auch Verbände und Vereine der Stadt, denen man Platz einräumen wolle. Gerade in der Pandemie hätten solche Angebote eine ganz andere Bedeutung bekommen, so Amelung.

Auch hier werde die Barrierefreiheit berücksichtigt. Auf technischer Seite sei akustisch, visuell und mit einfacher Sprache einiges machbar, so Amelung. Der HVB-Geschäftsführer zählt zudem beispielhaft die Entspiegelung der Bildschirmoberfläche oder die niedrigere Höhe der Tafel auf, damit auch Rollstuhlfahrer ohne Probleme an die Infos kommen. „Im Idealfall werden wir die Terminals im kommenden Frühjahr aufbauen“, so Gabriel.

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