Breslauer Straße 19: Familienzentrum eingeweiht / Ankerhaus – ein symbolstarker Name

Ein Anker für Familien

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Zahlreiche Beteiligte und Freunde des DKSB waren zur offiziellen Einweihung des Ankerhauses erschienen.

Heiligenhafen –Von Mareike Falz– „Ein Anker steht für Schutz und Sicherheit, genauso wie das neue Familienzentrum Ankerhaus“, sagte der stellvertretende Bürgermeister und Erste Stadtrat Folkert Loose (CDU) am Freitag bei der offiziellen Eröffnung des Ankerhauses. Silke Krause, pädagogische Leiterin des Deutschen Kinderschutzbundes (DKSB) in Heiligenhafen, freute sich besonders über den Namen des Familienzentrums, das seit Juni dieses Jahres zusammen mit den Ambulanten Hilfen in der Breslauer Straße 19 ein Zuhause gefunden hat. „Ich finde es wichtig, dass das Haus einen schönen Namen hat. Mit Ankerhaus können die Klienten etwas assoziieren“, sagte Krause und gab einen kurzen Überblick über die Chronik des neu renovierten Gebäudes.

2015 hatte der Kinderschutzbund das Haus gekauft, um dort eine Gruppe geflüchteter junger Menschen aus dem Ausland zu betreuen. 2017 ist die Wohngemeinschaft aufgelöst und mit der Gruppe in Burg auf Fehmarn zusammengelegt worden. „2018 ist das Team der Ambulanten Hilfen in das Gebäude gezogen und seit Juni ist dann das Familienzentrum hinzugekommen“, so Krause, die weiter betonte, dass die Familienzentren heute nicht mehr wegzudenken seien: „Das war genau das, was bis dahin gefehlt hat.“

Frithjof Lörchner, Jugendhilfeplaner des Kreises, erinnert sich gerne an die Anfänge der Familienzentren in Ostholstein zurück: „Wir haben uns vor zehn Jahren zusammengesetzt und die Idee der Frühen Hilfen gehabt. Aber schnell wurde klar: Die Frühen Hilfen brauchen ein Dach.“ Die Geburt der Familienzentren. Weiter sagte Lörchner: „Das Jugendamt aufzusuchen, ist häufig eine Schwelle in vielen Köpfen. Das ist leider auch der Grund, warum viele Familien nicht erreicht werden.“ Das Familienzentrum sei deutlich niedrigschwelliger, hier habe jeder gleich das Gefühl, gern gesehen zu sein und Hilfe zu bekommen. „Hier wird nicht nur beraten, hier wird unterstützt“, lobte der Jugendhilfeplaner und hob die enge Kooperation mit den Kindertagesstätten und das allgemein gute Klima in Heiligenhafen hervor.

Geschäftsführer Martin Liegmann ging sogar soweit zu sagen, dass Heiligenhafen – zusammen mit Ratekau – die kinderfreundlichste Kommune in ganz Ostholstein sei. „Die beiden Städte sind on top.“ Für Theodor Siebel, 1. Vorsitzender des Ortsvereins des Deutschen Kinderschutzbundes, ist es die Kombination aus Ehrenamt, Hauptamt und Professionalität, die den DKSB in der Warderstadt so erfolgreich gemacht und so weit gebracht hat. „In diesem unscheinbaren Haus ist jeder willkommen, der im System Familie eingebunden ist und Hilfe benötigt“, ergänzte der Vorsitzende.

Das Ankerhaus, das die Ambulanten Hilfen und das Familienzentrum vereint, ist vielseitig belebt. Neben Büroräumen gibt es viele Aufenthaltsräume für Klienten, die zum Wohlfühlen einladen. Sitz- und Spielecken gehören genauso dazu wie der Ruheraum. Unter anderem finden in der Breslauer Straße auch der Babytreff, das Elterncafé und „Hallo, kleiner Mensch“ statt.

Folkert Loose, der auch in der Funktion als zweiter Vorsitzender des DKSB Heiligenhafen vor Ort war, hielt noch eine ganz besondere Überraschung zum zehnjährigen Jubiläum und zur Eröffnung bereit: einen Scheck im Wert von 1000 Euro für das neue Familienzentrum.

Nach dem offiziellen Teil konnte am Nachmittag beim großen Familienfest dann auch noch ausgelassen gefeiert, gespielt und getobt werden.

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