Sabas Engagement brachte Heiligenhafen und Italien noch ein Stück näher zusammen

Auszeichnung für Amos Saba

Mit der Medaille des „Cimetes Italia“ ehrten der Präsident Franco Corradi (l.) und Dott. Maria Mazza (r.) den Heiligenhafener Stadtvertreter Amos Saba für sein soziales Engagement, das Heiligenhafen und Italien näher brachte.  Foto: Foth

HEILIGENHAFEN (ft)  • Amos Saba hat einen großen Beitrag geleistet, dass Deutsche und Italiener sich näher kamen. Für dieses Engagement wurde, der seit vielen Jahren in Heiligenhafen lebende Italiener, mit Medaille des „Comites Italia“, und im Namen der italienischen Generalkonsuls, der durch Dott. Maria Mazza vertreten wurde, geehrt. Die Ehrung nahm der Präsident des „Comites“ Franco Corradi vor.

Frau Dott. Mazza, die die Grüße des italienischen Generalkonsuls überbrachte, war gerne in die „Provinz“ gekommen, um an der Ehrung eines alten Freundes teilzunehmen. Gute Kontakte über viele Jahre haben das gute Verhältnis zwischen ihr und Amos Saba geprägt.

Bevor Franco Corradi die Ehrung vollzog, ließ der Präsident des „Comites“ noch einmal die vielfältigen Leistungen von Amos Saba Revue passieren. 12 Jahre war der Jubilar im Hauptvorstand der Gewerkschaft „Nahrung-Genuss-Gaststätte“ (NGG), 10 Jahre Konzernbetriebsratsvorsitzender der „Deutschen Schlaf- und Speisewagengesellschaft (DSG) und bis heute Ausländerbeauftragter im DGB-Kreisvorstand.

Bundespräsident Prof. Karl Carstens zeichnete Amos Saba am 16. Februar 1983 mit dem Verdienstkreuz am Band des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland aus. Grund für diese Auszeichnung an den italienischen Staatsangehörigen war die Anerkennung seines Einsatzes in der Betreuung ausländischer und deutscher Arbeitnehmer. Fanco Corradi machte in seiner Festrede deutlich, dass dank Amos Saba Licht in die Verbindung der Städte Heiligenhafen und Venedig kam, denn der Heiligenhafener Seefahrer Moritz Hartmann wurde von den Venezianern 1685 für seine Tapferkeit mit dem Ritterkreuz von St. Marco geehrt. Amos Saba sorgte auch dafür, dass das Familiengrab vor der Kirche restauriert wurde.

Der 80-jährige Kommunalpolitiker, den die Heiligenhafener Luft jung gehalten hat, ist auch Stadtvertreter mit Herz und Verstand. Er hat stets ein offenes Ohr für die Belange der Bürgerinnen und Bürger, was ihm bei der letzten Kommunalwahl ein Direktmandat einbrachte, sagte Bürgermeister Heiko Müller. Nach den Worten des Bürgermeisters ist Amos Saba ein Mensch, der mit Menschen spricht und Gefühle aufnehmen kann.

Als Vorsitzender des Kirchenvorstands der evangelischen Kirchengemeinde sprach Norbert Suhr davon, dass ohne das Wirken von Amos Saba die Taten des Heiligenhafener Seefahrers Moritz Hartmann nicht ins Bewusstsein der Öffentlichkeit gekommen wären. Als Dank überreichte Norbert Suhr einen Präsentkorb mit italienischen Köstlichkeiten, darunter echte Fenchel-Knollen. Aufbereitet mit Olivenöl sind sie – nach eigenem Bekenntnis von Amos Saba – ein Jungbrunnen.

Gerührt von so vielen großen Worten, dankte Amos Saba den Festrednern und besonders den Ehrengästen vom italienischen Generalkonsulat in Hamburg.

Ein besonderer Dank ging an den Landsmann Italo Servadio, der die Veranstaltung organisiert hatte. Der gelernte Gastronom überraschte nach den Festansprachen die Gäste mit einem „italienischen Gaumenkitzel“ mit selbst erstellten Köstlichkeiten und Weinen aus italienischen Regionen.

Für einen festlichen musikalischen Rahmen sorgte im Heimatmuseum Hildegard Kunow. Am Flügel spielte die Vorsitzende des Fördervereins für Heimatmuseum und Kultur e.V. zwei „Impromptus“ von Franz Schubert. Die Stücke „für den Augenblick“ spiegelten Gefühle und Empfindungen wider, die Amos Saba bei dieser Ehrung empfand.

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