Ingo Gädechens, Elke Sönnichsen und Jörg Bochnik vor der ASB-Station in Heiligenhafen.
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Der CDU-Bundestagsabgeordnete Ingo Gädechens besuchte Elke Sönnichsen und Jörg Bochnik vom ASB-Regionalverband Ostholstein in Heiligenhafen.

CDU-Bundestagsabgeordneter Ingo Gädechens besucht ASB in Heiligenhafen

Bund begrüßt Hospizpläne in der Region

  • Hans-Jörg Meckes
    VonHans-Jörg Meckes
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Der CDU-Bundestagsabgeordnete Ingo Gädechens besuchte kürzlich den Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) in Heiligenhafen, um über die Unterstützung für den geplanten Bau eines Hospizes in Oldenburg zu sprechen. Der ASB würde als Betreiber auftreten.

  • Ingo Gädechens hält die Pläne für ein Hospiz in der Region für unterstützenswert.
  • Region Wagrien-Fehmarn ist Hospiz-Diaspora.
  • Förderung durch den Bund soll in der nächsten Wahlperiode in Angriff genommen werden.

Heiligenhafen – Im Jahr 2019 hat sich der Verein Hospiz Wagrien-Fehmarn gegründet, um in Oldenburg ein Hospiz zu realisieren. In einer solchen Einrichtung werden Menschen, die wegen ihres hohen Alters oder aufgrund einer schweren Erkrankung kurz vor dem Ende ihres Lebens stehen, in ihren letzten Tagen begleitet. So kann ihnen zum Ende ein möglichst angenehmes Leben ermöglicht werden, beschreibt es der Verein. Für die Realisierung des Projektes möchte sich auch der  ostholsteinische CDU-Bundestagsabgeordnete Ingo Gädechens einsetzen, der den ASB-Regionalverband Ostholstein, der sich bereit-
erklären würde, als Hospiz-Betreiber aufzutreten, in Heiligenhafen besuchte, um über mögliche Fördergelder zu sprechen.

Wir haben hier oben im Norden eine Diaspora, was die Hospizeinrichtungen betrifft.

CDU-Bundestagsabgeordneter Ingo Gädechens

„Hier beim ASB steht mit dem geplanten Hospiz ein tolles Projekt auf der Agenda. Ich finde es gut, wenn es Menschen ermöglicht wird, dort sterben zu können, wo sie immer gelebt haben und zu Hause sind. Wir haben hier oben im Norden eine Diaspora, was die Hospizeinrichtungen betrifft“, machte Gädechens deutlich. Er habe die Idee des Vereins Hospiz Wagrien-Fehmarn deshalb sehr begrüßt. Geplant sei das Hospiz in Oldenburg, da der Standort vom Sozialministerium des Landes Schleswig-Holstein bevorzugt werde, heißt es vom Verein.

Gädechens erklärte, dass bundesseitig ein Pilotprogramm für die finanzielle Realisierung solcher Einrichtungen ausgelobt worden sei. „Aber die Kosten für das Projekt in Oldenburg liegen bei 4,5 Millionen Euro. Der finanzielle Ansatz ist vom Bund zu gering gewählt worden“, erklärte der CDU-Bundestagsabgeordnete. Der Fördertopf sei bundesweit vorgesehen, und bisher habe der Bund den Bedarf an Hospizen bundesweit unterschätzt, so Gädechens.

Neuer Anlauf für Förderung in der nächsten Wahlperiode

„In dieser Wahlperiode wird es deshalb nicht möglich sein, das Fördergeld für das Projekt zu erhalten. Wir nehmen aber einen neuen Anlauf in der nächsten Wahlperiode“, betonte der Christdemokrat.

Elke Sönnichsen, Geschäftsführerin des ASB-Regionalverbandes Ostholstein, und Vorstandsvorsitzender Jörg Bochnik begrüßten das Bemühen von Gädechens. „Ein Hospiz ist nicht nur für ältere Menschen gedacht. Auch schwer kranken Jüngeren könnte mit der Einrichtung eine angenehme Begleitung am Lebensende ermöglicht werden“, so Bochnik.

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