108 Grundstücke sind am Antennenturm seit 2013 verkauft worden

Baugebiet abgenommen

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Vertreter der Stadt Heiligenhafen, des Zweckverbandes, des Erschließungsträgers, der Firma Gollan sowie des Oldenburger Ingenieurbüros Maas und Müller bei der gestrigen Abnahme des Neubaugebietes.

Heiligenhafen –ra– Im rund zwölf Hektar großen Neubaugebiet am Antennenturm, das in drei Abschnitten erschlossen worden ist, haben zahlreiche Familien in Heiligenhafen ein neues Zuhause gefunden. Während der B-Plan aus dem Jahr 2006 stammt und 2013 die ersten der insgesamt 108 Grundstücke verkauft wurden, fand gestern Vormittag die Übergabe aller baulichen Erschließungsanlagen an die Stadt Heiligenhafen statt. „Damit liegt das gesamte Gebiet ab sofort in unserem Verantwortungsbereich“, erklärte Bauamtsleiter Roland Pfündl.

Mittlerweile sind im Neubaugebiet sämtliche Grundstücke vergeben, auch jene, die für Mehrfamilienhäuser gedacht sind. Neun Stück sollen entstehen und rund 100 Wohnungen vorhalten. „Die Investoren haben uns signalisiert, dass die Einheiten in die Vermietung gehen sollen“, erklärte Björn Eggert, Geschäftsführer der Bauland Schleswig-Holstein Beteiligungs-GmbH, die für die Erschließung des Areals federführend verantwortlich gewesen ist.

Der Großteil des Neubaugebietes, das ein extremes Höhengefälle aufweist, besteht aber aus Einfamilienhäusern. „Das finanzielle Volumen, das aufgewendet wurde, um das gesamte Projekt umzusetzen, liegt bei rund neun Millionen Euro“, sagte Björn Eggert beim gestrigen Pressetermin, an dem auch Vertreter des Zweckverbandes Ostholstein, der Firma Gollan, des Oldenburger Ingenieurbüros Maas und Müller sowie der Stadt Heiligenhafen teilgenommen hatten.

Im Vorwege der Erschließungsmaßnahme, die insgesamt fünfeinhalb Jahre gedauert hat, wurden umfangreiche archäologische Vor- und Hauptuntersuchungen durchgeführt, teilte die Bauland Schleswig-Holstein Beteiligungs-GmbH mit. „Es freut mich sehr, dass hier so viele neue Häuser entstanden sind und wir neue Mitbürger begrüßen können. Die Nachfrage ist ungebrochen hoch, es fehlt weiteres Bauland in Heiligenhafen“, sagte Bürgermeister Heiko Müller.

Fünf neue Straßen sind unterdessen am Antennenturm neu dazugekommen, die von einem 1,65 Kilometer langen Straßennetz verbunden werden. „Was den Winterdienst und sämtliche weitere Unterhaltungsmaßnahmen betrifft, ist nun die Stadt Heiligenhafen verantwortlich“, sagte Bauamtsleiter Roland Pfündl mit Blick auf die gestern erfolgte offizielle Abnahme.

Auch für den Lärmschutz des Areals, das dicht an der Autobahn liegt, ist gesorgt. Ein vier Meter hoher Lärmschutzwall ist entstanden. Ebenfalls aktuell ist das Thema Glasfaser. Zusätzlich zu den gängigen Versorgungsleitungen wurde auch der Ausbau des Glasfasernetzes weiter vorangetrieben. Jeder Haushalt hat die Möglichkeit, eine Glasfasernetzanbindung zu erhalten.

Der lange Weg zur Erschließung:

Insgesamt circa 10000 Quadratmeter Betonsteinpflasterdecke sind verlegt worden sowie 4250 Meter Betonbordsteine. Rund 10000 Kubikmeter Boden wurden bewegt, der Schmutzwassersammelkanal hat eine Länge von 1400 Metern und wurde in bis zu einer Tiefe von fünf Metern verlegt. Mit einer Länge von 1550 Metern ist der Niederschlagssammelkanal geringfügig länger. Das Regenrückhaltebecken des Neubaugebietes hat eine Größe von 1500 Kubikmetern. Zusätzlich wurde vom Investor, der Bauland Schleswig-Holstein Beteiligungs-GmbH, ein zentral im Baugebiet gelegener Kinderspielplatz angelegt. Ebenfalls wurde der Ausbau des Höhenwegs zwischen Carl-Maria-von-Weber-Straße und Wachtelberg, einschließlich einer Neuverlegung der Regenwasserkanalisation, vorgenommen.

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