Das Anbaden am Neujahrstag hat sich in den vergangenen Jahren im Kreisnorden fest etabliert. Am 1. Januar 2021 wird es keine Veranstaltungen geben.
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Das Anbaden am Neujahrstag hat sich in den vergangenen Jahren im Kreisnorden fest etabliert. Am 1. Januar 2021 wird es keine Veranstaltungen geben.

Kaum noch Chancen auf Weihnachtsmarkt / Silvesterfeuerwerk und Anbaden gestrichen

Alles anders als sonst

Heiligenhafen/Großenbrode –ra– Wie wird Deutschland in der Pandemie Weihnachten und Silvester feiern? Diese Frage stellen sich derzeit Millionen Deutsche. Sicher ist bereits, dass auch die Vorweihnachtszeit in diesem Jahr eine komplett andere sein wird. „Nach derzeitiger Verordnungslage wird auch in Heiligenhafen kein Weihnachtsmarkt möglich sein. Eine endgültige Absage kann ich von städtischer Seite aber noch nicht verkünden“, sagte Bürgermeister Kuno Brandt (parteilos).

  • Weihnachtsmarkt in Heiligenhafen nach derzeitiger Verordnungslage nicht möglich – Absage aber noch offen
  • Großenbrode sagt Silvesterparty und Feuerwerk ab
  • "Partner mit Herz" in Kooperation mit den Heiligenhafener Verkehrsbetrieben

Der Heiligenhafener Verwaltungschef glaubt aber nicht daran, dass Buden mit wenigen Steh- und Sitztischen ab Dezember erlaubt sein werden. „Da bilden sich immer schnell Menschentrauben, und genau das gilt es, in dieser besonderen Zeit tunlichst zu vermeiden.“ Ein reiner Glühwein- und Bratwurstverkauf zum Mitnehmen ist unterdessen auch nur schwer vorstellbar. Kai Huckfeldt, Betreiber des Weihnachtstreffs „Lichterglanz“ auf dem Marktplatz, war gestern für die HP nicht zu erreichen. Wie er im Oktober aber sagte, könne er mit seinem Equipment, das vor Ort lagere, schnell auf die jeweilige Verordnungslage im Dezember reagieren.

Bratwurst und Glühwein zum Mitnehmen ist kaum denkbar

Zu den wenigen Konstanten in diesen Zeiten zählt die Weihnachtstanne, die bereits gestern angeliefert wurde (Seite 3). „Wir haben uns dafür ausgesprochen, dass der Baum in diesem Jahr wieder mehr geschmückt werden soll. Lichter und Weihnachtskugeln sind schließlich Hoffnungsträger. Deshalb begrüße ich auch die Lichter-Aktion des Kaufhauses Stolz in unserer Innenstadt“, sagte Kuno Brandt. In den vergangenen Jahren war der Weihnachtsbaum auf dem Marktplatz eher spärlich geschmückt gewesen – Hauptgrund waren wiederholte Vandalismusattacken.

Wenigstens Weihnachtsbeleuchtung in der Innenstadt Heiligenhafens

Die bei Kindern so beliebten und vom Heiligenhafener Gewerbeverein "Partner mit Herz" (PmH) organisierten Veranstaltungen wie die Besuche des Sünner Claas und des Weihnachtsmannes wurden ebenfalls schon abgesagt, wie PmH-Sprecherin Cheyenne Brandt mitteilte. „Um in diesem Jahr, trotz dieser sehr dunklen Zeit, so viel Licht wie möglich in den Alltag zu bringen, wird der Gewerbeverein gemeinsam mit der Stadt und den Heiligenhafener Verkehrsbetrieben (HVB) wieder für eine innerstädtische Das Anbaden am Neujahrstag hat sich in den vergangenen Jahren im Kreisnorden fest etabliert. Am 1. Januar 2021 wird es keine Veranstaltungen geben sorgen. Um ein wenig weihnachtliche Stimmung und zugleich Hoffnung auf bessere Zeiten in den Herzen aller zu erzeugen, bitten wir alle Bürgerinnen und Bürger, unserem Beispiel zu folgen und Licht in den Fenstern und Gärten anzuzünden“, sagte Cheyenne Brandt.

"Wäre in diesen Zeiten verantwortungslos"

Eike Doyen, Heiligenhafens Veranstaltungsleiter, teilte gestern mit, dass es in diesem Jahr definitiv kein Silvesterfeuerwerk am Binnensee geben werde. „Um Mitternacht einen zentralen Anlaufpunkt für Menschenmassen zu schaffen, wäre in diesen Zeiten verantwortungslos.“ Mitte Oktober hätte es zwar ein vom Tourismus-Service organisiertes Feuerwerk am Binnensee am frühen Abend gegeben, die Voraussetzungen seien aber komplett andere gewesen. „Das war mit Silvester absolut nicht vergleichbar.“ Auch das traditionelle Anbaden am Neujahrstag ist bereits auch schon abgesagt worden. „Auf der Seebrücke ist immer unheimlich viel los. Wie sollen da Abstände eingehalten werden?“, fragte sich Doyen.

Großenbrode hat in Absprache mit der Region entschieden

In die gleiche Kerbe hat gestern Großenbrodes Veranstaltungsleiter Roland Früh geschlagen. „Es wird weder eine Silvesterparty mit Musik noch ein Feuerwerk an der Seebrücke geben. Wir haben uns da mit den anderen Orten in der Region abgesprochen“, so Früh, der ebenfalls keine Chance für das Anbaden am 1. Januar sieht.

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