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Großeinsatz am 1. Weihnachtstag: Feuer im Beach-Motel in Heiligenhafen

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Von: Arne Jappe

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In diesem Gebäudeteil brannte es unter einem Balkon. Die Feuerwehr konnte das Feuer schnell löschen.
Insgesamt 45 Einsatzkräfte der Heiligenhafener Feuerwehr waren an dem Einsatz am 25. Dezember gegen 22 Uhr beteiligt. © Arne Jappe

Aus noch ungeklärter Ursache geriet in den Abendstunden des 1. Weihnachtstages die Außenfassade zweier Balkone des Heiligenhafener Beach Motels in Brand. Sechs Ersthelfer mussten ärztlich versorgt werden, weil sie Rauch eingeatmet hatten.

Heiligenhafen – Urlauber setzten sofort mehrere Notrufe ab, während sich Ersthelfer diverse Feuerlöscher schnappten. „Die Löschversuche der Ersthelfer haben das Feuer eingedämmt“, sagte Wehrführer und Einsatzleiter Michael Kahl. Als die Einsatzkräfte der Feuerwehr an der Einsatzstelle eintrafen, brannte es trotz mehrfach eingesetzter Feuerlöscher aber immer noch. „Wir löschten den Bereich umgehend ab, sodass keine Gefahr mehr vom Feuer ausging“, erklärte Kahl.

Heiligenhafens Wehrführer zeigte sich erleichtert, dass das Gebäude bereits bei Ankunft der Feuerwehr geräumt war. „Hier haben die Angestellten vorbildlich gehandelt“, so Kahl. Die Feuerwehr führte Messungen in den Hotelzimmern durch, da der Rauch durch geöffnete Fenster in diese gezogen war. Dies führte dazu, dass insgesamt vier Hotelzimmer derzeit nicht mehr bewohnbar sind. Die betroffenen Hotelgäste wurden in andere Zimmer verteilt. Die evakuierten Gäste konnten nach kurzer Zeit wieder das Gebäude betreten.

Sechs Ersthelfer mussten behandelt werden

Nicht ganz so glimpflich gingen die Löschversuche der Ersthelfer aus. Sie atmeten den Brandrauch beim Löschen vom Feuer ein. „Insgesamt sechs Personen mussten durch den Rettungsdienst behandelt werden“, erklärte Michael Kahl. Glück im Unglück – keiner musste weiter in einem Krankenhaus versorgt werden. 

Zwei weitere Urlauber verletzten sich zudem leicht, als sie auf dem gefrorenen Löschwasser ausrutschen und auf die Hand fielen. Auch hier konnte der Rettungsdienst vor Ort helfen. Was das Feuer letztendlich ausgelöst hat, dies ermittelt nun die Polizei. Womöglich war ein technischer Defekt der Grund für das Feuer. Die Feuerwehr war mit insgesamt 45 Einsatzkräften vor Ort, zusätzlich zwei Rettungswagen und die Polizei. Über die Schadenshöhe konnte die Polizei keine Angaben machen. 

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