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Viel los bei Heiligenhafens Handwerkerschaft

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Von: Peter Foth

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Innenstadtkümmerin Kirsten von Ludowig mit dem Vorsitzenden der Bezirkshandwerkerschaft Kai Samsing (l.), Bürgermeister Kuno Brandt sowie dem 2. Vorsitzenden Joachim Knorr (r.).
Innenstadtkümmerin Kirsten von Ludowig mit dem Vorsitzenden der Bezirkshandwerkerschaft Kai Samsing (l.), Bürgermeister Kuno Brandt sowie dem 2. Vorsitzenden Joachim Knorr (r.). © Foth

Während das Maibaumrichten kürzlich ein voller Erfolg war, laufen die Planungen für die Wardermesse auf Hochtouren. Gleichzeitig müssen sich Heiligenhafens Handwerksbetriebe mit dem Problem fehlender Azubis auseinandersetzen.

Heiligenhafen – Auf der Jahreshauptversammlung der Heiligenhafener Bezirkshandwerkerschaft konnte Kai Samsing zum ersten Mal als neugewählter Vorsitzender seine Handwerkskollegen begrüßen. Wie Samsing im Bericht des Vorstandes deutlich machte, habe trotz der Coronakrise die Arbeit nicht nachgelassen. In fünf Vorstandssitzungen habe man die Vereinsarbeit vorangebracht und im neugewählten Vorstand gute Entscheidungen treffen können. 

Die Handwerker hätten sich wieder bei der Installation der Weihnachtsbeleuchtung an der Kirche eingebracht, zudem stehe der Badekarren am Ortseingang nach einer aufwendigen Restaurierung wieder an seinem alten Platz. Besonders hätten sich die Handwerker auf das diesjährige Maifest mit dem Aufstellen des Maibaums gefreut. Handwerkskollege Gerhard Schwarck hatte den Maibaum im Winterlager noch einmal frisch lackiert. „Das Maibaumrichten am 1. Mai wurde wieder zu einem kleinen Volksfest“, so Kai Samsing. 

„Viele Hafenbesucher haben den Wasseranstandsanzeiger schon vermisst und sogar das Gerücht, er sei gestohlen worden, machte die Runde.“

Kai Samsing, Vorsitzender der Heiligenhafener Bezirkshandwerkerschaft

Wie der Vorsitzende weiter berichtete, hätten die Handwerker auch den Wasserstandsanzeiger am Hafen abgebaut, um ihn zu restaurieren. Federführend war dabei Holger Much, Inhaber der Göttsch-Werft. „Viele Hafenbesucher haben den Wasseranstandsanzeiger schon vermisst und sogar das Gerücht, er sei gestohlen worden, machte die Runde“, führte Kai Samsing weiter aus. Wie er sagte, sei wirklich etwas gestohlen worden. Hier handelte es sich aber um die Informationstafel für den Wasserstandsanzeiger. Der Vorschlag des Vorstandes, den Wasserstandsanzeiger abends zu beleuchten, fand eine große Mehrheit. 

Wie der zweite Vorsitzende Joachim Knorr betonte, seien für die Wardermesse am ersten Wochenende im November schon viele Anmeldungen eingegangen. „Wir würden uns aber über noch mehr Aussteller freuen“, sagte Knorr. Mit Stolz präsentierte Knorr zudem die neue Informationsbroschüre der Bezirkshandwerkerschaft, die in den nächsten Tagen verschickt werden soll. Hier sind alle Handwerksbetriebe und Mitglieder der Handwerkerschaft mit einem Profil ihres Betriebes vertreten. 

Gleichzeitig würden im Handwerk weiterhin Auszubildende fehlen. „Wir wollen in die Schulen gehen und für unsere Handwerksbetriebe werben“, sagte Kai Samsing. Bürgermeister Kuno Brandt, der am Mittwochabend ebenfalls anwesend war, könnte sich vorstellen, dass sich auch die Stadt an dieser Werbetour beteiligt, da in der Verwaltung ebenfalls dringend Nachwuchskräfte gesucht werden. 

Kirsten von Ludowig sprach über die Innenstadt

Als Gast hatten die Handwerker Stadtmanagerin Kirsten von Ludowig eingeladen, die über ihre Vorstellungen, die Belebung der Innenstadt voranzutreiben, berichtete. Wie unsere Zeitung schon berichtete, ist mitten auf dem Marktplatz ein Strandbereich mit Strandkörben entstanden. Eine erste Maßnahme, die gut bei den Besuchern anzukommen scheint. „Die Strandkörbe werden gut angenommen, das ist an der Belegung zu erkennen“, sagte von Ludowig. Um die Belebung der Innenstadt zu beschleunigen, habe man eine Lenkungsgruppe gegründet, in der auch ein Mitglied aus der Handwerkerschaft mitarbeite. Wie die Innenstadtkümmerin weiter sagte, sei es ihr gelungen, ein Netzwerk mit den Gewerbetreibenden und Kaufleuten der Warderstadt aufzubauen. Die Unterstützung für ihre Arbeit sei sehr groß. 

Jetzt mache sie sich Gedanken, um die Achse Seebrücke–Jachthafen–Innenstadt zu beleben. Dazu müsse der Eingangsbereich zur Brückstraße aufgearbeitet werden. Ihr Ziel sei es, die Eingänge zur Innenstadt besser sichtbar zu machen. 

Wie Bürgermeister Kuno Brandt sagte, habe Heiligenhafen mit der Wahl von Kirsten von Ludowig als Stadtmanagerin eine gute Wahl getroffen. Auch der Bürgermeister unterstütze den Gedanken, die Achse vom Marktplatz bis zur Seebrücke zu beleben. Bei der Stadtvertretung erkenne man ebenfalls den Willen, hier schnell weiterzukommen. 

Auch in der Stadt herrsche Aufbruchstimmung. Kirsten von Ludowig hatte Gastronomen, Vermieter und Geschäftsleute zu einem Gespräch ins Beachmotel eingeladen, um ihre Meinung zur Aufwertung der Innenstadt zu erfahren. „Über das Interesse und die gute Resonanz habe ich mich sehr gefreut“, so von Ludowig. 

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