Modellskizze als Symbolbild für die mögliche Schwimmhalle
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Schleswig-Holsteins Wirtschaftsminister Dr. Bernd Buchholz hat allen Befürwortern des Schwimmbadprojektes auf dem Steinwarder in einem Schreiben an die HVB den Rücken gestärkt. Klarheit bringt aber erst der Bürgerentscheid am 14. Februar.

Schreiben von Bernd Buchholz

Wirtschaftsminister macht sich für Schwimmbadpläne auf dem Steinwarder stark

  • Patrick Rahlf
    vonPatrick Rahlf
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Wirtschaftsminister Bernd Buchholz äußerte sich in einem Schreiben an die Heiligenhafener Verkehrsbetriebe (HVB) zu den Schwimmbadplänen. Die Standortfrage dafür sollte seiner Ansicht nach nicht erneut gestellt werden, da sonst auch die Voruntersuchung als Grundlage für die Förderung erneut gestellt werden müsse.

  • Bernd Buchholz lobt die touristische Entwicklung Heiligenhafens.
  • Der Minister rät von einer erneuten Standortfrage zu den Schwimmbadplänen ab.
  • Die gutachterlichen Untersuchungen seien untrennbar mit dem aktuellen geplanten Standort auf dem Steinwarder verbunden.

Heiligenhafen – In einem Schreiben an die Geschäftsführung der HVB hat sich Schleswig-Holsteins Wirtschafts- und Tourismusminister Dr. Bernd Buchholz (FDP) kürzlich zur touristischen Destinationsentwicklung in Heiligenhafen und zum Projekt „Erlebnisbad und Familienhotel“ geäußert.

Der Minister bezeichnet die Entwicklung Heiligenhafens als „hervorragend strukturierten Prozess, der ein Musterbeispiel für eine erfolgreiche Destinationsentwicklung“ sei. Dabei stellt er noch einmal klar, dass die gesamte Entwicklung vom Tourismusreferat in seinem Hause von Anfang an eng begleitet wurde und die Umsetzung der Planungen für den Bau eines Erlebnisbades auf der dafür vorgesehenen Potentialfläche und die damit verbundene Ansiedlung eines Familienhotels der folgerichtige Abschluss einer ganzen Reihe von Entwicklungsschritten sei. 

„Sollte sich durch einen Meinungswechsel in den politischen Gremien vor Ort Perspektiven für eine Standortänderung ergeben, wären diese Voruntersuchungen hinfällig und müssten für eine neue Fläche neu erstellt werden.“

Wirtschafts- und Tourismusminister Dr. Bernd Buchholz (FDP)

„Die Aussagen auf Grundlage der Machbarkeitsstudie sind für uns als Zuwendungsgeber von hoher Bedeutung und bilden die Grundlage für die Förderentscheidung“, so Buchholz und ergänzt: „Die gutachterlichen Untersuchungen inklusive Wirtschaftlichkeitsbetrachtung zielen allesamt auf eine Umsetzung des Vorhabens auf der genannten Potentialfläche ab und sind damit untrennbar mit diesem Standort verbunden. Sollte sich durch einen Meinungswechsel in den politischen Gremien vor Ort Perspektiven für eine Standortänderung ergeben, wären diese Voruntersuchungen hinfällig und müssten für eine neue Fläche neu erstellt werden.“ Darauf möchte der Minister vorsorglich hinweisen und erklärt deutlich: „Wer ein Schwimmbad realisiert wissen möchte, sollte die Standortfrage nicht erneut stellen.“ Für Bernd Buchholz würde die Errichtung eines Erlebnisbades mit angrenzendem Familienhotel „der letzte fehlende Baustein“ für die Entwicklung Heiligenhafens zu einer attraktiven Ganzjahresdestination darstellen, betont der Minister abschließend.  

Geschäftsführung der HVB sieht sich in ihrer Arbeit bestätigt

Die Geschäftsführung der Heiligenhafener Verkehrsbetriebe (HVB) hat in einer Pressemitteilung auf die Aussagen des Ministers reagiert: „Wir sehen uns in unserer bisherigen Arbeit bestätigt. Nur am Standort Steinwarder wird es gelingen, neben den bereits mehrfach genannten positiven Aspekten wie Beschäftigung, Umsatzsteigerung, Mehreinnahmen der Stadt durch Kurabgabe, Gewerbe- und Grundsteuern sowie Tourismusabgabe für die Einwohnerinnen und Einwohner der Region ein echtes Schwimmangebot vorzuhalten.“ Durch eine Änderung der Förderrichtlinien bestehe gegenwärtig sogar die Möglichkeit, eine Förderung in Höhe von 90 Prozent zu erlangen. „Das Schwimmbadprojekt erfüllt die Voraussetzungen für den erhöhten Fördersatz. Dadurch ergäbe sich für die Stadt eine nennenswerte Entlastung bei den jährlichen Betriebskosten von deutlich mehr als 100000 Euro“, so Manfred Wohnrade und Joachim Gabriel. 

Zum Thema Badnutzung durch Einheimische und Hotelgäste will die HVB noch etwas klarstellen: „Für Schulschwimmen und Schwimmausbildung werden feste Zeiten vorgesehen, sodass diese störungsfrei durchgeführt werden können. Im normalen Badbetrieb gibt es keine bevorzugte Behandlung von Hotelgästen gegenüber Einheimischen.“ Das werde vertraglich geregelt. „Hier gilt für alle Badnutzer der Gleichheitsgrundsatz, der sich schon aus den Förderrichtlinien ergibt.“

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