Hans-Jürgen Bünning vor dem alten Kursaal in Heiligenhafen
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Vorhabenträger Hans-Jürgen Bünning freut sich, dass seine Pläne sämtliche Hürden in der Heiligenhafener Stadtvertretung genommen haben. Noch in diesem Jahr könnte er die Baugenehmigung in den Händen halten.

Bowling, Kino und Skybar: Das sind die Kursaal-Pläne von Hans-Jürgen Bünning

  • Patrick Rahlf
    VonPatrick Rahlf
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Bauvorhabenträger Hans-Jürgen Bünning will auf dem Gelände des jetzigen Kursaals in Heiligenhafen einen großen Neubau realisieren. Er plant ein zehnstöckiges Gebäude mit Kino, Bowlingbahn, Gastronomie und einer Tiefparkgarage.

  • Die Stadtvertretung von Heiligenhafen hat grünes Licht für das Bauvorhaben von Hans-Jürgen Bünning gegeben.
  • Bünning wartet jetzt nur noch auf die Baugenehmigung für das Projekt.
  • Im Erdgeschoss möchte er einen Lebensmittelmarkt unterbringen.

Heiligenhafen – Eine viereinhalbjährige Vorplanungsphase ist abgeschlossen: Heiligenhafens Stadtvertretung hat mit deutlicher Mehrheit grünes Licht für Hans-Jürgen Bünnings 35 bis 40 Millionen Euro teures Neubauvorhaben auf dem Gelände des jetzigen Kursaals gegeben (wir berichteten). Doch was genau ist auf dem Grundstück geplant? Der Investor hat der HP einen Einblick in die Planungen gewährt und das Konzept vorgestellt.

„Der Neubau ist sehr facettenreich und wird zu einer Belebung des gesamten Viertels führen“, ist Hans-Jürgen Bünning überzeugt, der eine zusätzliche attraktive Ergänzung zu den Angeboten im Bereich der Seebrücke sieht. Das Hauptaugenmerk ist dabei auf das Erdgeschoss des Neubauvorhabens gerichtet. „Wir planen mit einem Kino, das zwischen 160 und 170 Sitzplätzen mit großzügiger Beinfreiheit und Wohlfühlcharakter hat. Zusätzlich zur Leinwand wird es auch eine Bühne geben, die für Theater- oder Musikveranstaltungen genutzt werden kann“, erklärt Bünning, der sich bereits mit einem Betreiber einig ist. 

Eine Visualisierung zeigt, wie die Bowlingbahn im Erdgeschoss des geplanten Neubauvorhabens aussehen könnte.

Ebenfalls vorgesehen ist nebenan eine Bowlinghalle mit sechs Bahnen auf dem neuesten Stand der Technik. „Hier holen wir eine führende Fachfirma ins Boot, die etwas richtig Schickes bauen wird“, sagt der Vorhabenträger, der im selben Atemzug von einem Restaurant spricht, das der Bowlinghalle angeschlossen sein wird. Auch hier gebe es bereits Interessenten, die sich eine Pacht vorstellen könnten. 

Nicht fehlen soll im Erdgeschoss ein Lebensmittelmarkt mit einer Größe von rund 400 Quadratmetern. „Hier befinden wir uns ebenfalls mit zwei Interessenten schon in konkreten Gesprächen. Genau wie die Stadtvertretung vertrete auch ich die Meinung, dass dieser Stadtteil unbedingt wieder einen kleinen Einkaufsmarkt braucht.“ Eine Bäckerei mit angrenzendem Café sowie ein Imbiss mit Sitzplätzen im Innenbereich sollen das gastronomische Angebot im Erdgeschoss abrunden.

Tiefgarage mit 190 Plätzen

Dort, wo der jetzige Kursaal steht, wird der zehngeschossige Gebäudeteil errichtet werden, in dem circa 90 Ferienwohnungen untergebracht werden. „Diese werden wir zum Verkauf anbieten, anschließend gehen sie in die Vermietung“, berichtet Hans-Jürgen Bünning im HP-Gespräch. Um das erhöhte Autoaufkommen und die Parkplatzsituation zu lösen, wird es eine Tiefgarage mit 190 Stellplätzen geben. 

Ein gläserner Außenfahrstuhl wird die Gäste nach oben bringen und schon alleine ein echter Hingucker sein.

Vorhabenträger Hans-Jürgen Bünning

„Ein Schmuckstück mit grandioser Aussicht ist für das Dach des Appartementhauses vorgesehen“, erzählt der Vorhabenträger stolz. 420 Quadratmeter Innenfläche und eine 500 Quadratmeter große Außenterrasse sind die Kennziffern der Skybar mit Restaurant im neunten Stock. Dort könnten zukünftig auch Veranstaltungen stattfinden. „Ein gläserner Außenfahrstuhl wird die Gäste nach oben bringen und schon alleine ein echter Hingucker sein“, erzählt Hans-Jürgen Bünning voller Vorfreude und ergänzt: „Wir haben jetzt schon Anfragen für die Skybar, Priorität genießt aber erst mal das Erdgeschoss. Dort soll zeitnah alles vertraglich unter Dach und Fach gebracht werden.“

Wann erfolgt der Kursaal-Abriss?

Der Kursaal wird in seiner jetzigen Form so lange stehen bleiben, bis der Vorhabenträger die Baugenehmigung in den Händen hält. Aktuell wartet Hans-Jürgen Bünning auf die Stellungnahme des Landes Schleswig-Holstein zum Flächennutzungsplan. In der Regel dauert es drei Monate, bis diese vorliegt. 

„Ich hoffe, dass der Kursaal-Abriss noch in diesem Jahr erfolgen wird“, so Bünning, der eine Fertigstellung des mit Abstand größten Bauprojektes seiner Firmengeschichte in 2025 für möglich hält.

Diese Skizze zeigt die Gesamtansicht des Projektes. Wo der jetzige Kursaal steht, wird der zehngeschossige Gebäudeteil stehen.

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