Seit 40 Jahren naturkundliche Führungen auf dem Graswarder / Anziehungspunkt für Touristen

CDU-Danke-Preis für Klaus Dürkop

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Der Heiligenhafener Naturschützer Klaus Dürkop (2.v.l.) wurde auf dem Neujahresempfang der CDU mit dem Danke-Preis 2013 geehrt. Es gratulierten der stellvertretende Landrat Ulrich Rüder (l.), der CDU-Ortsvorsitzende und Kreistagsabgeordnete Timo Gaarz sowie Bürgervorsteher Georg Rehse (r.).

HEILIGENHAFEN · Für seine ehrenamtlichen Verdienste um das Heiligenhafener Naturschutzgebiet Graswarder ehrte der CDU-Ortsvorsitzende Timo Gaarz auf dem CDU-Neujahrsempfang am Sonnabend den „Anwalt von Flora und Fauna“ Klaus Dürkop mit dem CDU-Danke-Preis 2013. Bereits im Dezember des vergangenen Jahres hatte Bundespräsident Joachim Gauck den Naturschützer für sein ehrenamtliches Engagement für den Naturschutz mit dem Bundesverdienstkreuz 1. Klasse ausgezeichnet (wir berichteten).

Timo Gaarz machte in seiner Laudatio deutlich, wie einmalig die Landschaft hier in Heiligenhafen sei und das Naturschutzgebiet Graswarder sei ein Anziehungspunkt für die Touristen. Die Erhaltung der Vielfalt, Eigenart und Schönheit von Natur und Landschaft machten sich viele Heiligenhafener zu ihrer ganz besonderen, unverzichtbaren und ehrenamtlichen Aufgabe, so der Ortsvorsitzende.

Gaarz: Impulsgeber und „kritischer Geist“

Die seit 40 Jahren auf dem Graswarder durchgeführten naturkundlichen Führungen hätten dazu beigetragen, die Warderstadt weit über ihre Grenzen bekannt zu machen, sagte Gaarz. Klaus Dürkop sei hier der „gute Geist“, der Rat- und Impulsgeber für das Naturschutzgebiet Graswarder und den Naturschutz auf Landes- und Bundesebene. Wie Timo Gaarz betonte, sei Klaus Dürkop ein kritischer Geist, mit dem man aber Reden könne. Für Dürkop sei die Arbeit im Naturschutz mehr als ein Ehrenamt. Es sei Berufung und pure Lebenseinstellung, sich hier energisch, kraftvoll und hörbar einzubringen.

Klaus Dürkop bedankte sich für die Ehrung und zeigte sich erfreut, dass nach vielen Jahren im letzten Jahr zum ersten Mal ein CDU-Vorstand zu einem Besuch auf den Graswarder kam, um sich über den Naturschutz und die Arbeit der Naturschützer zu informieren. Der Referent der Naturschutzgebietes Graswarder erinnerte daran, dass er 1965 den Antrag gestellt habe, den Graswarder unter Naturschutz zu stellen. Drei Jahre später war alles vollzogen.

Mit Unterstützung vom damaligen Bürgermeister Franz Lohwasser sei es gelungen, einen Betreuungsvertrag mit der Stadt Heiligenhafen und dem Naturschutzbund zu schließen. Dieser war Grundlage für die naturkundlichen Führungen durch das Naturschutzgebiet.

Nachholbedarf beim Artenschutz

Etwa 140 0000 Menschen haben in den letzten Jahren an den naturkundlichen Führungen teilgenommen und den Graswarder und seine Vogelwelt kennengelernt.

Klaus Dürkop machte aber auch deutlich, dass es weltweit nicht gelungen sei, die Artenerhaltung zu sichern. Schuld daran seien die Menschen, deren Ansprüche zu groß geworden sind. Trotzdem habe man eine ganze Menge Natur erhalten können, sagte Dürkop. Dass es immer wieder Störenfriede gäbe, zeigten die Zerstörungen an Zäunen und Gelegen im Naturschutzgebiet. Es sei schnellstens notwendig, dem Einhalt zu gebieten.

Eine gute Zusammenarbeit gäbe es mit den Heiligenhafener Verkehrsbetrieben (HVB) und deren Geschäftsführern Manfred Wohnrade und Joachim Gabriel. Klaus Dürkop würdigte in diesem Zusammenhang die Unterstützung der HVB bei der Bekämpfung der Kartoffelrose. Durch die Ausgleichsmaßnahme sei eine saubere Dünenlandschaft entstanden, die überleben könne.

Auch für den Tourismus spiele der Graswarder eine große Rolle, denn er sei zu einer Insel der Ruhe in der Natur geworden, befand Dürkop. Hier könne man sich vom Alltagsstress erholen und die Natur genießen. Für 90 Prozent der Touristen gehöre ein Besuch auf dem Graswarder zum perfekten Urlaubserlebnis, nirgendwo anders könne man Natur so hautnah erleben. Deshalb müsse man alles daran setzen, dieses Kleinod zu erhalten, sagte Dürkop. · ft

Weiterer Bericht folgt

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