Das noch unbebaute Grundstück in Heiligenhafen, auf dem später ein Neubaugebiet entstehen soll.
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In Heiligenhafen wird die Wärmeversorgung für das zukünftige Neubaugebiet östlich der Lindenstraße, nördlich der Carl-Maria-von-Weber-Straße und südlich der Straße Am Lindenhof mit einem Blockheizkraftwerk geplant.

Planung für Neubaugebiet

Ein Blockheizkraftwerk soll für Wärme sorgen

  • Hans-Jörg Meckes
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Im Heiligenhafener Neubaugebiet im Süden soll künftig ein Blockheizkraftwerk für Wärme sorgen. Die Nachbarschaft kann an das Nahwärmenetz angeschlossen werden. Dazu wurden nun 150 Info-Zettel verteilt.

  • In Heiligenhafen sollen bei der Energieversorgung künftig Quartiere erschlossen und verbunden werden.
  • Stadtvertretung plant, Neubaugebiet mit einem Blockheizkraftwerk zu versorgen.
  • Umliegende Häuser können angeschlossen werden und erhielten nun Info-Zettel von den Stadtwerken.

Heiligenhafen – Für das zukünftige Heiligenhafener Neubaugebiet östlich der Lindenstraße, nördlich der Carl-Maria-von-Weber-Straße und südlich der Straße Am Lindenhof haben die Stadtwerke Heiligenhafen geprüft, ob es wirtschaftlich und technisch sinnvoll ist, ein Blockheizkraftwerk (BHKW) für ein Nahwärmenetz einzusetzen. Die Prüfung fiel positiv aus. Nun wolle man sich auch bei den umliegenden Haushalten erkundigen, ob zusätzliche Bürger an das Nahwärmenetz angeschlossen werden wollen, erklärt Werkleiter Joachim Gabriel.

„Es wurden circa 150 Info-Zettel im Wesentlichen an die Eigentümer der an das Neubaugebiet angrenzenden Häuser verteilt“, sagt Gabriel. Damit möchten die Stadtwerke vor allem Bürger informieren, bei denen in der nächsten Zeit ein Wechsel des Gasanbieters oder ein Austausch der Heizung anstehe.

Auch die Nachbarschaft wie hier in der Lindenstraße kann sich an das Blockheizkraftwerk anschließen lassen.

Die Stadtvertretung von Heiligenhafen hatte sich im März 2019 entschlossen, für das Gebiet den Bebauungsplan Nr. 94 aufzustellen und sich später im September dazu entschieden, dass auf der Fläche Einzel- und Doppelhäuser für junge Heiligenhafener Familien entstehen sollen. Anschließend beauftragten die Stadtvertreter die Stadtwerke, zu prüfen, ob es technisch machbar und wirtschaftlich sinnvoll sei, dort mit einem BHKW ein Nahwärmenetz aufzubauen.

Blockheizkraftwerk soll nahe der Straße Am Lindenhof stehen

Das BHKW würde unterdessen im Norden des Baugebietes stehen. „Es wäre zudem nicht größer als eine Doppelgarage“, betont Gabriel. Auch Lärm würde durch dessen Betrieb nicht entstehen. Als Beispiel nannte er das im Aktiv-Hus eingebaute BHKW, das von dem sich daneben befindenden Büro entkoppelt sei und keinen Lärm erzeuge. Blockheizkraftwerke werden zum Beispiel mit Erdgas oder Biogas betrieben und erzeugen gleichzeitig Strom und Wärme. Sie gelten als sehr energieeffizient und als umweltschonend.

Die zukünftigen Hauseigentümer dieses Neubaugebiets würden dazu verpflichtet werden, sich an das BHKW anzuschließen, so Gabriel. Die umliegenden Haushalte können, aber müssen nicht in das Netz einsteigen. „Seit 2012 gibt es ein integriertes Klimaschutzkonzept. Die Stadt hat sich entschieden, das Baugebiet so zu versorgen.“ So würde laut Gabriel bei größeren Vorhaben nun geplant, die Hausanschlüsse in Heiligenhafen quartiersweise zu versorgen. „Man versucht, Quartiere zu erschließen und zu verbinden“, so der Werkleiter.

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