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Heiligenhafen schafft Fakten: Bezahlbarer Wohnraum ab 6,10 Euro den Quadratmeter

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Von: Patrick Rahlf

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Hier entstehen neue Wohnungen.
Kürzlich wurde das städtische Grundstück in der Ina-Seidel-Straße von Sträuchern befreit, damit die vorbereitenden Baumaßnahmen fortgeführt werden können. Insgesamt sollen hier 38 Wohnungen entstehen. © Rahlf

Es ist das erste Projekt der neu gegründeten städtischen Wohnungsbaugesellschaft Heiligenhafen: der Bau von 38 Wohnungen auf einem Grundstück zwischen Ina-Seidel-Straße und Sundweg östlich vom Antennenturm. 

Heiligenhafen – „Aktuell wurde das Baufeld von Sträuchern befreit, damit die sogenannte Grobabsteckung durch ein Vermessungsbüro und anschließend die notwendigen Bohrungen für die Baugrunduntersuchung und -beurteilung vorgenommen werden können“, berichtet HVB-Geschäftsführer Joachim Gabriel, der gleichzeitig auch als Geschäftsführer der Heiligenhafen Wohnen GmbH & Co. KG fungiert.

Zwei Gebäude mit jeweils 19 Wohnungen entstehen

Dass die Stadtvertretung das 7300 Quadratmeter große Grundstück in der Ina-Seidel-Straße für das erste Projekt der neu gegründeten städtischen Gesellschaft auserkoren hat, war schon länger bekannt – die Rahmenbedingungen bislang noch nicht. „Es sollen zwei Gebäude mit jeweils 19 Wohnungen entstehen, macht insgesamt 38 Wohnungen“, so Gabriel. Die Gebäude sind gemäß B-Plan zweigeschossig, zuzüglich Staffelgeschoss. 

Aufgrund der gedeckelten Mieten für die geförderten Wohnungen und der exorbitant gestiegenen Baukosten, betrage der Anteil der geförderten Wohnungen 30 Prozent, was zwölf Einheiten entspricht. Die übrigen Wohnungen sind frei finanziert. „Die Förderung ist trotz der gestiegenen Kosten nicht entsprechend erhöht worden“, merkt Joachim Gabriel an. 

Heißt konkret: Bei zwölf der 38 Wohnungen beträgt die Kaltmiete 6,10 € je Quadratmeter im Monat. Die 26 restlichen Einheiten werden teurer vermietet werden müssen, um eine gewisse Wirtschaftlichkeit zu erbringen. 

„Trotz rechtzeitiger Einreichung der Anträge ist auch unser Vorhaben gegenwärtig von dem vielfach diskutierten Antrags- und Bewilligungsstopp der KfW betroffen.“

Joachim Gabriel, Geschäftsführer der Heiligenhafen Wohnen GmbH & Co. KG

„Die ersten Termine mit der Arbeitsgemeinschaft für zeitgemäßes Bauen und der Investitionsbank Schleswig-Holstein haben bereits stattgefunden. Trotz rechtzeitiger Einreichung der Anträge ist auch unser Vorhaben gegenwärtig von dem vielfach diskutierten Antrags- und Bewilligungsstopp der KfW betroffen“, bedauert der Geschäftsführer. Dennoch rechnet er mit einem Baubeginn im Herbst dieses Jahres, die Fertigstellung ist für Ende 2023 vorgesehen. Das Vorhaben wird in einige Wochen den städtischen Gremien detailliert vorgestellt. 

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