Frischer Wind für das Heiligenhafener Heimatmuseum: Konzept in Auftrag gegeben

Bereit für eine Neuausrichtung

Von außen ist das Heimatmuseum ein viel fotografiertes Schmuckstück. In den Innenräumen besteht dagegen Handlungsbedarf.
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Von außen ist das Heimatmuseum ein viel fotografiertes Schmuckstück. In den Innenräumen besteht dagegen Handlungsbedarf.

Heiligenhafen –ra– Das Heiligenhafener Heimatmuseum soll attraktiver werden und langfristig eine deutliche Aufwertung erfahren. Die Kieler Kulturwissenschaftlerin Dr. Stefanie Jannsen ist damit beauftragt worden, ein neues Konzept zu entwickeln, das im kommenden Jahr vorliegen soll. Finanziert wird dieses Vorhaben von der Fielmann AG, die sich stark für die Kultur- und Museumslandschaft in Schleswig-Holstein engagiert.

  • Ausstellung im Heimatmuseum knapp 30 Jahre alt
  • Herausforderungen bei Neuausrichtung
  • Außendarstellung in Heiligenhafen verbessern

„Mittlerweile ist die Ausstellung knapp 30 Jahre alt. Das wunderschöne Haus verdient eine Neugestaltung“, sagte die Kulturwissenschaftlerin gestern Vormittag bei einem Pressetermin vor Ort. Auch erste Ideen würde es schon geben. Eine angepasste Beleuchtung, eine neue Beschriftung, die Entwicklung eines strukturierten Rundgangs, die Einbeziehung von Außenflächen, Kinderfreundlichkeit sowie der Einsatz von Hör- und Filmstationen seien erste Ansätze, die Stefanie Janssen weiterverfolgen wolle. „Auch neue Ausstellungsstücke könnten dazukommen. Wir sind ständig auf der Suche nach historischen Heiligenhafen-Funden“, sagte Jürgen Oswald von der Fielmann Stiftung.

Schwierigkeiten bei der Neuausrichtung des Heimatmuseums sieht Stefanie Janssen unter anderem beim bisherigen Nutzungskonzept. „Da das Museum auch für Veranstaltungen genutzt wird, muss die Ausstellungsfläche flexibel sein.“ Auch in Bezug auf die Außendarstellung müsse viel getan werden. „An der Seebrücke fehlt jeglicher Hinweis auf dieses wunderschöne Gebäude.“

„Mittlerweile etwas altbacken“

Unterstützung wird die Kulturwissenschaftlerin sowohl von der langjährigen Museumsleiterin Petra Mischke als auch von den Mitgliedern des

Heiligenhafener Fördervereins für Heimatmuseum und Kultur

bekommen. „Die Idee, das Museum attraktiver zu machen, hatten wir schon vor einem Jahr, denn mittlerweile wirkt vieles etwas altbacken. Man muss neue Wege gehen und sich vielleicht auch von dem einen oder anderen Ausstellungsstück trennen“, sagte Axel Schröder-Wangen, 2. Vorsitzender des Fördervereins.

 Auch Petra Mischke ist für Veränderungen aufgeschlossen. „Wir sollten unsere Besonderheiten viel besser herausstellen, zum Beispiel die Verbindung Theodor Storms zu unserem Ort. Außerdem muss die Zusammenarbeit mit dem Tourismus-Service intensiviert werden.“ Sie äußerte zudem den Wunsch, mehr Lagermöglichkeiten außerhalb des Museums zur Verfügung zu haben, um Ausstellungsstücke auch einlagern zu können.

Stefanie Jannsen wird sich in den kommenden Monaten ausführlich mit der Thematik beschäftigen und dann ein Konzept vorlegen, wie das Heimatmuseum zukunftsfähig aufgestellt werden könnte. Die Fielmann AG bezahlt das Konzept, für die Umsetzung ist die Stadt Heiligenhafen zuständig – auch finanziell.

„Alle heute vorgetragenen Ideen sind gut, und ich bin gespannt, was am Ende dabei herumkommt. In einem Jahr könnte der Stadtvertretung dann eine Prioritätenliste vorgelegt werden“, sagte Heiligenhafens Bürgermeister Kuno Brandt, der das Heimatmuseum auch als wichtigen Baustein im Zuge der Innenstadtbelebung betrachtet.

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