Heiligenhafener Bezirkshandwerker arbeiten derzeit am zehn Meter langen Nachfolger-Modell

Alter Maibaum ist marode

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Gerhard Schwarck zeigt die Stelle, wo der Maibaum gebrochen ist.

HEILIGENHAFEN -ft- Beim Abbau des Maibaums am 13. Oktober und der Begutachtung am nächsten Tage hatten die Handwerksmeister der Bezirkshandwerkerschaft feststellen müssen, dass das Schmuckstück marode ist und nicht mehr repariert werden kann. In Abstimmung mit dem Vorstand der Bezirkshandwerkerschaft wurde daraufhin beschlossen, einen neuen Maibaum herzustellen, der dann in voller Pracht wieder am 1. Mai kommenden Jahres von den Handwerkern auf dem Marktplatz aufgestellt wird.

Wie Zimmerermeister Gerhard Schwarck unserer Zeitung sagte, sei man auf der Suche nach Sponsoren auch erfolgreich gewesen. So haben die Stadt Heiligenhafen, die Heiligenhafener Verkehrsbetriebe und die Werbegemeinschaft „Partner mit Herz“ ihre Unterstützung bei der Finanzierung der Materialkosten von circa 1600 Euro zugesagt. Wie in den Vorjahren auch, werden die Heiligenhafener Handwerker ihren Arbeitsaufwand ehrenamtlich erbringen. Der neue Stamm des Maibaumes ist aus dem Holz von zehn Meter hohen Douglasien hergestellt. Die Teile wurden fachgerecht verleimt, um die Dicke des Stammes zu erreichen. Um die erforderlichen Plustemperaturen zum Leimen zu haben, wurde der Baum mit einem Folienzelt eingehäust. Für eine konstante Temperatur sorgte eine elektrische Heizung, die Handwerkskollege „Karlo“ Schmütsch zur Verfügung gestellt hatte. 110 Leimzwingen mussten eingesetzt werden, um den Stamm zusammenzuleimen, erklärte Gerhard Schwarck. Fachliche Unterstützung kam aus den holzverarbeitenden Betrieben mit Bootsbauermeister Hauke Struck, Zimmergeselle Frank Sonnenkalb und natürlich Gerhard Schwarck, in dessen Werkstatt der neue Hingucker entsteht. Auch viele andere Handwerksmeister sind aktiv und unterstützen die Neuanschaffung. So werden die Malerarbeiten von Malermeister Marcel Hoffmann übernommen. Wenn alles getrocknet ist, wollen die Handwerker mit vereinten Kräften die Beschläge vom alten Baum auf das neue Wahrzeichen umsetzen. Zurzeit ist der Maibaum aber noch achteckig. In den nächsten Woche soll hieraus ein runder Stamm gedreht werden, sagte Hauke Struck. In rund zwei Wochen soll das Werk vollendet sein und wenn dann alle Beschläge und Zunftzeichen wieder an ihrem Platz sind, geht es ins Winterlager, wo der Maibaum auf das Erwachen des Frühlings am 1.Mai wartet.

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