Sportwart „Karlo“ Schmütsch überreichte Fahrtensegler-Preise für die schönsten Reisen

SVH ist auf allen Meeren zuhause

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Auf dem Fahrtenseglerabend der SVH am Freitag überreichte Sportwart „Karlo“ Schmütsch die Fahrtensegler-Preise an die erfolgreichen Skipper.

HEILIGENHAFEN (ft) · Die dänische Südsee ist seit Jahren das Segelrevier der Fahrtensegler der SVH. Auch in diesem Jahr hat es viele Skipper der Heiligenhafener Seglervereinigung in die idyllischen dänischen Häfen gezogen. Einige SVH-Segler haben aber auch größere Reisen bewältigt: So wehte der SVH-Stander in polnischen Häfen, im kurischen Haff und in Klaipeda (Litauen) sowie in Estland. Rainer und Marja Haag segelten sogar bis zu den Shetland-Inseln und mussten viele Stürme überstehen.

Auf dem Fahrtenseglerabend am Freitag berichteten die Seefahrer über ihre Reisen und konnten die begehrten Fahrtensegler-Preise aus der Hand von Sportwart „Karlo“ Schmütsch in Empfang nehmen. 1 791 Seemeilen – das sind 3 318 Kilometer – legte dabei die Segelyacht „Koller“ auf ihrer Reise von Heiligenhafen zu den Shetlands zurück. In der Hauptstadt Lerwick musste man einen Sturm abwettern, bis das Zeitfenster eine Überfahrt nach Norwegen erlaubte. Die Dimensionen dieser Fahrt werden deutlich, wenn man auf die Seekarte schaut: Lerwick ist die Hauptstadt und Haupthafen der Shetland-Inseln. Lerwick liegt etwa 340 Kilometer nördlich von Aberdeen, 370 Kilometer westlich von Bergen in Norwegen und 370 Kilometer südöstlich von Tórshavn in der Färöer.

▪ „Im nächsten Jahr bitte nicht wieder Nordsee“

Auf der 62 Tage langen Reise mussten Rainer und Marja Haag mit Ihrer „Koller“ viele Stürme überstehen. „Im nächsten Jahr bitte nicht wieder Nordsee“, bat Ehefrau Marja Haag, was darauf schließen lässt, dass so eine Seereise doch anstrengend sein kann. Doch bei den Haags wird die Sommerreise 2011 schon geplant. Vielleicht ist das Baltikum das neue Ziel für die „Koller“. Reisevorbereitungen werden schon getroffen. Für ihre Reise zu den Shetlands konnten die Eheleute Haag den Fahrtenseglerpreis in Gold entgegen nehmen.

Nicht weniger als 1 684 Seemeilen (3 118 Kilometer) hat die SY „Kiwi“ mit Gert Kellermann und Veronika Strobel in diesem Sommer bewältigt. Die Reise ging über Mecklenburg-Vorpommern und Polen ins Kurische Haff nach Litauen und sogar bis nach Estland. Veronika Strobel berichtete über die Erlebnisse auf dieser Seereise, die in der Runde der Fahrtensegler gute Zuhörer fand. Auch für diese Reise konnte die Crew der „Kiwi“ die Fahrtenseglerauszeichnung in Gold in Empfang nehmen.

Gold gab es auch für Klaus und Helga Kalsow, die es mit ihrer SY „Bullerjan“ auf 1 351 Seemeilen brachten. Über die dänischen Inseln ging es in Richtung Norden. In Grenå auf Jütland feierten man Mittsommer, bevor es weiter nach Norden zur Insel Anholt ging. Wunderschön war es auch in den Schären vor Göteborg. Das gute Wetter animierte die Bullerjan-Crew, weiter nach Norden bis nach Oslo zu segeln.

Wolfgang und Dagmar Richardt segelten in diesem Sommer mit ihrer SY „Chari-La“ bis in den Limfjord und weiter bis nach Thyborøn, wo der Limfjord in die Nordsee geht. Dabei legte die „Chari-La“ 674 Seemeilen zurück, was ebenfalls Gold einbrachte.

Über die Fahrtensegler-Auszeichnung in Silber freute sich Carsten Sauerberg, der mit seiner Familie an Bord der SY „Gute Fee“ durch die dänische Südsee auch bis nach Grenå/Nordjütland, weiter nach Aalborg und in den Limfjord segelte. Auf dem Rückweg ein Abstecher in Nystedt auf Lolland, wo man zur Silberhochzeit von Christian und Regina Heinritz eingeladen war. Der dänische Hafen war fest in Heiligenhafener Hand und die Feier mit kirchlichem Segen ein einmaliges Fest. Auf ihren Sommerreisen hatte die „Gute Fee“ 582 Seemeilen zurückgelegt.

▪ „Carölchen“ kam in letzter Sekunde dazu

Den Fahrtenseglerpreis in Bronze konnten Torsten Much (SY „Carölchen“) und Peter Foth (SY „Albatros“) entgegennehmen. Obwohl Torsten Much noch in letzter Sekunde, genauer gesagt wenige Minuten vor der Veranstaltung, seine Reisedaten dem Sportwart mitgeteilt hatte, zeigte sich „Karlo“ Schmütsch sehr flexibel, indem auch diese Reise noch Berücksichtigung fand. Die „Carölchen“ segelte 463 Seemeilen bis zur dänischen Insel Samsø im Kattegat.

Die Crew der SY „Albatros“ mit Peter Foth, Udo Wiedersich und Manfred Saß unternahm zwei Reise in Häfen von Mecklenburg-Vorpommern. Eigentlich sollte die Reise nach Bornholm gehen. Von Osten kommende Stürme hatten das Vorhaben jedoch vereitelt. Doch bei der Sommerreise mit Ehefrau in die Schlei, die Flensburger Förde, in den Alsensund und weiter in die dänische Südsee zeigte sich der Sommer dann doch noch einmal von seiner besten Seite.

Nicht fehlen auf einem Fahrtenseglerabend durfte eine Geschichte von „Hein“ Passarge, der wie immer spaßig über seine Erlebnisse berichtete.

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