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Nach schweren Januarstürmen: Strandsanierung in Heiligenhafen angeschoben

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Von: Peter Foth, Patrick Rahlf

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Sandaufspülung vor drei Jahren.
Rückblick auf April 2019: Mit 40000 Kubikmetern Sand aus Dänemark ist der Heiligenhafener Strand wieder hergerichtet werden. Der Sand kam damals über eine Spülleitung von einem Schiff, das vor der Küste lag. © HP-Archiv

Dass nach den schweren Januarstürmen am Heiligenhafener Badestrand etwas passieren muss, darüber sind sich Bürgermeister Kuno Brandt und HVB-Geschäftsführer Joachim Gabriel einig. Beim nun erfolgten Krisengespräch wurde die weitere Vorgehensweise besprochen. 

Heiligenhafen – Wie Brandt gegenüber unserer Zeitung betonte, habe er die HVB beauftragt, alle Vorbereitungen für eine Strandsanierung zu treffen. Parallel dazu habe er die Fraktionsvorsitzenden der in der Stadtvertretung sitzenden Parteien und Wählergemeinschaften informiert. Bei der nächsten Sitzung der Stadtvertretung im März wird das Thema ebenfalls auf der Tagesordnung stehen. Hätte man allerdings bis dahin mit der Vorbereitung der Strandsanierung gewartet, wäre es zu spät gewesen. 

Allen Beteiligten, sowohl im Rathaus als auch bei der HVB, ist klar, dass allein das Genehmigungsverfahren viel Zeit kosten werde, denn hier gelte es, die Untere Naturschutzbehörde, das Umweltministerium und das Wasser- und Schifffahrtsamt zu konsultieren. Auch die Frage, was das Monitoring bei den Testbuhnen aussage, sei zu klären. Alles Fragen, für die man bei der Sandaufspülung vor drei Jahren vier Wochen mehr Zeit hatte, stellte der Bürgermeister fest. 

Wie HVB-Geschäftsführer Joachim Gabriel betonte, habe er bereits mit einer Fachfirma Kontakt aufgenommen, die feststellen soll, wie viel Sand zur Kompensation der Schäden benötigt wird. Für die kommende Woche hat Joachim Gabriel ein Treffen mit einem Ingenieurbüro vereinbart, um Nägel mit Köpfen zu machen und zu klären, wie man bis zum Saisonstart den Strand wieder herrichten kann. 

Eine Sandaufspülung würde zu viel Zeit kosten

Dabei ist klar: Eine Sandaufspülung würde zu viel Zeit kosten. Allein die Baustelleneinrichtung sowie die Logistik hatten vor drei Jahren rund 350000 Euro gekostet. Dabei mussten auch eine Spülleitung verlegt und ein Hopperbagger, ein seetüchtiges, selbstfahrendes Laderaumsaugbaggerschiff, angeschlossen werden. Dazu kam noch der Sandtransport per Schiff aus Dänemark. Mit rund 40000 Kubikmeter neuem Sand waren im Frühjahr 2019 die erlittenen Winter-Sturmschäden am Heiligenhafener Strand behoben worden. Die Gesamtmaßnahme hatte seinerzeit Kosten in Höhe von 900000 Euro verursacht. 

Alternative wäre Lkw-Landtransport

Eine alternative Möglichkeit wäre aktuell der Landtransport per Lkw. Dafür müsse aber im Vorfeld geklärt werden, wo man Strandsand kaufen könne. Joachim Gabriel zeigte sich gegenüber unserer aber Zeitung zuversichtlich, dass alles bis Mai zu schaffen sei und der Strand für die anstehende Hauptsaison in einen guten Zustand gebracht werde. 

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