Lageplan mit möglichen zukünftigen Gewerbeflächen.
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Die Firma Georg Consulting hat sich mit drei möglichen Suchräumen für die Ausweisung von Gewerbeflächen für Heiligenhafen beschäftigt.

Potenzial für Gewerbeflächen in Heiligenhafen ist vorhanden

  • Patrick Rahlf
    vonPatrick Rahlf
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Im jüngsten Stadtentwicklungsausschuss ist ein Gewerbeflächengutachten für Heiligenhafen vorgestellt worden. An der A1 gibt es mögliche Potenzialflächen, die vielversprechend sind – gerade dann, wenn die Feste Beltquerung kommt. 

  • Wandel vom reinen Tourismus- hin zum Gewerbestandort.
  • Mögliche Flächen direkt an der A1.
  • Planer empfiehlt, dass Heiligenhafen mit einem fünf Hektar großen Gebiet starten sollte.

Heiligenhafen – „Ich war überrascht von Ihrer Struktur. Kleingewerbe ist nur in einem überschaubaren Umfang vorhanden, produzierende und verarbeitende mittelständische Betriebe haben Sie ebenfalls kaum. Der Besatz in Heiligenhafen ist stark durch großflächigen Handel und zahlreiche Segler-Werften und -Werkstätten geprägt“, erklärte Achim Georg von der beauftragten Firma Georg Consulting aus Hamburg.

Mit der Festen Fehmarnbeltquerung verändert sich die großräumige Lagegunst.

Achim Georg von der beauftragten Firma Georg Consulting aus Hamburg.

Heiligenhafen sei primär als Tourismusstandort bekannt, „mit der Festen Fehmarnbeltquerung verändert sich die großräumige Lagegunst, sodass es Überlegungen gibt, neue Gewerbeflächen auszuweisen. Derzeit gibt es aber kaum noch vermarktungsfähige Gewerbegrundstücke“, gab Achim Georg zu bedenken. Im nördlichen Ostholstein gebe es zahlreiche Überlegungen, neue und größere Gewerbeflächen auszuweisen, erst vergangene Woche hat die Stadt Oldenburg einen Förderbescheid in Höhe von 1,33 Millionen Euro vom Land erhalten, um das Gewerbegebiet „Am Voßberg“ um 4,5 Hektar zu vergrößern. Teilweise seien auch interkommunale Entwicklungsansätze vorhanden, darunter der angedachte „Unternehmenspark HanseBelt“ bei Gremersdorf, an dem auch die Stadt Heiligenhafen beteiligt ist. 

Für Höhenweg-Fläche bereits konkrete Nutzungsüberlegungen

Im nächsten Schritt stellte Achim Georg konkrete Standortüberlegungen vor. Eine Potenzialfläche ist nördlich der Anschlussstelle Heiligenhafen-Ost gelegen und käme für eine Erweiterung des bestehenden Gewerbebereichs infrage. „Hier könnten neue Gewerbeflächen für expandierende Unternehmen vor Ort, intraregionale Verlagerungen oder auch Neuansiedlungen entstehen“, sagte der Planer, der sich ebenfalls mit der Freifläche am Höhenweg beschäftigt hat, für die es aber bereits konkrete Nutzungsüberlegungen (Feuerwehr, Bauhof, Mehrzweckhalle, Kindergarten) gibt. 

17 Hektar stehen zur Verfügung

Ein weiterer Suchraum bezieht sich auf eine größere Flächenentwicklung südlich der Anschlussstelle Heiligenhafen-Ost und westlich der B 501. „Hier stünden 17 Hektar zur Verfügung, was rund 13 Hektar netto entsprechen würde“, so Georg. Dort könnten unter anderem produzierende mittelständische Unternehmen, Handwerk und Kleingewerbe, Betriebe des Großhandels, Speditionen sowie ein Gewerbepark entstehen.  

„Ich würde Ihnen perspektivisch gesehen empfehlen, erst einmal mit einer rund fünf Hektar großen Fläche anzufangen. Pro Hektar rechnet man ungefähr mit 30 bis 50 Beschäftigten, sodass der Bedarf an Wohnraum weiter steigen wird. Oder aber es wird mehr Pendlerverkehr geben“, so Achim Georg. 

Die Ausschussmitglieder nahmen den Kurzvortag interessiert zur Kenntnis, das Thema wird die Kommunalpolitik in den kommenden Jahren noch lange beschäftigen.               

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