Ladestation in Heiligenhafen
+
Am Kapitän-Willi-Freter-Platz in Heiligenhafen gibt es Probleme mit einigen Ladestationen.

Bekommt Heiligenhafen mehr E-Ladesäulen?

  • Patrick Rahlf
    VonPatrick Rahlf
    schließen

Im Juni will die Kommunalpolitik das E-Ladesäulennetz in Heiligenhafen weiter voranbringen. Derzeit gibt es vor allem Probleme mit den Ladesäulen am Kapitän-Willi-Freter-Platz.

  • Die Fraktion Bürger für Heiligenhafen (BfH) sieht die Anzahl der öffentlichen Ladepunkte als nicht ausreichend an.
  • Auch Bürgermeister Kuno Brandt (parteilos) sieht das Angebot als zu gering an.
  • Am Kapitän-Willi-Freter-Platz gibt es einige Probleme mit den Ladesäulen.

Heiligenhafen – Heiligenhafens Stadtvertretung wird sich in ihrer nächsten Sitzungsrunde mit dem Ausbau des Ladesäulennetzes für Elektroautos beschäftigen. Die Fraktion der Bürger für Heiligenhafen (BfH) sieht die Anzahl der öffentlichen Ladepunkte als absolut nicht ausreichend an und hat hierzu einen entsprechenden Antrag in die politischen Gremien eingebracht.

„Wir müssen auch darüber nachdenken, ein Angebot in Wohngebieten mit Mehrfamilienhäusern zu schaffen, um allen Bürgerinnen und Bürgern die Teilnahme an der Energiewende zu ermöglichen“, teilte der Fraktionsvorsitzende der BfH, Simon Schulz, mit. 

Auf jeden Fall sei das Angebot zu gering, das sieht auch Bürgermeister Kuno Brandt (parteilos) so. In der Altstadt und am Binnensee sei es derzeit nicht möglich, ein Elektroauto aufzuladen. „Im Juni wird der Kommunalpolitik etwas zu diesem Thema vorgestellt werden. Das war bereits für vergangenes Jahr geplant, musste aber verschoben werden“, erklärte Heiligenhafens Verwaltungschef. 

Ladesäule am Kapitän-Willi-Freter-Platz hatte ständig technische Probleme

„Die Anzahl der E-Fahrzeuge nimmt ständig weiter und beschleunigt zu. Eine deutliche Erhöhung der öffentlich zugänglichen Ladepunkte wäre mehr als wünschenswert“, sagte auch HVB- und Stadtwerke-Geschäftsführer Joachim Gabriel. Die letzte noch vorhandene HVB-Ladesäule auf dem Kapitän-Willi-Freter-Platz hätte nach einem anfänglich störungsfreien Lauf ständig technische und wartungsmäßige Probleme verursacht. „Aktuell haben wir die benötigten Ersatzteile trotz Corona endlich vorliegen, werden neue Verträge über den technischen Support abschließen und diese Ladepunkte in absehbarer Zeit wieder in Betrieb nehmen“, so Gabriel weiter. 

Eine weitere Ladestation am Freter-Platz musste derweil aufgegeben werden, weil das Eichamt Nord eine Nachrüstung gefordert hatte, die nicht realisierbar war, teilte Joachim Gabriel mit. Für die Station an der ehemaligen Hafenservice-Hütte, die dem Gosch-Bau weichen musste, hat es zudem keinen Ersatzstandort gegeben 

„Bei einem entsprechenden Beschluss der Stadtvertretung werden wir selbstverständlich und schnell unseren Beitrag leisten“, versprach Gabriel. 

Aktuell müssen Gäste mit Elektro-Autos am Autobahn-Rastplatz „Ostseeblick“ laden, bei Lidl, Famila oder beim Autohaus Berg.

Kommentare

Regeln fürs Kommentieren: Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.